Drama im Zoo Basel!Gorilla-Vater beißt sein vier Tage altes Baby tot

Berggorilla in Ruanda
Innerhalb eines Tages kommt es mit Gorilla-Männchen Yeba (14) zu tödlichen Vorfälle.
deutsche presse agentur

Familienstreit in der Gorilla-Gruppe!
Ein vier Tage altes Gorilla-Baby ist im Zoo Basel nach einem Biss durch seinen eigenen Vater gestorben. Zwischen dem Silberrücken und dem Muttertier kommt es am Dienstag (14. Juli) zu einem Streit um das Kleine – mit einem schrecklichen Ende. Zuvor an dem Tag wurde die Gorilla-Gruppe von einem weiteren Todesfall erschüttert!

Tödlicher Biss bei Rangeleien

Es sei ein „unbeabsichtigter Biss“ in den Brustkorb gewesen, so Zoo-Sprecher Stefan Leimer sagt. Die Mutter habe das Junge seit der Geburt eng am Körper getragen, doch habe Vater Yeba es am Dienstag an sich genommen und Joas nicht mehr in seine Nähe gelassen. Bei Rangeleien zwischen den beiden sei es zu dem tödlichen Biss gekommen. 

Es war der erste Nachwuchs für Yeba, das fünfte Junge für Joas. Yeba war erst im Oktober aus einem Zoo in Frankreich nach Basel gekommen.

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Zoo beobachtet Dynamik der Gorilla-Gruppe

Nach dem traurigen Verlust habe die Mutter ihr totes Jungtier an sich genommen und trage es nun weiter bei sich, erklärt der Zoo-Sprecher. Das komme bei Gorillas über Tage oder sogar Wochen vor. Der Zoo werde in dieses natürliche Verhalten nicht eingreifen. Das Affenhaus sei weiter geöffnet und Joas könne sich mit dem toten Baby sowohl im Innen- als auch Außengehege bewegen.

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Nach Angaben des Zoos ist das Töten von Jungtieren bei Gorillas durch Artgenossen nicht ungewöhnlich. „Die Ursachen dafür können vielfältig sein und stehen unter anderem im Zusammenhang mit der komplexen sozialen Struktur innerhalb von Gorillagruppen”, teilt er mit. „Der Zoo Basel beobachtet die Dynamik innerhalb der Gruppe weiterhin aufmerksam und steht im Austausch mit Expertinnen und Experten”, fügt Leimer hinzu.

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Zwei Todesfälle an einem Tag

Vor dem Streit zwischen den Gorilla-Eltern erschüttert ein weiterer Verlust die Gorilla-Gruppe – wieder ist Silberrücken Yeba involviert. Am selben Tag verletzt der Gorilla ein weiteres Männchen der Gruppe, Mobila (11), durch Bisse schwer. Das elf Jahre alte Tier musste von Tierärzten eingeschläfert werden. (okr)

Verwendete Quellen: dpa, Zoo Basel