Alle Infos in unserem Hitze-TickerÄrmel hochkrempeln erlaubt! Berliner Philharmoniker lockern Kleiderordnung wegen Hitze

Waldbühnenkonzert der Berliner Philharmoniker
Kirill Petrenko (M), Chefdirigent und künstlerischer Leiter der Berliner Philharmoniker, steht mit den Philharmonikern auf der Waldbühne.
som vco kre alf sab, Fabian Sommer/dpa, Fabian Sommer

Die Hitze hat Deutschland fest im Griff!
Seit Tagen halten sich die Temperaturen schon im mittleren bis oberen 30er-Bereich, täglich erreichen uns Wetterwarnungen. Und es soll auch weiter heiß bleiben. Alles, was ihr rund um die aktuelle Hitzewelle wissen müsst, lest ihr im Hitze-Ticker auf RTL.de.

Alles zur aktuellen Hitzewelle im Hitze-Ticker auf RTL.de

Johanna Kroke

Ärmel dürfen hochgekrempelt werden! Berliner Philharmoniker lockern Kleiderordnung

Das Spitzenorchester steht vor seinem berühmten Konzert in der Berliner Waldbühne. Angesichts der Hitze wird die Kleiderordnung für Musikerinnen und Musiker gelockert – also, zumindest ein wenig. 

Das Spitzenorchester spielt am Samstagabend sein berühmtes Saisonabschlusskonzert in der Waldbühne – in der Hauptstadt werden bis zu 41 Grad erwartet. Die Bühne liege abends glücklicherweise im Schatten, sagte eine Sprecherin des Orchesters.  „Die Herren treten ohne Jackett auf, dafür mit einem schwarzen Hemd als Oberteil", sagte die Sprecherin. Die Ärmel dürften auch hochgekrempelt werden. Das Oberteil der Damen müsse nur bis zum Ellenbogen reichen und nicht langärmelig sein. Backstage gebe es Getränke und Kühlpacks. "Wir sind es gewohnt, draußen zu spielen", sagte die Sprecherin. Auch mit hohen Temperaturen seien die Musiker erfahren.

Das Berliner Konzert ist ausverkauft – rund 22.000 Menschen werden in der Waldbühne erwartet. 
Jörg Carstensen/dpa
Johanna Kroke

Welcher Garten-Pool bringt den größten Badespaß?

Steigen die Temperaturen in Rekordhöhe, bleibt nur noch die Abkühlung im kühlen Nass!
Wir haben uns drei verschiedene Schwimmbecken genauer angesehen. Welches der drei Modelle kann sowohl unsere vierköpfige Testfamilie als auch unseren Pool-Experten überzeugen? 
Johanna Kroke

Ironman in Frankfurt rüstet sich für Hitze bis 39 Grad

Wegen der angekündigten hohen Temperaturen von bis zu 39 Grad passen die Veranstalter der Ironman-Europameisterschaft in Frankfurt am Main die Laufstrecke am Wochenende an. Sie soll mehr schattige Abschnitte enthalten, wie der Veranstalter auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Auch die Wasserversorgung wird ausgeweitet und die medizinische Betreuung verstärkt.

Geplant sind mehr Trinkflaschen und Becher an den Verpflegungsstationen sowie zusätzliche Kühlmöglichkeiten entlang der Strecke und im Zielbereich, darunter Eisbäder und Duschvorrichtungen. Im Nachzielbereich soll es überdies mobile Klimaanlagen in den Zelten sowie zusätzliche Eis- und Wasserversorgung geben. Außerdem würden die medizinische Betreuung verstärkt und zusätzliche Einsatzkräfte eingesetzt, hieß es.

Veranstalter behalten sich weitere Anpassungen vor

„Die Sicherheit der Teilnehmenden hat höchste Priorität. Daher kann medizinisches Personal, wie bei Ausdauersportveranstaltungen üblich, jederzeit eingreifen und Athletinnen oder Athleten aus dem Rennen nehmen, wenn es die gesundheitliche Situation erfordert", teilte der Veranstalter mit. Die Entwicklung werde fortlaufend, auch im Austausch mit dem Wetterdienst, beobachtet. Bei Bedarf seien weitere Anpassungen an einzelnen Streckenabschnitten möglich.

Neben rund 70 gemeldeten Profis, die um den EM-Titel kämpfen, gehen am Sonntag (ab 6.20 Uhr/HR) auch Tausende Amateursportler auf die Strecke. Start ist am Langener Waldsee mit 3,8 Kilometern Schwimmen, bevor es auf die 180 Kilometer lange Radstrecke quer durch Frankfurt und die Wetterau geht. Zum Abschluss folgt der Marathon über 42,195 Kilometer entlang des Mainufers bis zum Ziel auf dem Römerberg.
Johanna Kroke

Schwimmer in Not! Das könnt ihr tun, wenn jemand in Not gerät

In Hitzephasen lechzen viele Menschen nach Abkühlung. Doch der Sprung in Seen und Flüsse birgt auch Gefahren. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Rheinland-Pfalz appelliert, sich bei der Hilfe für in Not geratene Schwimmer nicht selbst in Gefahr zu bringen. „Ich warne eindringlich davor, sich einem Ertrinkenden zu nähern", sagte der Sprecher des DLRG-Landesverbandes Marco Vogt der Deutschen Presse-Agentur. Es bestehe ein großes Risiko, dass dieser den Helfer oder die Helferin im Überlebenskampf unter Wasser drücke.

Am wichtigsten sei es, zunächst einen Notruf abzusetzen, um auf einen Notfall aufmerksam zu machen, wenn ein Mensch in einem See oder Fluss in Gefahr gerate, betonte Vogt. An manchen Seen oder Flussabschnitten gebe es Notrufsäulen, die genutzt werden könnten. Das habe den Vorteil, dass der Ort des Geschehens auch direkt lokalisiert werden könne. 

Helfen kann demnach auch, vom Ufer einen Ast zu reichen oder Gegenstände ins Wasser zu werfen, die Auftrieb haben und oben schwimmen. Nicht überall sei ein Rettungsring greifbar, dann könne beispielsweise eine mitgebrachte Kühltruhe helfen. „Ausleeren und ins Wasser werfen", erklärte Vogt. Daran könne sich ein in Not geratener Schwimmer festhalten. 

Ertrinken sei ein leiser Tod, gab Vogt zu bedenken. Es sei nicht so wie in vielen Filmen, dass Menschen laut riefen. Insofern solle man schon aufmerksam werden, wenn ein Mensch im Wasser den Arm hebe oder Bewegungen mache, die nicht typisch nach Schwimmen aussähen. Es dürfe auch nicht unterschätzt werden, wie laut es vor allem an Flüssen sein könne, Rufe könnten deshalb ungehört verschallen. 

Johanna Kroke

Mann tot aus Badesee in Schleswig-Holstein geborgen

Nach seinem Verschwinden an einem Badesee wurde der 28-Jährige mit Hubschrauber und Tauchern gesucht. Die Polizei prüft nun die Umstände des Vorfalls.
Ein Mann ist an einem Badesee in Kremperheide (Kreis Steinburg) tot aufgefunden worden. Der 28-Jährige sei mutmaßlich ein Nichtschwimmer gewesen, teilte ein Sprecher der Polizei mit. Nach seinem Verschwinden am Donnerstagabend wurde mit Tauchern und einem Hubschrauber nach dem Mann gesucht, er konnte jedoch zwei Stunden später nur noch tot geborgen werden. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. 
Johanna Kroke

Kalter Nachschub an heißen Tagen aus der Eiswürfelfabrik

Draußen ist es irre heiß, drinnen angenehm kühl und der Lärm in den Produktionshallen ist ohrenbetäubend laut. Eiskalte Ware ergießt sich in klirrendem Strom aus drei Anlagen mit neun Meter hohen Türmen in einen großen Bottich – die Eiswürfelproduktion bei der Firma Crio Ice mit der Marke Icefrocks in Birkenfeld bei Pforzheim in Baden-Württemberg läuft auf Hochtouren. Bergeweise Eiswürfel werden hier in der Eiswürfel-Hochsaison zwischen Mai und September hergestellt, derzeit rund 1.000 Tonnen pro Woche, jeden Tag rund um die Uhr im Drei-Schicht-Betrieb. 

Für die Herstellung werde erst einmal jede Menge Wasser gebraucht. Es dürften Millionen Liter sein, meint Geschäftsführer Carsten Schweitzer. „Das Ganze passiert in Maschinen, mit Kaltgas wird es runtergekühlt."
Danach komme wieder Heißgas dazu, damit das derweil in Röhren gefrorene Eis aus den Röhren rutschen kann. Im nächsten Schritt würden die Eisstangen in Würfel gesägt, gingen dann nochmal durch einen Tiefkühltunnel und würden schließlich abgepackt, meist in Zwei-Kilogramm-Beutel. 
Millionen Eiswürfel finden dann den Weg zu den Kunden. Während des deutschen Fußball-WM-Sommermärchens 2006 habe man Eiswürfel sogar an die Nationalmannschaften geliefert „da saßen dann Spieler in mit unseren Eiswürfeln gefüllten Eistonnen", so Schweitzer. 

Cooler Arbeitsplatz an heißen Tagen

In den Produktionshallen herrschen angenehme 10 Grad – ein angesichts der herrschenden Hitzewelle sehr cooler Arbeitsplatz. Produktionsleiter Torsten Steller weiß die Arbeit derzeit besonders zu schätzen: Die Temperaturen in der Produktion seien sehr erträglich, er vertrage die Hitze sowieso nicht so gut „und deswegen bin ich dankbar, hier arbeiten zu dürfen". 
Schweizer nennt es gar ein Paradies im Hochsommer. „Wir bringen den Menschen Freude, wir bringen Abkühlung, und ich sag' mal – bei den Temperaturen ist es natürlich der Traum."
 
Johanna Kroke

Amateur-Sportevents lieber verschieben – raten Rettungsorganisationen

Sportveranstaltungen im Amateurbereich sollten aus Sicht des Arbeiter-Samariter-Bunds Deutschland (ASB) bei extremer Hitze lieber verschoben werden. „Bei Sportveranstaltungen mit einem hohen Anteil an untrainierten und unprofessionellen Sportlern würden wir eine Verschiebung empfehlen", teilte die Rettungsorganisation der Welt mit. 
Auch der gesundheitspolitische Sprecher der Grünen, Janosch Dahmen, sagte der Zeitung: „Wer jetzt Veranstaltungen organisiert, trägt Verantwortung dafür, dass aus sportlichen Höchstleistungen Einzelner kein medizinischer Notfall Vieler wird." Es brauche bei solcher Hitze Schutzkonzepte und die Bereitschaft, Veranstaltungen anzupassen, wenn die Sicherheit der Teilnehmer es erfordere. 
Johanna Kroke

Polizei ermittelt nach Brandalarm auf Fusion-Festival

Am Abend wurden kurzzeitig Zehntausende wegen Flammen nahe dem Festivalgelände der Fusion evakuiert. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.  

Eine fahrlässige Herbeiführung des Feuers außerhalb des Geländes könne nicht ausgeschlossen werden, teilte die Polizei mit. Nach derzeitigen Erkenntnissen brannte es auf einer Gesamtfläche von rund 3000 Quadratmetern. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 7.500 Euro an Wald und Flur beziffert. Personenschäden waren nicht bekannt.

Das Feuer konnte vollständig gelöscht werden und griff nicht auf das Festivalgelände über, daher ging die Veranstaltung nach etwa drei Stunden weiter, wie die Polizei mitteilte. Zuvor waren die Besucher und Besucherinnen nach Angaben des Veranstalters erfolgreich evakuiert worden. 
Johanna Kroke

Fahrbahnschäden auf der A2 – Autobahn auf zwei Abschnitten gesperrt

Auf der wichtigen Ost-West-Verbindung A2 gibt es nun gleich zwei Sperrungen – und Schnell-Baustellen. Wegen Hitzeschäden ist die Autobahn auf zwei Abschnitten gesperrt worden: in Brandenburg zwischen Ziesar und Wollin in Fahrtrichtung Berlin sowie in Sachsen-Anhalt bei Burg in Richtung Hannover. Nach Angaben der Autobahn GmbH dauern beide Sperrungen voraussichtlich bis zum Sonntagnachmittag. In beiden Fällen soll die beschädigte Betondecke bis dann durch Asphalt ersetzt werden.

Ältere Betonfahrbahnen, die bereits Vorschäden aufwiesen oder an denen es schon häufiger Reparaturen gegeben habe, seien besonders anfällig für Hitzeschäden, erklärte eine Sprecherin der Autobahn GmbH. Es könnten sich bei großer Hitze sogenannte Blow-ups bilden. Dabei wölbt sich die Fahrbahn und kann aufbrechen. Neugebaute Fahrbahnen hätten dieses Problem nicht. 
Asphaltfahrbahnen können sich dagegen verformen und Spurrinnen bilden. Nach Angaben der Autobahn GmbH ist dieses Risiko auf deutschen Autobahnen jedoch vergleichsweise gering, weil dort besonders widerstandsfähiger Asphalt verwendet wird. 

Autofahrer sollten auf ungewöhnliche Fahrbahnschäden achten und diese der Polizei melden. So könnten die Informationen schnell an die Autobahnmeistereien weitergegeben werden, damit Gefahrenstellen zügig abgesichert oder repariert würden. 
Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Johanna Kroke

Alkoholisierter Schwimmer nach Badeunfall wiederbelebt

Ein alkoholisierter Mann ist nach einem Badeunfall in einem See in Worms von Ersthelfern wiederbelebt worden. Nach Angaben der Polizei hatte der 35-Jährige Alkohol getrunken und war anschließend im Wasser in Not geraten. Der Rettungsdienst brachte den Mann ins Krankenhaus. Sein Zustand ist nach Polizeiangaben stabil. Ob er bleibende Schäden davontragen wird, war zunächst unklar. 
Johanna Kroke

Man gewöhnt sich an alles – aber auch an die Hitze? 

Dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge gibt es einen gewissen Anpassungseffekt – aber der hat Grenzen. „Innerhalb einer Hitzewelle wird es für den Menschen von Tag zu Tag, je länger die Hitzewelle andauert, eher belastender", erklärt die DWD-Medizin-Meteorologin Kathrin Graw im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. „Vor allem, wenn auch die Erholung in der Nacht fehlt, wenn die Nächte ebenfalls warm bleiben und sich dadurch die Schlafqualität verschlechtert, dann kann die Hitze am nächsten Tag schlechter verkraftet werden."

Dennoch sei der Mensch in der Lage, sich im Laufe eines Sommers etwas an Hitze anzupassen, erklärt die Medizin-Meteorologin. Durch die Klimakrise werden Hitzewellen in Deutschland häufiger und intensiver. Lernt unser Körper auch langfristig, besser damit zu leben? Laut Graw gibt es hierfür gewisse Hinweise, die aber ebenfalls sehr begrenzt sind. "Im Süden leben die Menschen schon länger mit Hitze", so die Expertin. Die hitzebedingte Sterblichkeit liege im Süden etwas unter jener im Norden und in der Mitte Deutschlands.

Die Gefahr tödlicher Hitzefolgen steigt mit der Dauer einer Hitzewelle, wie der DWD in einer Studie ermittelt hat. "Je länger die Hitze anhält, desto mehr Menschen sterben", betont Graw. Bei Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen stürben etwa bis zu 18 Prozent mehr Menschen am elften sowie zwölften Tag einer Hitzewelle verglichen mit Zeiträumen ohne Hitze. An den ersten Tagen einer Hitzewelle liegt die hitzebedingte Übersterblichkeit dieser Gruppe bei 8,5 Prozent.

„Die langfristige Anpassung an höhere Temperaturen wird aber auch nicht unbegrenzt möglich sein. Vor allem nicht, wenn die Änderungen, an die sich der Körper anpassen muss, sehr schnell ablaufen", warnt Graw. „Der Temperaturanstieg durch den Klimawandel hat sich in den letzten Jahren ja leider beschleunigt.“ Besonders für Ältere, Kinder, Schwangere und Menschen mit Vorerkrankungen ist Hitze eine gesundheitliche Gefahr.
 
Johanna Kroke

Waldbrandgefahr steigt – Förster mahnen zur Vorsicht 

Nicht nur Grillen, sondern auch geparkte Autos und Glasflaschen können bei Hitze und Trockenheit zur Gefahr. Die erwarteten Extrem-Temperaturen sorgen bei den Förstern in Schleswig-Holstein für erhöhte Wachsamkeit. Die Forstwirte setzen zudem auf das Gefahrenbewusstsein der Waldbesucher. „Die meisten Waldbrände – über 90 Prozent – werden durch Menschen verursacht, vorsätzlich oder fahrlässig", sagte Ionut Huma, Sprecher der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten, auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa). 
 
Förster mahnen deshalb: Im Wald oder Waldnähe dürften grundsätzlich keine offenen Feuer gemacht werden, das gelte ebenfalls für das Grillen. Auch die achtlos weggeworfene Zigarettenkippe könne katastrophale Folgen haben.
Ebenso sollten Autos nicht über trockener Vegetation geparkt werden, und sämtliche Rettungswege an Waldeingängen müssen frei bleiben. "Dass keine Glasflaschen und Scherben im Wald und der Natur zurückgelassen werden, sollte sich eigentlich von allein verstehen", betonte Huma. 
Johanna Kroke

Faltbare Fächer feiern Sommer-Comeback 

Ob in der U-Bahn oder bei Open-Air-Events: Überall wird gewedelt. Faltbare Handfächer gehören bei Hitze mittlerweile zu einem gefragten Accessoire, um sich leichte Abkühlung zu verschaffen. 
Der Fächer sei wieder im Kommen – einer der Trends im Sommer, nicht nur in Berlin, meint Larissa Gleich, Gründerin eines Unternehmens in der Hauptstadt, das Fächer aus Bambus und Polyester-Stoff verkauft. Mit den Temperaturen steige auch die Nachfrage. 
Häufiger sind inzwischen im Straßenbild und in Bahnen zudem Mini-Ventilatoren zu sehen, die unterwegs bei schweißtreibenden Temperaturen aus Handtaschen geholt werden. 
Johanna Kroke

Unterbrechung nach Bränden: Fusion-Festival läuft weiter 

Tausende Besucherinnen und Besucher strömten zur Eröffnung der großen Bühnen auf dem Fusion-Festival, einem der größten alternativen Musik- und Kulturfestivals Deutschlands und Europas. Doch die Freude hielt nur kurz an. Um kurz vor 19.00 Uhr wurde die Veranstaltung an der Mecklenburgischen Seenplatte wegen Bränden außerhalb des Geländes unterbrochen. Nach zwei Stunden gaben die Veranstalter Entwarnung. Die Feuerwehr gab das Gelände nach Angaben der Veranstalter um 20.50 Uhr wieder frei.
 

Rauchsäulen am Himmel

Kurz vor der Unterbrechung waren bereits Rauchsäulen am Himmel zu sehen. Mehrere Feuerwehrautos fuhren mit Blaulicht und Martinshorn über das Gelände. Brandgeruch lag in der Luft. Die Musik wurde abgestellt, die Besucher per Durchsagen dazu aufgefordert, sich zu einer Landebahn auf dem ehemaligen sowjetischen Militärflugplatz zu begeben.
Manche Besucher verließen das Gelände mit Autos und Fahrrädern. Ein Großteil der Gäste lief zu der Landebahn. Die Stimmung war ruhig. Vorübergehend staute es sich auf den Zufahrtsstraßen zum Festivalgelände. „Die Evakuierung funktionierte reibungslos", teilten die Veranstalter mit. 

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