Goldener Oktober wird ungemütlich Erst 24 Grad, dann unter 10! Am Wochenende droht Wetterchaos

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Am Wochenende wird es ungemütlich.
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von Paul Heger und Johanna Grewer

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Der Herbst zeigt uns am Wochenende (17./18. Oktober) seine unschöne Seite. Während am Freitag in Teilen Deutschlands noch bis zu 24 Grad möglich sind, könnten die Temperaturen am Sonntag regional sogar unter die 10-Grad-Marke fallen. Dazu ziehen Regenwolken auf und der Wind frischt auf. Ein sogenannter Kaltlufttropfen bringt die Wettervorhersagen ordentlich durcheinander. RTL-Meteorologe Paul Heger erklärt, wo es besonders ungemütlich wird.

Herbstwetter am Wochenende bringt kräftigen Temperatursturz

Bislang hat uns der Herbst 2026 überwiegend verwöhnt. Viel Sonnenschein, wenig Regen und ungewöhnlich milde Temperaturen haben für reichlich goldenes Oktoberwetter gesorgt. Am Freitag (16. Oktober) legt der Herbst sogar noch einmal nach. Verbreitet sind rund 20 Grad möglich, im Südwesten klettert das Thermometer auf bis zu 24 Grad. Örtlich könnte sogar noch einmal die sommerliche 25-Grad-Marke geknackt werden.

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Doch nicht überall kommt die Wärme an. Besonders in den Tälern der Mittelgebirge und entlang der Donau kann sich hartnäckiger Nebel halten. Dort bleibt es deutlich frischer.

Am Samstag folgt dann vor allem im Südwesten der Wetterumschwung. Statt milder 24 Grad erwarten uns dort häufig nur noch zehn bis 15 Grad. Am Sonntag sind stellenweise sogar weniger als 10 Grad drin. Dazu gibt es viele Wolken und Regen.

Kaltlufttropfen stellt Wetterexperten vor Rätsel

Schuld an dem Wetterchaos ist ein ungewöhnliches Tiefdruckgebiet. Ein sogenannter Kaltlufttropfen hat in höheren Luftschichten kalte Luft gespeichert und ist von wärmerer Luft umgeben. Gleichzeitig hat er sich vom Jetstream gelöst, der Tiefdruckgebiete normalerweise relativ zuverlässig über Europa hinwegsteuert.

Ohne diesen Antrieb bewegt sich das Tief ziemlich unberechenbar. Schon kleine Veränderungen können dafür sorgen, dass es plötzlich eine andere Richtung einschlägt. „Diese Wetterlage bedeutet oft Chaos“, erklärt Paul Heger. Er vergleicht die Bewegung solcher Tiefs mit einem Fettauge auf einer Brühe, das mal in die eine und mal in die andere Richtung treibt.

Die kalte Höhenluft begünstigt die Entstehung von Wolken, Schauern und sogar Gewittern. Wo genau diese auftreten und wie heftig sie ausfallen, hängt stark davon ab, welchen Weg das Tief nimmt. Eine präzise Vorhersage ist deshalb besonders schwierig.

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Hier wird das Wochenende nass und ungemütlich

Für einige Regionen zeichnet sich trotzdem schon eine klare Tendenz ab. Besonders der Südwesten Deutschlands muss sich auf ein graues, regnerisches und kühles Wochenende einstellen.

Am Samstag könnte sich die Schlechtwetterzone bis nach Sachsen, Berlin und Brandenburg ausbreiten. Möglicherweise erreicht sie sogar Vorpommern. Südöstlich davon stehen die Chancen auf trockenes, sonniges und milderes Wetter deutlich besser. Auch im Nordwesten sieht es freundlicher aus, wenngleich einzelne Schauer und kräftiger Wind möglich sind. Die besten Aussichten gibt es laut Heger in Schleswig-Holstein und Hamburg.

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Am Sonntag wird die Prognose noch schwieriger. Dann kreist das Tief voraussichtlich direkt über Deutschland. Während der Südwesten weiterhin unter dichten Regenwolken steckt, könnte es auch bis ins Rheinland zunehmend trüb werden. In den übrigen Landesteilen bleibt es wahrscheinlich überwiegend trocken, einzelne Schauer sind aber möglich. Die größten Sonnenchancen bestehen im Osten Bayerns und im äußersten Norden. Dort weht allerdings weiterhin ein frischer Wind.

Nach dem Wochenende drohen die ersten frostigen Nächte

Zum Start in die neue Woche beruhigt sich das Wetter zunächst wieder. Der Kaltlufttropfen schwächt sich ab und zieht weiter. Am Montag (19. Oktober) soll es überwiegend trocken bleiben. Sobald sich der Nebel aufgelöst hat, zeigt sich vielerorts wieder die Sonne. Auch die Temperaturen steigen etwas.

Allerdings macht sich der fortgeschrittene Herbst jetzt auf andere Weise bemerkbar. Der Wind dreht von Südwest auf Ost und bringt deutlich frischere Luft nach Deutschland. Vor allem im Osten und in höheren Lagen kann es nachts bei klarem Himmel bereits frostig werden. Tagsüber sorgt der frische Ostwind dafür, dass sich die Luft trotz Sonnenschein deutlich kälter anfühlt. Wo sich Hochnebel hält, könnte sogar schon Novemberstimmung aufkommen.

Und damit ist das Wetterkarussell noch längst nicht am Ende. RTL-Meteorologe Paul Heger rechnet in der kommenden Woche mit weiteren Überraschungen, möglicherweise sogar mit einem neuen Kaltlufttropfen. Zwischendurch soll sich aber auch immer wieder die Sonne zeigen. Der goldene Oktober verabschiedet sich also noch nicht ganz, bekommt jetzt allerdings deutlich mehr Konkurrenz von der ungemütlichen Herbstseite.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherchen