Eure Meinung ist gefragt! Wer früher arbeitet, kann früher in Rente – wie findet ihr das?

Entscheidend ist die Arbeitsdauer.
Bei der Rente gibt es eine neue Debatte. Ein Experte hat vorgeschlagen, den Renteneintritt nicht mehr an das Alter zu koppeln – sondern an die Zahl der Beitragsjahre. Arbeitsministerin Bas findet diese Idee „grundsätzlich ganz gut“. Und ihr?
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Arbeitsministerin Bas findet „Idee grundsätzlich ganz gut“
Anders sieht das der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher. „Der Vorschlag wird die Altersarmut nicht reduzieren, sondern Ungleichheiten verstärken“, sagte der Ökonom der „Rheinischen Post“. Zudem werde der Vorschlag zu einem intensiven Streit über die Frage führen, „ob und wann Unterschiede im Renteneintrittsalter berechtigt sind oder nicht“, sagte Fratzscher. Aus seiner Sicht würden auf diese Weise „Menschen und vor allem Frauen, die viele Jahre ehrenamtlich tätig waren oder sich um die Familie gekümmert haben, schlechter gestellt“.
Der Wirtschaftsprofessor Jens Südekum hatte sich zuvor dafür ausgesprochen, den Renteneintritt nicht mehr an das Alter, sondern an die Zahl von Beitragsjahren zu koppeln. Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) sagte dazu in der ARD: „Ich finde die Idee grundsätzlich ganz gut.“
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SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf assistierte: „Ich finde erst mal, dass es eine Idee ist, die deutlich besser geeignet ist, darüber zu diskutieren als eine schnöde Anhebung des Renteneintrittsalters“, sagte Klüssendorf im „Frühstart“ von RTL/ntv.
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„Lebensarbeitszeit ist Stellschraube, an die wir ran müssen”
Eine noch im Dezember einzusetzende Rentenkommission soll bis zum Sommer Vorschläge zur langfristigen Sicherung der Alterseinkommen machen. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe: „Die Rentenkommission muss jetzt ohne Denkverbote und Vorfestlegungen arbeiten, ansonsten macht es keinen Sinn sie einzurichten.“ Er ergänzte: „Die Überlegung, das Renteneintrittsalter an die Zahl der Beitragsjahre zu koppeln, gehört da sicherlich dazu.“
Südekum hatte der „Bild“ gesagt: „Die Lebensarbeitszeit ist eine Stellschraube, an die wir ran müssen, um die gesetzliche Rente zu sichern.” Rente für alle mit 70 sei falsch. „Besser ist es, den Renteneintritt nicht an eine starre Alterszahl zu koppeln, sondern an eine Mindestanzahl von Beitragsjahren.“

Bas sagte, in der Rentenkommission würden wohl beide Modelle diskutiert – Renteneintrittsalter nach Lebenserwartung oder danach, wer eine bestimmte Strecke eingezahlt habe.. (dpa)


