Umweltministerium bestätigt Wal von Wismar ist frei!

Eine Drohnenaufnahme herausgegeben von Greenpeace zeigt den Buckelwal in der Wismarbucht. Dem in der Wismarbuch liegenden Buckelwal geht es nicht gut. Einer Meeresschutz-Expertin der Organisation Greenpeace zufolge wirkt der Wal weiterhin allgemein geschwächt. +++ dpa-Bildfunk +++
Drama um den Ostsee-Wal nimmt neue Wendung.
picture alliance/dpa/Greenpeace Germany / Daniel Müller

Was für eine Überraschung!
Das Umweltministerium bestätigt im Gespräch mit RTL: Der Wal von Wismar schwimmt wieder! Leider hält die Freude nur kurz an, denn jetzt ist er auf dem Weg Richtung Hafen. Das kann für den Buckelwal sehr gefährlich werden.

Buckelwal kämpft sich vor Wismar frei

Eigentlich war die Hoffnung schon aufgegeben. Ein Tag voller Anstrengungen, den Wal zu befreien, geht erfolglos zu Ende und das Greenpeace-Team war gerade auf dem Rückweg zum Wismarer Hafen. Und dann plötzlich: Der Wal rührt sich doch noch!

In diesem entscheidenden Moment wendet sich Umweltminister Till Backhaus sofort den Kameras zu: „Er ist jetzt tatsächlich losgeschwommen. Er schwimmt”, sagt der Minister in einem Pressestatement. Die Ostsee-Zeitung berichtet zuerst darüber. Till Backhaus sagt über das Tier: „Er ist nicht gesund, aber er kämpft.“

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Der Wal soll nun von der Wasserschutzpolizei vom Hafen ferngehalten werden. Zum einen ist das Wasser dort oft noch flacher, sodass ein geschwächter Buckelwal schnell erneut festliegen oder stranden kann. Genau das ist aktuell die große Sorge der Einsatzkräfte. Zum anderen herrscht im Hafen Schiffsverkehr – Boote, Fähren und Arbeitsschiffe. Für ein erschöpftes Tier besteht dabei die Gefahr von Kollisionen, zusätzlichem Stress und Orientierungslosigkeit.

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Die Experten hoffen, dass der Buckelwal den Weg Richtung Ostsee-Ausgang und später in die Nordsee findet. Nur dann hat er realistische Überlebenschancen. Wie die Nacht ausgeht, ist also noch unklar. Trotzdem freut man sich in Wismar aktuell über die hoffnungsvollen Nachrichten. (jjä)

Verwendete Quellen: Ostsee-Zeitung