Waffenruhe im Iran-KriegChina mischte bei Verhandlungen über Feuerpause mit

China kauft dem Iran viel Öl ab und unterstützt das von Sanktionen betroffene Land seit Jahren. Laut Medienberichten hat Peking Teheran ermutigt, offen für eine Feuerpause zu sein. Direkt bestätigen will das die Außenamtssprecherin aber nicht.
China hat die Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA begrüßt. Die Volksrepublik habe die Vermittlungsbemühungen durch Pakistan und andere Länder unterstützt, sagte Außenamtssprecherin Mao Ning in Peking. China habe sich stets für eine Feuerpause sowie eine Lösung der Streitigkeiten durch diplomatische Kanäle eingesetzt und hoffe, dass alle Seiten zusammenarbeiten, um eine baldige Wiederaufnahme des normalen Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus zu ermöglichen.
Zuvor hatten mehrere Medien berichtet, China habe den Iran ermutigt, offen für einen Weg zu einer Feuerpause im Konflikt mit den USA und Israel zu sein. Mao bestätigte dies nicht direkt und verwies darauf, dass China weiter eine konstruktive Rolle für Frieden im Nahen Osten spielen wolle.
Trump hatte der Nachrichtenagentur AFP gesagt, er glaube, die chinesische Regierung habe den Iran zu einer Einigung gedrängt. „Soweit ich höre, ja“, sagte der US-Präsident auf die Frage, ob Peking daran beteiligt gewesen sei, seinen engen Verbündeten Teheran zu Verhandlungen über eine Waffenruhe zu bewegen. William Yang, Analyst der International Crisis Group, schrieb auf X, dass die Entwicklung dazu beitragen könnte, Chinas globalen Einfluss zu stärken.
Irans Botschafter in China äußerte derweil Hoffnung, dass China und andere Länder den Frieden in der Region absichern könnten, wie die „South China Morning Post“ berichtete. Bei einer Pressekonferenz in Peking drohte Abdolreza Rahmani Fazli demnach, dass der Iran hart zurückschlagen wird, wenn die USA die Vereinbarungen missachten. Mao sagte dazu, dass China Kontakt mit allen Seiten halten werde.
Peking ist ein wichtiger Verbündeter Teherans, auch weil China dem Iran viel Öl abkauft und das von Sanktionen betroffene Land seit Jahren unterstützt. Chinas Außenminister Wang Yi hatte wegen des militärischen Konflikts in den vergangenen Wochen 26 Telefonate mit Amtskollegen in der Region, aber auch Deutschlands und Russlands geführt. China und Pakistan hatten zudem Forderungen für einen Frieden in dem Krieg vorgebracht.
Verwendete Quellen: are/dpa/AFP


