Seit über einem Jahr vermisstDurchbruch im Fall Tobias (31)? Jacke und menschlicher Knochen in Italien gefunden

Nach über einem Jahr gibt es endlich eine Spur.
Im Fall des seit April 2025 vermissten Niederländers Tobias (31) haben Helfer in Norditalien eine mutmaßliche Jacke des jungen Mannes und wenig später einen menschlichen Knochen gefunden. Ob die Überreste tatsächlich von Tobias stammen, müssen nun die italienischen Behörden klären.
Fischer erkennt Jacke von Vermisstenplakaten
Der entscheidende Hinweis kam von einem einheimischen Fischer. Er entdeckte am Montag eine Jacke am Ufer eines Flusses nahe des Bergdorfs Baggio – unweit der Stelle, an der Tobias im April vergangenen Jahres verschwand. Der Mann erkannte das Kleidungsstück von Vermisstenplakaten und informierte umgehend die Familie.
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Die Fundstelle ist äußerst schwer zugänglich und nur über felsiges Gelände erreichbar. Eigentlich wollte die Hilfsorganisation Rescue International erst Mitte Juli erneut nach Tobias suchen. Nach dem Fund der Jacke wurde der Einsatz jedoch kurzfristig vorgezogen.
Die Spezialisten sicherten zunächst das Kleidungsstück und durchsuchten das Gebiet anschließend mit Drohnen. Flussaufwärts stießen sie schließlich auf einen Knochen. Nach Angaben der Familie handelt es sich offenbar um einen menschlichen Knochen. Die italienischen Behörden haben ihn sichergestellt und untersuchen nun, ob er tatsächlich Tobias zugeordnet werden kann.

Familie widerspricht Berichten über Leichenfund
Mit einer öffentlichen Erklärung reagierte die Familie auf Berichte italienischer Medien, wonach bereits eine Leiche gefunden worden sei. Diese Informationen seien falsch. „Wir möchten Klarheit schaffen und weitere Unruhe vermeiden“, erklärt die Familie. Der Fund müsse erst verarbeitet werden. Gleichzeitig bedankt sie sich für die anhaltende Unterstützung und die zahlreichen Spenden, mit denen die erneute Suche finanziert werden konnte.
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Tobias verschwand während eines Familienurlaubs
Tobias, der als Lehrer arbeitete und als begeisterter Naturliebhaber galt, verbrachte Ende April vergangenen Jahres mit seiner Freundin und dem gemeinsamen kleinen Sohn Urlaub in einer Berghütte in Livo nahe dem Comer See. Als er von einer kurzen Wanderung nicht zurückkehrte, alarmierte seine Partnerin die Rettungskräfte.
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Das letzte bekannte Lebenszeichen stammt von einer Einheimischen. Ihr soll Tobias erzählt haben, dass er in Richtung Mota und Val Darengo wandern wolle – genau in der Region, in der nun die neuen Funde gemacht wurden.
Nach Tobias’ Verschwinden suchten damals mehr als 100 Einsatzkräfte tagelang die umliegenden Wälder und tiefen Schluchten ab. Wegen des gefährlichen Geländes musste die groß angelegte Suchaktion jedoch nach sechs Tagen beendet werden.
Der aktuelle Fund könnte nun erstmals neue Hinweise darauf liefern, was mit dem 31-Jährigen geschehen ist. Ob der gefundene Knochen tatsächlich von Tobias stammt, sollen nun forensische Untersuchungen klären.
Verwendete Quelle: AD


