Das gab es seit 150 Jahren nicht mehrUS-Regierung will neuen 250-Dollar-Schein herausgeben – mit Donald Trumps Gesicht

President Donald Trump listens during a Cabinet meeting at the White House, Wednesday, May 27, 2026, in Washington. (AP Photo/Jacquelyn Martin)
Bringt auch einen Donald Trump sicherlich zum Lächeln: das eigene Gesicht auf einem Geldschein.
AP Photo/Jacquelyn Martin

Seit über 150 Jahren wird keine lebende Person mehr auf US-Geldnoten abgebildet. Das könnte sich zeitnah ändern. Die Trump-Regierung will offenbar einen neuen 250-Dollar-Schein herausgeben - mit dem Konterfei des US-Präsidenten als Motiv.

Die US-Regierung dringt offenbar darauf, dass eine neue 250-Dollar-Banknote mit dem Bildnis von Präsident Donald Trump herausgegeben wird. Es wäre der erste Geldschein in den Vereinigten Staaten mit dem Konterfei einer lebenden Person seit mehr als 150 Jahren, berichtet die „Washington Post“ unter Berufung auf aktuelle und ehemalige Beschäftigte der Abteilung Münz- und Druckwesen des Finanzministeriums. Diese hätten berichtet, dass ranghohe Vertreter des Ministeriums wiederholt die neue Banknote gefordert hätten. Seit 1866 ist die Abbildung von noch lebenden Personen auf Banknoten nicht mehr erlaubt.

Der britische Maler Iain Alexander sagte der Zeitung, Trump selbst habe seine Vorschläge für das Bildnis auf der Banknote abgesegnet. Es soll die Farben der US-Flagge sowie ein Logo zum 250-jährigen Jubiläum der US-Staatsgründung enthalten, das am 4. Juli begangen wird.

Im vergangenen Jahr war ein Gesetzentwurf zur 250-Dollar-Banknote dem Kongress vorgelegt worden - er blieb aber ohne Folgen. Bislang ist der größte Geldschein im Umlauf der 100-Dollar-Schein.

Ein Sprecher des Finanzministeriums sagte, die Druckerei würde „die notwendigen Vorbereitungen und Überprüfungen“ vornehmen. Die Leiterin der Abteilung Münz- und Druckwesen, Patricia Solimene, wurde Ende April entlassen. Sie hatte dem Bericht zufolge rechtliche Bedenken vorgebracht.

Im März erst genehmigte Solimene die Unterschrift von Donald Trump auf den künftigen 100-Dollar-Scheinen - auch das war eine Premiere. Seit 1861 ist auf den Dollar-Scheinen die Unterschrift des US-Finanzministers und des US-Schatzmeisters zu sehen, nicht die des Präsidenten. Die geplante 250-Dollar-Banknote reiht sich ein in eine Fülle von Vorhaben, Trump auf Gebäuden oder staatlichen Symbolen abzubilden. Kritiker werfen dem bald 80-jährigen Rechtspopulisten vor, einen beispiellosen Personenkult zu betreiben.

Verwendete Quellen: lme/AFP