Spannung vor dem Gipfel-TreffenPutin wäre „hilfreich“ – US-Regierung plant Einladung beim G20-Gipfel

U.S. President Donald Trump met with Russian President Vladimir Putin during a high-stakes summit on Friday August 15, 2025 at the Joint Base Elmendorf-Richardson in Anchorage, Alaska. The two world leaders earlier shook hands as they disembarked from their planes and then stepped on a red carpet together and posed for a photo. As Trump and Putin met on the tarmac in Alaska, a flyover of American military planes passed overhead, including fighter jets and what appeared to be a B-2 stealth bomber. Putin then joined Trump in his presidential limo as they departed the tarmac and headed to their bilateral meeting. (Kremlin handout via EYEPRESS) Photo via Newscom picture alliance
In Alaska rollte Trump Putin den roten Teppich aus. Auf dem G-20-Gipfel könnte sich dies wiederholen, zumindest aus US-Sicht.
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International ist der russische Präsident weitgehend isoliert. Die neue US-Regierung versucht das zu ändern - zunächst in Alaska bei einem Treffen Trumps mit Putin. Ein nächster Schritt soll der G-20-Gipfel in Miami sein. Dorthin soll der russische Präsident eingeladen werden.

Die US-Regierung wird einem US-Regierungsvertreter zufolge den russischen Präsidenten Wladimir Putin zum diesjährigen G20-Gipfel in Miami im US-Bundesstaat Florida einladen. „Alle G20-Mitglieder werden eingeladen, an den Ministertreffen und dem Gipfel der Staats- und Regierungschefs teilzunehmen“, erklärte ein ranghoher Vertreter der US-Regierung am Donnerstag. US-Präsident Donald Trump äußerte später jedoch Zweifel an einer Teilnahme des Kreml-Chefs.

Von einem Journalisten darauf angesprochen, schien Trump über eine mögliche Einladung an Putin im Unklaren. „Ich weiß nicht, ob er kommt“, sagte Trump und fügte hinzu: „Um ehrlich zu sein, bezweifle ich, dass er kommen würde.“ Zugleich brachte er seine Unterstützung für die Einbeziehung Putins zum Ausdruck: „Wenn er käme, wäre das wahrscheinlich sehr hilfreich“, sagte der US-Präsident.

Trump erneuerte außerdem seine Kritik an dem früheren US-Präsidenten Barack Obama dafür, Russland aus der damaligen G8 als Reaktion auf Russlands Invasion der Ostukraine im Jahr 2014 ausgeschlossen zu haben. „Präsident Putin, er war davon sehr beleidigt, zu Recht“, sagte der US-Präsident.

Trump hatte Putin im August des vergangenen Jahres im US-Bundesstaat Alaska empfangen. Seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus im vergangenen Jahr hat der US-Präsident sich dem Kreml-Chef angenähert. Wiederholt hat er dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die Schuld für einen ausbleibenden Frieden in der Ukraine gegeben, weil dieser sich weigert, ukrainische Gebiete an Russland abzutreten.

Russische Staatsmedien berichteten derweil von einer Einladung an Russland zu dem G20-Gipfel am 14. und 15. Dezember in Miami. Moskau sei auf „höchster Ebene“ zu dem Treffen eingeladen worden, zitierte die russische staatliche Nachrichtenagentur Ria Novosti den russischen Vize-Außenminister Alexander Pankin. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte, Putin habe noch nicht entschieden, ob er teilnehmen werde. „Solche Entscheidungen sind noch nicht getroffen worden“, sagte er vor Journalisten in Moskau. Putin hat seit 2019 nicht mehr an einem G20-Gipfel teilgenommen, zunächst wegen der Corona-Pandemie und später aufgrund des Ukraine-Krieges.

Verwendete Quellen: als/AFP