US-Medien enthüllen Horror-PlanFlydubai-Copilot wollte Flugzeug offenbar auf Tel Aviv stürzen

Ein Flugzeug der Fluggesellschaft Flydubai steht auf dem Vorfeld des internationalen Flughafens Ben Gurion. Nach dem gewaltsamen Vorfall auf einem Flug von Dubai nach Tel Aviv geht Israels Verteidigungsminister Katz von einem versuchten Terroranschlag aus. +++ dpa-Bildfunk +++
Der internationale Flughafen Ben Gurion entging vor wenigen Tagen mutmaßlich einer Katastrophe.
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Nach der Axt-Attacke im Cockpit während eines Flugs nach Tel Aviv verdichten sich die Hinweise auf einen geplanten Terroranschlag. Der Copilot habe den Ben-Gurion-Flughafen anvisiert, berichten US-Medien. Trump macht Teheran für den Vorfall verantwortlich.

Der Copilot des Flydubai-Flugs von Dubai nach Tel Aviv wollte das Flugzeug laut US-Medien auf den israelischen Großflughafen Ben Gurion bei Tel Aviv abstürzen lassen. Das berichtet unter anderem der US-Sender ABC News unter Berufung auf zwei hochrangige US-Beamte und „eine mit den Ermittlungen vertraute israelische Quelle“. Dem Radiosender NPR liegen ähnliche Informationen aus einer noch laufenden Untersuchung zu dem Vorfall vor. Es werde davon ausgegangen, dass der Copilot wahrscheinlich allein gehandelt habe, zitiert NPR eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle. Der Generalstaatsanwalt der VAE bezeichnete den Vorfall zuvor als „Terroranschlag“.

US-Vizepräsident JD Vance sagte auf die Frage einer Reporterin nach einer möglichen Beteiligung des Irans, dass dies untersucht werde. Bislang habe er dazu aber nichts Eindeutiges gesehen. US-Präsident Donald Trump bejahte die Frage, ob er denke, dass der Iran für den Vorfall verantwortlich sei. Er persönlich glaube das, sagte Trump vor Reportern.

Auch der US-Sender CNN berichtet, dass es der mutmaßliche Angreifer wahrscheinlich auf den Flughafen Ben Gurion abgesehen habe. Er stützt sich dabei auf einen israelischen Beamten und eine mit der Angelegenheit vertraute israelische Quelle. Demnach halten die Vereinigten Arabischen Emirate - welche Ermittlungen eingeleitet haben - Israel über den Stand der Untersuchungen auf dem Laufenden. Die Ermittlungen befänden sich noch in einem frühen Stadium. Es gebe noch offene Fragen hinsichtlich der Absichten des mutmaßlichen Angreifers, hieß es.

Der Flug war am vergangenen Mittwoch von Dubai nach Tel Aviv unterwegs, als es zu einem mutmaßlichen Angriff des Copiloten auf den Piloten kam. Nach ersten Erkenntnissen griff er ihn mit einer Rettungsaxt an. Trotz schwerer Verletzungen konnte der Pilot die Cockpit-Tür öffnen, woraufhin Passagiere eindrangen und den Angreifer überwältigten. Eine zweite Besatzung landete die während der Attacke stark abgesackte Maschine im saudi-arabischen Tabuk. Der Copilot wurde in die Emirate gebracht und stammt israelischen Angaben zufolge aus dem Oman.

Airline aus Oman erteilte zuvor Flugverbot

Israel und die Behörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten gehen von einem versuchten Terroranschlag aus. Der Copilot habe versucht, die Kontrolle über das Flugzeug zu übernehmen, berichtete jüngst die emiratische Nachrichtenagentur Wam unter Berufung auf die Generalstaatsanwaltschaft.

US-Medien hatten vor ein paar Tagen berichtet, dass der Copilot wegen Sicherheitsbedenken aus seinem früheren Job bei einer Fluggesellschaft im Oman entlassen worden sei. Das „Wall Street Journal“ schrieb unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, dass der Mann vom Oman zu einem früheren Zeitpunkt mit einem Flugverbot belegt worden sei. Grund dafür sei die Befürchtung gewesen, dass er radikale ideologische Ansichten habe. Laut Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu war er islamistisch indoktriniert.

Verwendete Quellen: bho/dpa