Trump teilt harte Worte auf Social MediaUS-Marine greift Iran-Frachter an – und übernimmt Kontrolle

April 19, 2026, Arabian Sea, International Waters: The U.S. Navy Nimitz-class aircraft carrier USS Abraham Lincoln takes part in the operation to blockade ships passing through the Strait of Hormuz under orders from U.S President Donald Trump, April 16, 2026, from an undisclosed location. Arabian Sea International Waters - ZUMAp138 20260419_zaa_p138_003 Copyright: xUsxNavy/U.S.xNavyx
Ein Flugzeugträger der Vereinigten Staaten im Nahen Osten.
IMAGO/ZUMA Press Wire / IMAGO/Us Navy/U.S. Navy

Sehr zum Ärger Teherans halten die USA ihre Seeblockade aufrecht. Nun soll es einen Durchbruchversuch eines sanktionierten Schiffes gegeben haben. Das Militär der Vereinigten Staaten reagiert mit Beschuss. Der iranische Generalstab will Vergeltung üben.

Die US-Marine hat im Arabischen Meer einen iranischen Frachter angegriffen und unter ihre Kontrolle gebracht. „Ein unter iranischer Flagge fahrendes Frachtschiff namens TOUSKA, das fast 900 Fuß lang ist (etwa 274 Meter) und fast so viel wiegt wie ein Flugzeugträger, versuchte heute, unsere Seeblockade zu durchbrechen - was für die Besatzung nicht gut ausging“, teilte Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social mit.

Wie das US-Regionalkommando Centcom mitteilte, war das Schiff auf dem Weg in die iranische Küstenstadt Bandar Abbas in der Straße von Hormus. Über sechs Stunden hinweg habe das US-Militär Warnungen ausgesprochen, denen die Besatzung jedoch nicht nachgekommen sei. Das Kriegsschiff „USS Spruance“ forderte die Besatzung daraufhin auf, den Maschinenraum zu räumen, und setzte dann mit mehreren Schüssen den Schiffsantrieb außer Gefecht, wie Centcom weiter mitteilte. Das Schiff stehe nun unter US-Kontrolle.

In einem von den USA geteilten Video sind Warnsignale und auch Schüsse zu hören. Die Vereinigten Staaten hatten zuvor eine Seeblockade für Schiffe verhängt, die aus iranischen Häfen auslaufen oder diese ansteuern. Nach Angaben von Centcom wurden im Zuge der Aktion bereits 25 Schiffe angewiesen, umzudrehen oder in ihre iranischen Häfen zurückzukehren.

Trump zufolge steht die „Touska“ wegen illegaler Aktivitäten auf der Sanktionsliste der USA. Aktuell werde geprüft, was sich an Bord befinde.

Der Iran reagierte bereits auf die US-Aktion: „Die Streitkräfte der Islamischen Republik Iran werden bald zurückschlagen und Vergeltungsmaßnahmen gegen diesen Akt bewaffneter Piraterie und gegen die amerikanische Armee ergreifen“, erklärte der Sprecher des iranischen Generalstabs bei Telegram. Er warf den USA vor, den bis Mittwoch laufenden Waffenstillstand verletzt zu haben.

Verwendete Quellen: rog/dpa