Iran-Konflikt wieder verschärftÖlpreis steigt kräftig - Börsen droht neue Talfahrt

Ship traffic resumes at Strait of Hormuz following US-Iran ceasefire OMAN - APRIL 8: A ship waits to pass through the Strait of Hormuz following the two-week temporary ceasefire between the US and Iran, which is conditional on the opening of the strait, in Oman on April 8, 2026. Shipping traffic remained at low levels, reported. Shadi J. H. Alassar / Anadolu Oman Oman. Editorial use only. Please get in touch for any other usage. PUBLICATIONxNOTxINxTURxUSAxCANxUKxJPNxITAxFRAxAUSxESPxBELxKORxRSAxHKGxNZL Copyright: x2026xAnadoluxShadixJ.xH.xAlassarx
Die Straße von Hormus ist weiterhin blockiert.
IMAGO/Anadolu Agency / IMAGO/Shadi J. H. Alassar

Vor dem Wochenende verzeichnen die Aktienmärkte aufgrund der Entspannung im Nahen Osten deutliche Gewinne, der Ölpreis fällt. Doch schon kurz darauf verschärft sich der Konflikt wieder. Das dürfte sich bei den Indizes bemerkbar machen.

Die erneute Eskalation im Konflikt zwischen den USA und dem Iran hat die Finanzmärkte verunsichert. Der Ölpreis schnellte in die Höhe, während Aktienfutures nachgaben und der US-Dollar als sicherer Hafen gefragt war. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuerte sich im frühen asiatischen Handel um rund sieben Prozent auf 96,85 Dollar. Die Futures auf den S&P 500 fielen um etwa 0,9 Prozent. Hintergrund sind Berichte über die erneute Schließung der Straße von Hormus und die Ankündigung des Iran, neue Friedensgespräche mit den USA abzulehnen.

Am Sonntag hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, das US-Militär habe ein iranisches Frachtschiff beschlagnahmt, das versucht habe, die US-Blockade zu durchbrechen. Der Iran wies daraufhin neue Friedensgespräche zurück, obwohl Trump mit neuen Angriffen gedroht hatte, sollte die Regierung in Teheran seine Bedingungen nicht akzeptieren.

Damit kehrte sich die optimistische Stimmung vom Freitag um. Am Freitag hatte die Ankündigung des Iran, die seit sieben Wochen geschlossene Straße von Hormus wieder zu öffnen, die Ölpreise einbrechen und die Aktienmärkte zulegen lassen. An der Wall Street erreichten die Indizes Rekordhochs. „Die Entwicklungen vom Wochenende könnten diesen Optimismus dämpfen“, schrieben Analysten von Westpac in einem Kommentar.

Trotz der schlechten Nachrichten sei der Markt noch nicht in Panik, sagte Michael Brown, Stratege bei Pepperstone. Er gehe davon aus, dass ein Großteil der Gewinne vom Freitag wieder abgegeben werde. Der Markt habe sich da etwas zu weit vorgewagt. Sollte jedoch feststehen, dass der Iran nicht an den Gesprächen teilnimmt, würden die Anleger deutlich risikoscheuer reagieren.

Der Dollar-Index USD, der den Wert des US-Dollar gegenüber einem Korb von sechs wichtigen Währungen misst, stieg um bis zu 0,3 Prozent auf 98,485 Punkte und erreichte den höchsten Stand seit einer Woche. Der Euro fiel um 0,3 Prozent auf 1,1731 Dollar. Gegenüber dem japanischen Yen legte der Dollar um 0,2 Prozent auf 158,945 Yen zu. Auch der australische Dollar und der neuseeländische Dollar gaben nach. Kryptowährungen wie Bitcoin verzeichneten ebenfalls Verluste.

Der Goldpreis fiel um mehr als ein Prozent. Eine Feinunze verbilligte sich auf 4762,09 Dollar und erreichte damit den niedrigsten Stand seit dem 13. April.

Verwendete Quellen: rog/rts