Eskalation im Nahen OstenTrump droht Iran nach Angriff auf Katar mit Zerstörung von Gasfeld

Die Lage im Nahen Osten spitzt sich weiter zu.
Nach erneuten Angriffen auf Katars Energieanlagen richtet Donald Trump eine scharfe Warnung an den Iran. Der US-Präsident droht offen mit einem massiven Militärschlag, sollte Teheran erneut zuschlagen. Im Zentrum: eines der wichtigsten Gasfelder der Welt.
Raketen auf Katars Gasanlagen
Im Industriegebiet Ras Laffan kommt es erneut zu schweren Angriffen. Nach Angaben des staatlichen Energiekonzerns QatarEnergy schlagen Raketen in mehreren Anlagen für Flüssigerdgas ein und verursachen „große Brände und weitere umfangreiche Schäden.” Das Verteidigungsministerium von Katar spricht von Marschflugkörpern aus dem Iran. Schon kurz zuvor hatte es einen ähnlichen Angriff gegeben. Katar wertet die Attacken als „direkte Gefährdung der nationalen Sicherheit.”
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Deutliche Warnung von Donald Trump
US-Präsident Donald Trump reagiert mit klaren Worten. Auf seiner Plattform Truth Social erklärt er, sollte der Iran erneut den Gaskomplex in Katar angreifen, werde das US-Militär „das gesamte South-Pars-Gasfeld in die Luft sprengen, in einem Ausmaß an Stärke und Macht, das der Iran noch nie zuvor gesehen oder erlebt hat.” Gemeint ist das größte Gasfeld der Welt. Ein Angriff darauf hätte erhebliche Auswirkungen auf die Energieversorgung des Iran und eine dramatische Eskalation des Konflikts.

Trump bestätigt zudem, dass Israel das Gasfeld zuvor angegriffen hat. Die USA hätten davon „nichts gewusst.” Zugleich betont er, Israel werde keine weiteren Angriffe auf die Anlage ausführen, solange der Iran Katar nicht weiter attackiere. Teheran hatte zuvor Vergeltung angekündigt und erklärt, man werde „die Quelle der Aggression“ treffen und ziehe Angriffe auf Energieanlagen in der gesamten Region in Betracht.
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Wichtige Anlagen im Fokus
Das Gasfeld South Pars deckt rund 70 Prozent des iranischen Gasbedarfs. Gleichzeitig zählt Katar zu den wichtigsten Exporteuren von Flüssiggas weltweit – ein Großteil wird über Ras Laffan abgewickelt. Weitere Angriffe könnten deshalb nicht nur die Region destabilisieren, sondern auch Auswirkungen auf die globale Energieversorgung haben. (nha)
Verwendete Quellen: dpa, AFP


