Nächste Trump-Drohung an Iran„Der einzige Grund, warum sie heute noch am Leben sind, ist, um zu verhandeln!“

UNITED STATES - APRIL 6: President Donald Trump talks with reporters on the South Lawn during the White House Easter Egg Roll on Monday, April 6, 2026. (Tom Williams/CQ Roll Call/Sipa USA)
Trump sorgte mit teils martialischer Sprache in Bezug auf den Iran-Krieg schon des Öfteren für Aufsehen.
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Die USA und der Iran stehen kurz vor Gesprächen über eine mögliche Friedenslösung - da erhöht Trump noch einmal den Druck. Auf martialische Weise warnt der US-Präsident vor einem Scheitern der Verhandlungen. Sein Vize Vance wählt derweil deutlich harmonischere Worte.

Vor den geplanten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Pakistan richtet US-Präsident Donald Trump eine martialische Drohung an Teheran. Die Iraner schienen nicht zu begreifen, dass sie „abgesehen von der kurzzeitigen Erpressung der Welt“ mit der Straße von Hormus keinerlei Druckmittel hätten, schrieb er auf „Truth Social“. „Der einzige Grund, warum sie heute noch am Leben sind, ist, um zu verhandeln!“

In einem Interview mit der „New York Post“ warnte er zudem jüngst vor einem Scheitern der Verhandlungen und drohte dem Iran mit neuen Angriffen. „Wir beladen die Schiffe mit der besten Munition, den besten Waffen, die je hergestellt wurden - sogar besser als das, was wir zuvor eingesetzt haben“, sagte Trump in einem Interview mit der „New York Post“. „Wenn wir keinen Deal erreichen, werden wir sie einsetzen“, sagte Trump mit Blick auf die von ihm erwähnten Waffen weiter. „Und wir werden sie in sehr wirkungsvoller Weise einsetzen.“

Trump sprach in dem Interview von einem „Neustart“, der derzeit laufe. Schon zuvor hatte er in einer kurzen Mitteilung auf „Truth Social“ in Großbuchstaben geschrieben: „Der gewaltigste Neustart der Welt!“. Trump hatte während des Kriegs mit dem Iran immer wieder mit martialischer Sprache für Aufsehen gesorgt, die ihm international, aber auch im eigenen Land viel Kritik eingebracht hat.

US-Vizepräsident JD Vance brach derweil von den USA in Richtung Pakistan auf, wo er in Islamabad mit Vertretern aus Teheran über eine Friedenslösung im Iran-Krieg verhandeln will. Im Gegensatz zu Trump zeigte er sich vor dem Abflug betont optimistisch, was den Ausgang der Gespräche angeht. „Wir freuen uns auf die Verhandlungen. Ich denke, es wird positiv verlaufen. Wir werden sehen.“ Man sei bereit, den Iranern die Hand zu reichen, „wenn die Iraner bereit sind, in gutem Glauben zu verhandeln“, sagte er weiter. Allerdings warnte auch Vance in Richtung Iran: „Wenn sie versuchen, uns zu täuschen, werden sie feststellen, dass das Verhandlungsteam dafür nicht besonders empfänglich ist.“

Der US-Vizepräsident leitet das US-Verhandlungsteam bei Gesprächen mit dem Iran das erste Mal. Die Gespräche über eine dauerhafte Friedenslösung sollen an diesem Samstag beginnen. Der Iran knüpft seine Teilnahme an ein Ende der israelischen Angriffe auf die mit Teheran verbundene Hisbollah-Miliz im Libanon. Als Vermittler fungiert unter anderem der pakistanische Premier Shehbaz Sharif. Bei Bedarf sollen die Gespräche in Islamabad bis Sonntag fortgesetzt

Der Iran-Krieg hatte am 28. Februar mit Angriffen der USA und Israels auf die Islamische Republik begonnen; Anfang März weitete er sich auf den Libanon aus. Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region. In der Nacht zum Mittwoch (MESZ) verkündete Trump eine zweiwöchige Feuerpause der USA und des Irans. Nach Darstellung Israels und der USA erstreckt sich diese nicht auf den Libanon.

Verwendete Quellen: spl/dpa/AFP