Kutschfahrt-Unglück in New YorkTeenager (18) bezahlt Rettungsaktion für Mutter mit seinem Leben

Romanch Mahajan, ein 18-jähriger Tourist aus Indien, kommt bei einer Kutschfahrt im Central Park ums Leben.
Romanch Mahajan, ein 18-jähriger Tourist aus Indien, kommt bei einer Kutschfahrt im Central Park ums Leben.
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Er starb als Held!
Was als unvergesslicher Familienausflug durch den New Yorker Central Park beginnt, endet in einer Tragödie. Während einer Kutschfahrt geht ein Pferd plötzlich durch und rast samt Kutsche davon. Als seine Mutter aus dem Gefährt geschleudert wird, zögert der 18-jährige Romanch Mahajan keine Sekunde. Er springt hinterher, um ihr zu helfen – und bezahlt diesen Einsatz mit seinem Leben.

Romanch Mahajan wurde schwer am Kopf verletzt

Kurz vor dem Unglück stieg der Kutscher aus, um ein Foto von der Familie zu machen. Plötzlich raste das Pferd los und zog die Kutsche hinter sich her. Dabei sei die Mutter aus dem Gefährt geschleudert worden und ihr 18-jähriger Sohn sei hinterhergesprungen, um ihr zu helfen, sagt der Vater Deepak Mahajan der New York Times: „Mein Sohn ist heruntergefallen, nur um seine Mutter zu retten“, sagt Mahajan. „Er schrie: ‚Mama!‘“ Der Teenager verletzte sich dabei schwer. Er schlug mit dem Kopf auf und starb kurz darauf in einem Krankenhaus. Die anderen Familienmitglieder wurden leicht verletzt.

Lese-Tipp: Mann (18) stirbt bei tragischem Pferdekutschen-Unfall in New York

Kutscher wurde suspendiert

Horse Carriage Death
Die Polizei ermittelte den tödlichen Unfall.
WABC-TV, WABC-TV via AP

Dramatische Videoaufnahmen zeigen, wie der Fahrer verzweifelt dem führerlosen Wagen hinterherrennt, bevor der Teenager zu seiner Mutter hinterherspringt.

Der Vorfall wird nun untersucht. Die Gewerkschaft der Kutscher erklärte, ihren Mitgliedern sei es grundsätzlich nicht gestattet, den Waggon zu verlassen, wie die New York Post schreibt. Die Gewerkschaft teilte mit, dass der Fahrer suspendiert und das siebenjährige Pferd Sampson aus dem Dienst genommen wurde.

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Kutschfahrten werden immer wieder kritisiert

Kutschfahrten durch den Central Park gibt es seit rund 150 Jahren. Bei Touristen sind sie nach wie vor sehr beliebt. Immer wieder kommt es allerdings zu Unfällen. Tierschützer fordern schon lange die Abschaffung der Pferdekutschen. Zuletzt haben sich immer mehr Politiker und Politikerinnen und auch die Parkverwaltung dieser Forderung angeschlossen. (anr)

Verwendete Quellen: dpa, New York Times, New York Post