Walrettung vor Insel Poel„Solange er lebt, helfen wir ihm!” Till Backhaus macht klare Ansage

Humpback whale lies on a sandbank off the Baltic island of Poel
Till Backhaus hat die Nacht auf einem Boot in der Nähe des Wals verbracht. (Archivfoto)
joh/, REUTERS, Jonas Walzberg

Mecklenburg-Vorpommers Umweltminister Backhaus hat den Wal auch in der Nacht beobachtet. Am Vormittag steht die nächste Lagebesprechung an. Der Wal war gestern zum fünften Mal gestrandet.

Till Backhaus: „Dann ist eine Grenze erreicht”

Bei der Rettungsaktion für den vor der Ostsee-Insel Poel gestrandeten Buckelwal steht nach Worten von Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) das Tierwohl im Mittelpunkt. Für ihn gelte der Grundsatz Tierwohl und Tierschutz. „Wenn das abdriftet in eine Richtung, dass dem Tier Schaden zugefügt wird, dann ist eine Grenze erreicht”, sagte Backhaus am Dienstagmorgen in Kirchdorf. Im teils abgesperrten Hafen des kleinen Ortes auf der Insel Poel wollen die Mitglieder der privaten Rettungsinitiative, die DLRG-Einsatzkräfte, Behördenvertreter und Backhaus um 9.00 Uhr über das weitere Vorgehen beraten.

Der Wal sei nun zum fünften Mal gestrandet, betonte der Minister. Seine Orientierung führe ihn immer wieder in flache Gewässer. Auch das müsse man zur Kenntnis nehmen. „Auf der anderen Seite habe ich persönlich immer gesagt, wir helfen ihm. Solange er lebt, helfen wir ihm.” In der Nacht hatte sich Backhaus gemeinsam mit Experten der Landesfischereiaufsicht dem Tier mit einem Boot bis auf etwa 500 Meter genähert. Die Atemfrequenzen hätten zunächst zwischen zwei und vier Minuten gelegen, seien im Verlauf aber auch wieder langsamer geworden, erklärte Backhaus. Das zeige, dass der Wal von den Ereignissen des Tages gestresst sei. (jve/dpa)

Verwendete Quellen: dpa