Sah „ein schwarzes Auto”Stephanie H. vermisst – Ehemann Marcel H. spricht über den Tag ihres Verschwindens

Ehemann Marcel H. spricht im RTL-Interview über seine vermisste Ehefrau.
Ehemann Marcel H. spricht im RTL-Interview über seine vermisste Ehefrau.
RTL
von Christian Benz und Jacqueline Vetten

Was ist an diesem Freitag wirklich mit Stephanie H. passiert?
Seit Tagen wird die zweifache Mutter aus Euskirchen vermisst, die Polizei schließt ein Gewaltverbrechen nicht aus. Jetzt schildert ihr Ehemann Marcel H. im RTL-Interview die letzten Stunden vor ihrem Verschwinden – und spricht über ein dunkles Auto, eine mögliche Trennung und die Durchsuchung eines Wertstoffhofs.

Ehemann von Stephanie H. erinnert sich an dunkles Auto

Der Freitag, 25. September, beginnt aus Sicht von Stephanies Ehemann zunächst ganz normal. Er sei morgens mit seiner Mutter zu Hause gewesen, habe Kaffee getrunken und sich anschließend um einen undichten Schlauch im Keller gekümmert, erzählt Marcel H. RTL. Seine Frau sei währenddessen offenbar beim Sport gewesen und später zurückgekommen.

Zwischen den beiden habe es noch einen kurzen Wortwechsel wegen des Lichts und des Wassers im Keller gegeben. Anschließend habe Stephanie Wäsche in die Waschmaschine getan. Dann verliert sich ihre Spur.

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Ihr Mann will zu diesem Zeitpunkt noch mit Arbeiten im und am Haus beschäftigt gewesen sein. Als er Müll nach draußen gebracht habe, sei ihm ein Auto aufgefallen. „Muss wohl ein schwarzes oder blaues Auto gewesen sein“, erinnert er sich im RTL-Interview. Kurz darauf habe er gehört, wie seine Frau die Treppe herunterkam. Dann habe er eine Autotür gehört. Stephanie selbst habe er dabei offenbar nicht mehr gesehen.

„Wo ist die Mama? Die ist nicht auf der Arbeit“

Dass etwas nicht stimmt, bemerkt die Familie nach Darstellung des Ehemanns erst später. Er selbst habe sich hingelegt. Am Nachmittag meldet sich schließlich die erwachsene Tochter per WhatsApp bei ihm. Ihre Frage: „Wo ist die Mama? Die ist nicht auf der Arbeit.“

Seitdem weiß auch er nicht, wo seine Frau ist. „Und seitdem wissen wir nicht, was Sache ist“, sagt Marcel H. RTL. Auf die Frage, was hinter ihrem Verschwinden stecken könnte, antwortet er: „Ich weiß es nicht.“ Für ihn und die Kinder sei die Situation „relativ schwer“.

Lese-Tipp: Mutter (46) seit Tagen vermisst: Polizei schließt Gewaltverbrechen nicht aus

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Ehemann spricht über Probleme in der Ehe

Im RTL-Interview spricht Stephanie H.s Mann auch offen darüber, dass es zuletzt Probleme in der Beziehung gegeben habe und eine Trennung im Raum stand. Große Auseinandersetzungen habe es seiner Darstellung nach allerdings nicht gegeben. Er spricht von „normalen Streitigkeiten“ und kleineren Reibereien im Alltag.

Zugleich betont er: „Ich habe meine Frau noch nie irgendwie angepackt oder sonst irgendwas.“

Erst nach Stephanies Verschwinden habe er von seiner Tochter und einer Cousine erfahren, dass seine Frau angeblich bei einer Dating-App angemeldet gewesen sein und sich bereits mit Männern getroffen haben soll. Ob diese Angaben stimmen, ist unklar. Der Ehemann hat davon nach eigener Aussage keine eigenen Kenntnisse.

Warum wurde der Wertstoffhof in Weilerswist durchsucht?

Besonders brisant ist eine weitere Aussage des Ehemanns. Er erzählt RTL, dass er am Tag von Stephanies Verschwinden selbst Müll weggebracht habe. Dabei habe es sich um gewöhnlichen Müll von einer vorherigen Baustelle sowie Holz aus seinem Lager gehandelt.

Im Zuge der Suche nach der vermissten Frau hatten Ermittler später einen Recycling- und Wertstoffhof im nahe gelegenen Weilerswist durchsucht. Warum dort gesucht wurde, weiß Stephanies Ehemann nach eigener Aussage nicht. „Das kann ich Ihnen gar nicht sagen“, antwortet er auf die entsprechende Frage.

Ein Zusammenhang zwischen seinem Mülltransport und der Durchsuchung des Wertstoffhofs ist damit nicht belegt.

Polizei hat Stephanies Ehemann bereits befragt

Auch mit der Polizei hat der Ehemann nach eigenen Angaben bereits gesprochen. Den Ermittlern habe er im Wesentlichen denselben Ablauf geschildert wie im RTL-Interview.

Dass er sich an einzelne Uhrzeiten und Abläufe nicht mehr genau erinnern könne, erklärt er mit der Ausnahmesituation. „Dass man da ein bisschen was durcheinanderbringt, denk ich mal“, sagt er. Er habe derzeit „zu viele andere Sachen noch im Kopf“.

Die Polizei ermittelt weiter zum Verschwinden der 46-jährigen Mutter aus Euskirchen. Ein Gewaltverbrechen kann nach den bisherigen Erkenntnissen nicht ausgeschlossen werden. Einen dringenden Tatverdacht gegen eine bestimmte Person gab es nach den zuletzt bekannten Angaben der Ermittler allerdings nicht.

Stephanie H. aus Euskirchen wird weiter vermisst

Stephanie H. hatte am Freitagvormittag ihre Wohnung in der Euskirchener Innenstadt verlassen. Um 14 Uhr hätte die als sehr zuverlässig beschriebene 46-Jährige bei ihrer Arbeitsstelle erscheinen sollen – dort kam sie jedoch nicht an. Ihre erwachsene Tochter meldete sie daraufhin als vermisst.

Seitdem fehlt von der Mutter zweier Kinder jede Spur. Die Bonner Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Wer Hinweise zu Stephanies Aufenthaltsort geben kann, soll sich bei der Polizei melden.

Verwendete Quellen: Polizei Euskirchen, eigene RTL-Recherche