Dokumente und Wertvolles gerettetSparkasse Gelsenkirchen: Opfer bekommen nach Einbruch Wertgegenstände zurück

 Sparkassen-Raub ** NUR FÜR REDAKTIONELLE ZWECKE ** EDITORIAL USE ONLY **Außenaufnahme der Sparkassen-Filiale in der Nienhofstraße in Gelsenkirchen am Abend des 02. Januar 2026. Nach einem Tresorraum-Einbruch in der Sparkassenfiliale haben Diebe laut Polizei eine Beute von mindestens 30 Millionen Euro gemacht. Mit einem Kernbohrer hatten sich die Diebe über ein Parkhaus Zugang verschafft. Die Ermittlungen zu der Tat dauern weiter an. Deutschland NRW Gelsenkirchen Copyright: Andrà xHirtz Copyright: Andrà xHirtz doc83yoijja9ooz6stnhka ,EDITORIAL USE ONLY
Die Täter hielten sich stundenlang in der Filiale auf und machten satte Beute.
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Für die meisten Betroffenen dürfte es ein schwacher Trost sein: Die Sparkasse Gelsenkirchen händigt vermutlich bald Gegenstände aus, die beim Einbruch im vergangenen Jahr in einer Filiale zurückgeblieben waren. Viele gestohlene Wertsachen werden aber wohl nie wieder auftauchen.

Nach dem spektakulären Einbruch in den Tresorraum der Sparkasse Gelsenkirchen könnten die Opfer bald einige Gegenstände aus ihren aufgebrochenen Schließfächern zurückbekommen. Es gehe etwa um Dokumente, aber auch um einige Wertgegenstände, die die Täter bei ihrem Coup in dem Tresorraum zurückgelassen haben, sagte eine Polizeisprecherin.

Die Staatsanwaltschaft Essen hatte zunächst alle rund 100.000 Gegenstände, die von den Tätern in dem völlig verwüsteten Tresorraum zurückgelassen wurden, als Beweismittel sichergestellt. Vieles davon war letztlich nur noch Müll. Aber einige zehntausend Gegenstände seien nun freigegeben worden. „Diese Gegenstände können nun koordiniert an die Geschädigten herausgegeben werden.“

Zuständig dafür ist nun die Sparkasse Gelsenkirchen. Doch die steht vor einer komplizierten Aufgabe. Denn herausgegeben werden könnten nur Gegenstände, bei denen klar ist, welchem Schließfach-Kunden sie gehören - etwa Urkunden oder Dokumente mit einem Namen darauf. „Als Sparkasse wissen wir nicht, was in den Fächern verwahrt wurde“, sagte der Vorstandschef der Sparkasse Gelsenkirchen, Michael Klotz. Bei Wertgegenständen wie Uhren könnten auch Seriennummern helfen, die auf dem Gehäuse graviert sind, sagte die Polizeisprecherin.

Die Sparkasse betonte, sie sei beim Verteilen der Gegenstände darauf angewiesen, dass die Opfer des Einbruchs detaillierte Inventarlisten ihrer Schließfächer erstellen. Dann könne es möglich sein, auch weitere Gegenstände zuzuordnen und zurückzugeben. „Das ist ein gigantisches Puzzle und braucht Zeit“, sagte Sparkassenchef Klotz. „Das Konzept dafür befindet sich in der Abstimmung. Dabei stehen Sorgfalt und Sicherheit an erster Stelle.“

Die bislang unbekannten Täter hatten nach Weihnachten 2025 alle Sicherheitssysteme der Sparkasse überwunden, sich mit einem riesigen Kernbohrer Zutritt zum Tresorraum verschafft und fast alle der 3100 Schließfächer aufgebrochen. Der Gesamtschaden wurde kurz nach dem Einbruch von der Polizei auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag geschätzt, er könnte aber auch noch wesentlich höher im möglicherweise deutlich dreistelligen Millionenbereich liegen.

Die Ermittlungskommission „Kernbohrer“ arbeite weiterhin mit Hochdruck an der Aufklärung der Tat, teilte die Polizei mit. „Ziel bleibt es, die bislang unbekannten Täter zu identifizieren und die Tatumstände aufzuklären.“

Verwendete Quellen: rog/dpa