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Raubüberfall

Der Raubüberfall ist ein nötigender Diebstahl. Die Räuber entwenden bei der Tat unter Gewaltandrohung oder ausgeübter Gewalt fremdes Eigentum.

Der Raubüberfall ist gemäß § 249 StGB eine Sonderform des Eigentumsdelikts. Täter eignen sich beim Raub unter physischer oder psychischer Gewaltanwendung fremdes Eigentum an. Die darauf basierende Kombination mit einer Nötigung unterscheidet den Tatbestand von anderen Formen des Diebstahls. Freiheitsstrafen von bis zu 15 Jahren sind als Strafmaß vorgesehen.

Delikte mit Raubüberfall

Der Raub geht als Tatbestand in weitere Delikte ein. Als besondere Form des Raubüberfalls gilt gemäß § 250 StGB der schwere Raub. Der Täter droht bei diesem Delikt mit Waffengewalt. Dieser Tatbestand unterscheidet sich laut § 251 StGB vom Raub mit Todesfolge. Hierbei tötet der Räuber nicht vorsätzlich. Vielmehr verursacht seine Fahrlässigkeit im Zuge des Überfalls den Tod von mindestens einer Person. Vorsätzliche Tötung im Zuge eines Raubüberfalls gilt laut Strafgesetzbuch als Raubmord. Weitere Formen des Raubes sind der räuberische Diebstahl und die räuberische Erpressung. Das Strafmaß für die genannten Delikte unterscheidet sich erheblich.

Raubüberfälle in Deutschland

Die Eigentumsdelikte Diebstahl und Raub sind in Deutschland die häufigsten Straftaten. Die rund fünf Millionen registrierten Verbrechen im Jahr 2018 waren fast zur Hälfte Eigentumsdelikte. Laden-, Fahrrad- und Autodiebstähle sind verbreiteter als Raubüberfälle. Handtaschenraub gilt als häufigste Form des Raubüberfalls und liegt weit vor Überfällen auf Tankstellen oder Geldinstitute. Raubmord kam in Deutschland im Jahr 2018 mehr als 40 Mal vor.

Deutschlands berühmteste Raubüberfälle

Die bekanntesten Raubdelikte der Welt waren ertragreiche Raubüberfälle auf Geldinstitute. Einer der spektakulärsten Banküberfälle in Deutschland ereignete sich am 27. Juni 1995. Mehrere Täter nahmen damals mehr als ein Dutzend Kunden und Angestellte einer Berliner Commerzbank-Filiale als Geiseln. Die Räuber erbeuteten Diebesgut und Lösegelder in Millionenhöhe. Sie verließen die Bankfiliale durch einen selbst gegrabenen Tunnel. Ähnlich bekannt wie der Commerzbank-Überfall ist der Frankfurter Bankraub 2002. Drei Täter erbeuteten am 25. Februar die bisher größte Bargeldsumme der deutschen Kriminalgeschichte. Sie erbeuteten aus einem Geldtransport über acht Millionen Euro.