Polizeieinsatz in SiegburgIn ICE verschanzt und mit Anschlag gedroht! Das ist über den Festgenommenen bekannt
Er wollte Menschen in Gefahr bringen!
Am Donnerstagabend (2. April) stieg ein vermummter Mann (20) in den ICE 19 nach Frankfurt/Main ein. Mit dabei laut Bild: ein Messer und Rauchgranaten. Kurz danach gab es eine Explosion – zwölf Menschen wurden verletzt. Bei dem mutmaßlichen Täter soll es sich um einen polizeibekannten Rechtsextremen handeln.
Nach Anschlag-Drohung! Polizei räumt Zug
Der 20-jährige Mann entzündete gegen 21 Uhr im ICE auf dem Weg von Aachen nach Frankfurt/Main zwei bislang nicht näher bestimmte pyrotechnische Gegenstände. Laut Bild handelt es sich dabei um eine Softair-Granate. Dadurch wurden mindestens zwölf Mitreisende leicht verletzt. Eine Person erlitt vermutlich ein Knalltrauma und musste in ein Bonner Krankenhaus gebracht werden. Nach kurzer Behandlung konnte sie wieder entlassen werden.
Der mutmaßliche Täter, ein deutscher Staatsbürger aus Aachen, wurde von anderen Reisenden in der Zugtoilette eingeschlossen. Beamte der Bundespolizei nahmen den jungen Mann im Bahnhof Siegburg/Bonn fest. Der Zug, der rund 180 Fahrgäste beförderte, wurde umgehend geräumt. Ein Teil des Bahnhofgeländes wurde vorsorglich gesperrt.
Lese-Tipp: Fahrgäste mussten fünf Stunden in defektem ICE ausharren
Die Passagiere wurden in einer nahegelegenen Turnhalle von der Siegburger Feuerwehr versorgt. Notfallseelsorger standen zur Betreuung bereit. Das Notfallmanagement der Deutschen Bahn richtete einen Schienenersatzverkehr zur Weiterreise der Fahrgäste ein.
Video-Tipp: Mehr Personal sorgt für mehr Sicherheit an Bahnhöfen
Tatverdächtiger hatte Messer im Rucksack
Geschulte Kräfte der Bundespolizei durchsuchten den ICE ohne Feststellungen nach gefährlichen Gegenständen. Der Zug und das betroffene Bahngleis wurden gegen 0.45 Uhr freigegeben, nachdem die Spurensicherung der Polizei den mutmaßlichen Tatort untersucht hatte.
Lese-Tipp: Deutsche Bahn fährt mehr Menschen und macht Milliarden-Verlust
Polizei nimmt Tatverdächtigen fest
Der 20-jährige Tatverdächtige befindet sich derzeit im polizeilichen Gewahrsam. Die Ermittlungen zu seiner Motivation und den Hintergründen dauern an. Bei seiner Durchsuchung fanden die Beamten eine Maske, zwei Messer und zwei frei verkäufliche Rauchkörper. Wie Bild berichtet, soll der mutmaßliche Täter vor seinem Angriff – aber bereits während der Zugfahrt – E-Mails an mehrere Medienhäuser geschrieben und mit einem Anschlag gedroht haben. Bei der Durchsuchung stellten die Einsatzkräfte zwei Messer, zwei frei verkäufliche Rauchgranaten sowie eine Maske sicher.
Die Kriminalpolizei ermittelt gegen den Aachener wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung sowie Verstößen gegen das Sprengstoff- und das Waffengesetz. Der 20-Jährige ist nach Bild-Informationen bereits polizeibekannt und gilt als rechtsextrem.
Verwendete Quelle: dpa, Bild
































