„Es war einfach furchtbar”Trotz Verletzung! Marc Antoine (14) eilt Menschen während Brandkatastrophe in Crans-Montana zur Hilfe

Er zögert keine Sekunde!
Marc Antoine möchte in der Silvesternacht eigentlich nur mit seinen Freunden im Schweizer Skiort Crans-Montana das neue Jahr feiern. Auf dem Rückweg kommen sie an der Bar „Le Constellation” vorbei, unterhalten sich am Eingang mit ein paar Leuten, als plötzlich das Feuer im Inneren ausbricht. Der erst 14-Jährige verliert keine Zeit und versucht, so schnell es geht, den Menschen in der Bar zu helfen.

„Die Menschen haben alle geweint und geschrien”

Es ist für Marc Antoine immer noch schwer, in Worte zu fassen, was er und die anderen Menschen in der Silvesternacht im Schweizer Ort Crans-Montana erlebt haben. Als er an der Bar „Le Constellation” ankommt, bricht das Feuer im Inneren des Ladens aus, kurz darauf folgen mehrere Explosionen. Im Inneren sind mehrere hundert Partygäste. Marc zögert nicht lange und eilt sofort zur Hilfe, versucht so schnell es geht, die Fenster der Bar zu öffnen, damit die Menschen den Flammen entkommen können. Dabei ist der Jugendliche sogar noch von einem anderen Unfall am Knöchel verletzt und muss sich mit Schmerzen zu den Fenstern kämpfen.

Schweiz/Crans Montana: Bar Feuer Augenzeuge
Der 14-Jährige (Mitte, an Krücken) versuchte in der Silvesternacht, die Menschen aus der Bar zu befreien.
RTL

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„Es war mir egal, dass ich Schmerzen hatte. Ich wollte einfach nur helfen”, sagt der 14-Jährige im RTL Gespräch. Immer wieder fällt es ihm schwer, die Fassung zu bewahren, zwischendurch fängt er an zu schluchzen. „Die Menschen haben alle geweint und geschrien, es war sehr schwer, das sehen zu müssen”, schildert er weiter.

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Auch ein Freund stirbt bei der Katastrophe

Am Freitagabend kommt Marc schließlich noch einmal zurück an den Ort, der schon jetzt zahlreiche Menschen das Leben kostete. Auch er hat durch die Explosion einen Freund verloren, teilt er im RTL-Gespräch mit. Bei einem Bekannten seien es über 20 gewesen. Von außen kaum vorstellbar, dass der Junge nur gut einen Tag später in den Ort zurückkehrt. Doch für ihn scheint genau das wichtig zu sein. Er hat Blumen mitgebracht, um sie an der Unfallstelle niederzulegen und für die Opfer und Hinterbliebenen zu beten.

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Das Unglück, das bisher noch so viele Fragen ungeklärt lässt, hat wohl auch bei Marc Spuren hinterlassen. Er hofft vor allem eins: Dass so etwas nie wieder passiert. „Ich wünsche niemandem, dass er jemals in seinem Leben so etwas erleben muss”, sagt er.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche