Alle Infos in unserem Hitze-TickerZahl der Hitzetoten in Deutschland nochmals angestiegen

Wasser-Verteilaktion
Ein Mann vom Deutsches Rotes Kreuz (DRK) verteilt Wasser.
arn sab, Andreas Arnold/dpa, Andreas Arnold
von Rouven Schroth, Philipp Petersdorff, Sebastian Fuhrmann, Anke Jonschker, Johanna Kroke, Thorsten Berger, Camilla Koziol, Fabian Klein, Martina Lewinski, Svenja Hoffmann, Roger Saha, Jana Kerzmann und Jan Luhrenberg

Deutschland schwitzt weiter!
Die Hitzewelle hat das Land fest im Griff. Wo es besonders heiß wird, welche Unwetter drohen und was jetzt im In- und Ausland wichtig ist, lest ihr in unserem Liveticker auf RTL.de.

Alles zur aktuellen Lage im Hitze-Ticker auf RTL.de

Wichtige Updates
Johanna Kroke

Polizei ermittelt nach tödlichem Badunfall eines Jungen (9) am Twistesee

Ein Junge aus Wuppertal fällt an einem See in Nordhessen aus einem Schlauchboot und ertrinkt. Warum er aus dem Boot fiel, ist unklar. Die Polizei prüft, ob er schwimmen konnte und wer bei ihm war. 
Die Polizei ermittelt zu einem tödlichen Badeunfall eines Neunjährigen aus Nordrhein-Westfalen im Twistesee im nordhessischen Bad Arolsen. Das Kind war am Donnerstagnachmittag im Bereich des Strandbades von einem Schlauchboot in den See gefallen und ertrunken.
Der Junge aus Wuppertal war nach Angaben eines Polizeisprechers im Rahmen einer Ferienfreizeit mit Betreuern und weiteren Kindern am Twistesee. Er sei nicht allein auf dem Schlauchboot gewesen. Wer ihn dort begleitete, sei Gegenstand der Ermittlungen. Der Sprecher bestätigte, dass Aufsichtspersonen zwar am See, aber nicht mit dem Jungen auf dem Schlauchboot waren. Die Kriminalpolizei müsse nun unter anderem klären, ob der Junge schwimmen konnte und eine Schwimmhilfe trug. 

Kind nach 40 Minuten leblos geborgen

Nach dem Sturz aus dem Schlauchboot ging der Junge laut Polizei sofort unter. Etwa 40 Minuten später wurde er leblos im Wasser gefunden und geborgen. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. An der Suche und Rettung waren Feuerwehr, Rettungsdienst, DLRG und Polizei beteiligt. Warum das Kind aus dem Schlauchboot fiel, war zunächst unklar. Hinweise auf eine Fremdeinwirkung gibt es den Ermittlern zufolge nicht. 
Johanna Kroke

Zahl der Hitzetoten in Deutschland nochmals gestiegen

Die Zahl der Hitzetoten in diesem Sommer hat sich noch einmal erhöht. Mittlerweile liegt sie bei 12.500, wie aus dem am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Ausgewertet wurden Daten bis zum 2. August. 2026 ist laut RKI ein Rekordjahr, was hitzebedingte Sterbefälle angeht. Die bislang höchste Zahl an Hitzetoten wurde 2018 mit geschätzt 8900 Fällen registriert.
Allein 9.600 der 12.500 Menschen starben laut RKI dieses Jahr in der besonders heißen 26. Kalenderwoche, also zwischen dem 22. und dem 28. Juni. Damals hatte es Rekordtemperaturen von mancherorts mehr als 41 Grad Celsius gegeben.

Hitze führt sehr selten unmittelbar zum Tod. In den meisten Fällen ist es eine Kombination aus hohen Temperaturen und bereits bestehenden Vorerkrankungen wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungen- oder Nierenerkrankungen, die zum Tod führt. Daher wird Hitze auf dem Totenschein nicht als die Todesursache angegeben und taucht auch nicht in der Todesursachenstatistik auf. Das Ausmaß hitzebedingter Sterbefälle wird mit Hilfe von statistischen Methoden durch den Vergleich der Zahl von Sterbefällen in Sommerwochen mit und ohne Hitze berechnet.

Die Übersterblichkeit in der 31. Kalenderwoche vom 27. Juli bis zum 2. August wird dem RKI zufolge derzeit auf insgesamt 14.500 geschätzt. Übersterblichkeit bedeutet, dass in einem bestimmten Zeitraum mehr Menschen sterben, als normalerweise zu erwarten wäre.
Hitzeperioden führen in Deutschland regelmäßig zu einem Anstieg der Sterblichkeit. Das RKI veröffentlicht zwischen Juni und September wöchentlich einen Bericht über die aktuelle Lage. Parallel veröffentlicht auch das Statistische Bundesamt Daten zur hitzebedingten Sterblichkeit. 
Johanna Kroke

Umweltminister will Grundgesetz für Hitzeschutz ändern

Der Bundesumweltminister will mehr tun gegen Hitze in Städten, stößt dabei aber an rechtliche Grenzen. Eine Grundgesetzänderung soll helfen und ihm eine „Ausgabekompetenz“ verschaffen.
Bundesumweltminister Carsten Schneider hat seine Forderung nach einer Grundgesetzänderung für mehr Handlungsspielraum des Bundes beim Hitzeschutz erneuert. Im ARD-Morgenmagazin erklärte der SPD-Politiker, er könne Kommunen zwar in Einzelfällen helfen, etwa durch die Bezahlung von Klimaanpassungsmanagern. Zur Umsetzung der Maßnahmen, wie dem Schaffen von schattigen Plätzen oder dem Aufbrechen der Versiegelung in Städten, sagte er aber: „All das sind Aufgaben, die ich bisher per Grundgesetz ausgeschlossen nicht finanzieren darf, nur mit groben Brücken."

Unterstützung von den Grünen

Er wolle, dass Bund und Länder dort gemeinsam zusammenarbeiten, so Schneider. Dafür brauche man eine sogenannte Gemeinschaftsaufgabe. „Und damit hätte ich auch eine Ausgabekompetenz, das tun zu dürfen und den Ländern und den Gemeinden, Städten auch zu helfen."
Unterstützung bekommt Schneider von den Grünen. Es brauche eine Gemeinschaftsaufgabe für Klimaanpassung und Naturschutz, sagte die Bundestagsabgeordnete Julia Schneider in Berlin. „Deutschland hat bei der Hitze ein Zuständigkeitsproblem. Wir haben zwar verschiedene Hitzeschutzprogramme auch kommunal, aber keinen Hitzeschutz aus einem Guss."
Das Ergebnis seien die vom Robert Koch-Institut berichteten 12.500 Hitzetoten bis Anfang August, sagte Schneider. „Die entscheidende Frage ist nicht, ob wir handeln müssen, sondern wer dafür verantwortlich ist." Der Bundesregierung insgesamt warf sie Verharmlosung der zunehmenden Hitze und ihrer Folgen vor.
action press
Johanna Kroke

Erfrischung für Fische: Feuerwehr kühlt Gießener See

Fische in einem See in Gießen haben angesichts der Hitze eine Erfrischung dringend nötig gehabt: Mit einer aufwändigen Aktion haben Feuerwehrleute und Mitarbeiter der städtischen Wasserbetriebe in den kühlen Morgenstunden rund ein Fünftel des Seewassers mit Pumpen umgewälzt, wie die Stadtverwaltung mitteilte. 
Die Wassertemperatur sei dadurch um zwei Grad gesunken, zudem sei der Sauerstoffgehalt des Wassers gestiegen. Nun hätten die Fische im Schwanenteich in den kommenden Hitzetagen eine gute Überlebenschance, hieß es von der Stadt. Insgesamt wurden bei der Aktion 5.000 Kubikmeter Wasser bewegt. 
Peter Clasen/Stadt Gießen/dpa

Ihr wollt mehr News von RTL.de bei Google finden? So einfach geht’s!

Wozu dienen die bevorzugten Quellen bei Google?

Ihr scrollt durch die Google-Suche und wollt direkt das sehen, was euch wirklich interessiert? Genau dafür hat Google jetzt eine neue Funktion am Start. Mit den sogenannten „Bevorzugten Quellen“ könnt ihr selbst festlegen, welche Inhalte euch häufiger angezeigt werden. Und genau hier kommt rtl.de ins Spiel. Wenn ihr uns als Favorit markiert, bekommt ihr künftig die wichtigsten Geschichten und Nachrichten für euer Leben, aktuelle News, exklusive VIP-Geschichten aus der Welt eurer Lieblingspromis und RTL-Stars sowie alles rund um Shows, Realitys und Serien noch schneller angezeigt.

So aktiviert ihr RTL.de als bevorzugte Quelle bei Google

Der Weg dahin ist wirklich simpel – ihr braucht nur ein Google-Konto.

    Direkt über den Link: Klickt auf diesen Aktivierungslink und wählt rtl.de als bevorzugte Quelle aus.

    Sucht alternativ ein Thema bei Google, tippt auf das Sternsymbol neben „Schlagzeilen“ und fügt RTL.de dort hinzu. Danach einfach die Suche neu laden.

Schon werden euch Inhalte eurer Lieblingsquelle häufiger angezeigt

Hier erfahrt ihr mehr über die bevorzugten Quellen bei Google

Der Sommer 2026 hat es wirklich in sich: Starke Hitzewellen bringen uns alle ordentlich ins Schwitzen und überziehen weite Teile Deutschlands mit Rekordtemperaturen. Die extreme Hitze fordert ihren Tribut: Mensch und Natur leiden unter der Trockenheit, die Landwirtschaft kämpft, und das Thema Wasserknappheit ist präsenter denn je. Dazu kommen immer wieder heftige lokale Gewitter und Starkregen, die das Bild eines sehr unbeständigen, aber vor allem extrem heißen Sommers abrunden.