Alle Infos in unserem Hitze-TickerRätselhafter Fall! Ermittler untersuchen Badeunfall eines Jungen (†9) am Twistesee

Laut DLRG nahm die Zahl der Badetoten im Jahr 2025 im Vorjahresvergleich ab. (Symbolbild)
Das Kind war am Donnerstagnachmittag im Bereich des Strandbades von einem Schlauchboot in den See gefallen und ertrunken. (Symbolbild)
Karl-Josef Hildenbrand/dpa
von Rouven Schroth, Philipp Petersdorff, Sebastian Fuhrmann, Anke Jonschker, Johanna Kroke, Thorsten Berger, Camilla Koziol, Fabian Klein, Martina Lewinski, Svenja Hoffmann, Roger Saha, Jana Kerzmann und Jan Luhrenberg

Deutschland schwitzt weiter!
Die Hitzewelle hat das Land fest im Griff. Wo es besonders heiß wird, welche Unwetter drohen und was jetzt im In- und Ausland wichtig ist, lest ihr in unserem Liveticker auf RTL.de.

Alles zur aktuellen Lage im Hitze-Ticker auf RTL.de

Wichtige Updates
Johanna Kroke

Polizei ermittelt nach tödlichem Badunfall eines Jungen (9) am Twistesee

Ein Junge aus Wuppertal fällt an einem See in Nordhessen aus einem Schlauchboot und ertrinkt. Warum er aus dem Boot fiel, ist unklar. Die Polizei prüft, ob er schwimmen konnte und wer bei ihm war. 
Die Polizei ermittelt zu einem tödlichen Badeunfall eines Neunjährigen aus Nordrhein-Westfalen im Twistesee im nordhessischen Bad Arolsen. Das Kind war am Donnerstagnachmittag im Bereich des Strandbades von einem Schlauchboot in den See gefallen und ertrunken.
Der Junge aus Wuppertal war nach Angaben eines Polizeisprechers im Rahmen einer Ferienfreizeit mit Betreuern und weiteren Kindern am Twistesee. Er sei nicht allein auf dem Schlauchboot gewesen. Wer ihn dort begleitete, sei Gegenstand der Ermittlungen. Der Sprecher bestätigte, dass Aufsichtspersonen zwar am See, aber nicht mit dem Jungen auf dem Schlauchboot waren. Die Kriminalpolizei müsse nun unter anderem klären, ob der Junge schwimmen konnte und eine Schwimmhilfe trug. 

Kind nach 40 Minuten leblos geborgen

Nach dem Sturz aus dem Schlauchboot ging der Junge laut Polizei sofort unter. Etwa 40 Minuten später wurde er leblos im Wasser gefunden und geborgen. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. An der Suche und Rettung waren Feuerwehr, Rettungsdienst, DLRG und Polizei beteiligt. Warum das Kind aus dem Schlauchboot fiel, war zunächst unklar. Hinweise auf eine Fremdeinwirkung gibt es den Ermittlern zufolge nicht. 
Johanna Kroke

Umweltminister will Grundgesetz für Hitzeschutz ändern

Der Bundesumweltminister will mehr tun gegen Hitze in Städten, stößt dabei aber an rechtliche Grenzen. Eine Grundgesetzänderung soll helfen und ihm eine „Ausgabekompetenz“ verschaffen.
Bundesumweltminister Carsten Schneider hat seine Forderung nach einer Grundgesetzänderung für mehr Handlungsspielraum des Bundes beim Hitzeschutz erneuert. Im ARD-Morgenmagazin erklärte der SPD-Politiker, er könne Kommunen zwar in Einzelfällen helfen, etwa durch die Bezahlung von Klimaanpassungsmanagern. Zur Umsetzung der Maßnahmen, wie dem Schaffen von schattigen Plätzen oder dem Aufbrechen der Versiegelung in Städten, sagte er aber: „All das sind Aufgaben, die ich bisher per Grundgesetz ausgeschlossen nicht finanzieren darf, nur mit groben Brücken."

Unterstützung von den Grünen

Er wolle, dass Bund und Länder dort gemeinsam zusammenarbeiten, so Schneider. Dafür brauche man eine sogenannte Gemeinschaftsaufgabe. „Und damit hätte ich auch eine Ausgabekompetenz, das tun zu dürfen und den Ländern und den Gemeinden, Städten auch zu helfen."
Unterstützung bekommt Schneider von den Grünen. Es brauche eine Gemeinschaftsaufgabe für Klimaanpassung und Naturschutz, sagte die Bundestagsabgeordnete Julia Schneider in Berlin. „Deutschland hat bei der Hitze ein Zuständigkeitsproblem. Wir haben zwar verschiedene Hitzeschutzprogramme auch kommunal, aber keinen Hitzeschutz aus einem Guss."
Das Ergebnis seien die vom Robert Koch-Institut berichteten 12.500 Hitzetoten bis Anfang August, sagte Schneider. „Die entscheidende Frage ist nicht, ob wir handeln müssen, sondern wer dafür verantwortlich ist." Der Bundesregierung insgesamt warf sie Verharmlosung der zunehmenden Hitze und ihrer Folgen vor.
action press
Johanna Kroke

Erfrischung für Fische: Feuerwehr kühlt Gießener See

Fische in einem See in Gießen haben angesichts der Hitze eine Erfrischung dringend nötig gehabt: Mit einer aufwändigen Aktion haben Feuerwehrleute und Mitarbeiter der städtischen Wasserbetriebe in den kühlen Morgenstunden rund ein Fünftel des Seewassers mit Pumpen umgewälzt, wie die Stadtverwaltung mitteilte. 
Die Wassertemperatur sei dadurch um zwei Grad gesunken, zudem sei der Sauerstoffgehalt des Wassers gestiegen. Nun hätten die Fische im Schwanenteich in den kommenden Hitzetagen eine gute Überlebenschance, hieß es von der Stadt. Insgesamt wurden bei der Aktion 5.000 Kubikmeter Wasser bewegt. 
Peter Clasen/Stadt Gießen/dpa
Johanna Kroke

Kleine Hitzewelle bringt bis zu 38 Grad – wann kommt die Abkühlung?

In Deutschland ist in den kommenden Tagen wieder Schwitzen angesagt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach erwartet teils Temperaturen an die 40 Grad. Im Westen und Südwesten klettern die Temperaturen am Freitag laut DWD oftmals auf über 35 Grad, in der Spitze auf 38 Grad.
Die zunehmende Hitze hält zunächst bis Samstag an, dann sind vom Oberrhein bis in die Lausitz laut Vorhersage in der Spitze erneut bis 38 Grad wahrscheinlich. Immerhin: Aus Nordwesten sollen dichte Wolken aufziehen, die einzelne, teils kräftige Schauer und Gewitter mit sich bringen. Gebietsweise würden die Temperaturen unter 30 Grad bleiben, an der Nordseeküste sogar bei etwa 23 Grad liegen. 
„Der Sonntag markiert das Ende dieser recht kurzen Hitze, im Süden und Südosten werden noch teils über 30 Grad erreicht, ansonsten ist es deutlich gemäßigter“, erklärt Meteorologe Fabian Chow. Gebietsweise bringe diese auch den herbeigesehnten Regen – auch Blitz und Donner seien mit von der Partie. Aber: „Obwohl die Luftmasse durchaus Unwetterpotenzial birgt, tendieren die derzeitigen Modellprognosen wohl nicht zu einer großflächigen Schwergewitterlage, sodass die Hitze ohne großen Knall endet.“ 

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Der Sommer 2026 hat es wirklich in sich: Starke Hitzewellen bringen uns alle ordentlich ins Schwitzen und überziehen weite Teile Deutschlands mit Rekordtemperaturen. Die extreme Hitze fordert ihren Tribut: Mensch und Natur leiden unter der Trockenheit, die Landwirtschaft kämpft, und das Thema Wasserknappheit ist präsenter denn je. Dazu kommen immer wieder heftige lokale Gewitter und Starkregen, die das Bild eines sehr unbeständigen, aber vor allem extrem heißen Sommers abrunden.