Alle Infos in unserem Hitze-TickerBitte nicht duschen oder baden! Feuerwehr greift zu drastischen Maßnahmen in Waldbrandgebiet

Ein Feuerwehrmann ist mit Löscharbeiten in einem Waldstück beschäftigt. Gleich vor mehreren Bränden in einem Waldstück zwischen Ober- und Niederrodenbach warnte die Integrierte Leitstelle im Main-Kinzig-Kreis über Katwarn. «Nach bisherigem Stand ist eine Waldfläche von mehreren tausend Quadratmetern betroffen», sagte ein Polizeisprecher am frühen Abend. (zu dpa: «Waldbrände in Hessen: Hitze und Wind erschweren Löscheinsatz») +++ dpa-Bildfunk +++
Ein Feuerwehrmann ist mit Löscharbeiten in einem Waldstück beschäftigt. Gleich vor mehreren Bränden in einem Waldstück zwischen Ober- und Niederrodenbach warnte die Integrierte Leitstelle im Main-Kinzig-Kreis über Katwarn.
picture alliance/dpa / Andreas Arnold
von Rouven Schroth, Philipp Petersdorff, Sebastian Fuhrmann, Anke Jonschker, Johanna Kroke, Thorsten Berger, Camilla Koziol, Fabian Klein, Martina Lewinski, Svenja Hoffmann, Roger Saha, Jana Kerzmann und Jan Luhrenberg

Deutschland schwitzt weiter!
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Wichtige Updates
Johanna Kroke

Bitte nicht duschen! Feuerwehr hält Anwohner in Waldbrandgebieten zum Wassersparen an

Tausende Quadratmeter Wald stehen in Hessen nahe der bayerischen Grenze in Flammen. Ein Landkreis greift nun zu drastischen Maßnahmen.

Wegen eines großen Waldbrandes bei Rodenbach und des hohen Wasserbedarfs ruft der Wasserversorger im Main-Kinzig-Kreis die Bevölkerung zum Wassersparen auf. Die Wasserreserven würden für die Brandbekämpfung benötigt, heißt es in einer Warnmeldung des Landkreises am Abend. „Bitte verzichten Sie möglichst auf Duschen, Baden, das Bewässern von Gärten sowie wasserintensive Tätigkeiten.“ Der Verbrauch solle auf „das absolut Notwendigste" reduziert werden. Der Aufruf richtet sich an die Bewohner von Freigericht, Bruchköbel sowie Langenselbold und Umland. 

Es gibt mehrere Brände in einem Waldstück zwischen Ober- und Niederrodenbach. „Nach bisherigem Stand ist eine Waldfläche von mehreren tausend Quadratmetern betroffen", sagte ein Polizeisprecher am frühen Abend. Die Kreisbrandinspektion aus dem bayerischen Aschaffenburg, die bei den Löscharbeiten unterstützte, sprach von mindestens 30.000 Quadratmetern Brandgebiet. Die Einsatzkräfte waren auch in der Nacht noch mit den Löscharbeiten beschäftigt. Das Feuer flamme immer wieder auf, hieß es. 
Gleich vor mehreren Bränden in einem Waldstück zwischen Ober- und Niederrodenbach warnte die Integrierte Leitstelle im Main-Kinzig-Kreis über Katwarn.
Gleich vor mehreren Bränden in einem Waldstück zwischen Ober- und Niederrodenbach warnte die Integrierte Leitstelle im Main-Kinzig-Kreis über Katwarn. . Andreas Arnold/dpa
Johanna Kroke

Wie Frankreichs Wälder nach den Bränden neu entstehen sollen

Nach den katastrophalen Waldbränden an der Atlantikküste steht Frankreichs Forstwirtschaft vor der schwierigen Aufgabe, etliche Millionen Tonnen an Holz aus den Wäldern herauszuschaffen und zu verarbeiten. Neben den durch die Brände beschädigten Pinienbäumen geht es auch um Bäume, die zum Anlegen von Brandschneisen in aller Eile gefällt wurden und mit den Flammen nicht in Berührung kamen. Im Anschluss stellt sich die Frage, wie und mit welchen Baumsorten die riesigen Flächen wieder aufgeforstet werden. Es gelte, auch angesichts des Klimawandels, «einen anderen Wald neu zu pflanzen und wieder aufzubauen», sagte Präsident Emmanuel Macron bereits.
Wie die Nationale Forstverwaltung (ONF) mitteilte, geht es unmittelbar nach Ende der Brände zunächst um das Sichern der Wälder, etwa indem umsturzgefährdete Bäume gefällt und Bereiche identifiziert werden, in denen ein Erdrutsch oder eine Überschwemmung drohen kann. Die zum Anlegen von Schneisen gefällten Bäume werden so schnell wie möglich aus den Wäldern an den Rand der Straßen gebracht und aufgestapelt. Sie sollen nicht zum Futter für wiederaufflammende Brände werden, sagte der Direktor der forstwirtschaftlichen Genossenschaft (AFB), Benoît Fraud, dem Sender France Info. Vom Straßenrand werden die Stämme zur Vermarktung abtransportiert. 

Wälder müssen sich an den Klimawandel anpassen

Wie die nationale Branchenorganisation der französischen Forst- und Holzwirtschaft (FBF) erklärte, bestätigten die Waldbrände die Notwendigkeit einer Anpassung der französischen Wälder an den Klimawandel. Ein "anderer Wald", wie ihn Macron bezeichnet habe, bedeute ein Wald, der an die klimatischen Bedingungen der Zukunft angepasst sei und gleichzeitig weiter seine ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Funktionen erfülle. Nötig seien mehr Brandschneisen, ein besserer Unterhalt der Wälder sowie eine Wahl von Baumsorten, die den örtlichen Bedingungen und einer zunehmenden Trockenheit gewachsen seien.
Die für den flächenmäßig weitaus geringeren Teil an staatlichen Wäldern zuständige Nationale Forstverwaltung setzt statt eines Aufforstens auch auf ein natürliches Regenerieren der abgebrannten Wälder. Da Wälder im Mittelmeerraum relativ widerstandsfähig gegenüber Bränden seien, würden die Bäume letztendlich immer wieder nachwachsen, auch wenn es länger dauere, als das Anlegen neuer Wälder. 
Johanna Kroke

Warum Sonnenbrille bei der Sonnenfinsternis nicht ausreicht

Die Sonnenfinsternis ist dieses Mal abends. Brauche ich da wirklich eine Schutzbrille? Björn Voss, Direktor des Hamburger Planetariums, warnt eindringlich davor, das Phänomen zu unterschätzen. „Egal bei welchem Sonnenstand – ob morgens, mittags oder abends kurz vor Sonnenuntergang: Wer eine Sonnenfinsternis beobachten möchte, muss unbedingt eine spezielle Schutzbrille tragen." Das Auge funktioniere wie ein Brennglas. Die Hornhaut und die Linse bündeln das Sonnenlicht und fokussieren es auf den Punkt des schärfsten Sehens auf der Netzhaut. „In diesem Zuge wird das Gewebe beim direkten Blick auf die Sonnenscheibe von der intensiven UV- und Infrarotstrahlung verbrannt. Der natürliche Schutzreflex setzt leider viel zu spät ein, da unsere Netzhaut keine Schmerzrezeptoren besitzt." Die Folge seien schwere Augenschäden bis zur Erblindung.

Auch vom Tragen einer normalen Sonnenbrille rät der Experte vehement ab. „Sonnenbrillen und ‚Hausmittel‘ schützen die Augen nicht. Im Gegenteil: Sonnenbrillen sind sogar gefährlich. Sie reduzieren die Helligkeit, wodurch sich die Pupille weitet und noch mehr schädliche Strahlen ins Auge gelangen.“ 
Das gelte auch am Mittwochabend. Die Sonnenfinsternis am Mittwoch aber beginnt eineinhalb Stunden vor dem eigentlichen Sonnenuntergang. „Die Finsternis darf also auf keinen Fall ohne eine spezielle Sonnenfinsternisbrille beobachtet werden!" 
Johanna Kroke

Erneut bis zu 38 Grad in Rheinland-Pfalz und dem Saarland

Die Hitze hat Rheinland-Pfalz und das Saarland weiterhin fest im Griff. Am Dienstag wird allerdings mit etwas niedrigeren Temperaturen gerechnet, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. Die Höchstwerte liegen demnach zwischen 25 und 29 Grad, im Süden werden bis zu 31 Grad erreicht. Dabei bleibt es weiterhin sonnig und trocken. 
Am Mittwoch steigt das Thermometer teilweise wieder weit über 30 Grad. Den Meteorologen zufolge werden Höchsttemperaturen zwischen 31 und 34 Grad erwartet. Im Bergland steigen die Temperaturen auf maximal 27 bis 31 Grad. 
Am Donnerstag und am Freitag soll es dann noch heißer werden. Maximal 32 bis 37 Grad werden am Donnerstag erwartet, am Freitag könnte die Temperatur auf bis zu 35 bis 38 Grad steigen. 

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Der Sommer 2026 hat es wirklich in sich: Starke Hitzewellen bringen uns alle ordentlich ins Schwitzen und überziehen weite Teile Deutschlands mit Rekordtemperaturen. Die extreme Hitze fordert ihren Tribut: Mensch und Natur leiden unter der Trockenheit, die Landwirtschaft kämpft, und das Thema Wasserknappheit ist präsenter denn je. Dazu kommen immer wieder heftige lokale Gewitter und Starkregen, die das Bild eines sehr unbeständigen, aber vor allem extrem heißen Sommers abrunden.