Alle Infos in unserem Hitze-TickerZahl der Hitzetoten in Deutschland nochmals angestiegen

Wasser-Verteilaktion
Ein Mann vom Deutsches Rotes Kreuz (DRK) verteilt Wasser.
arn sab, Andreas Arnold/dpa, Andreas Arnold
von Rouven Schroth, Philipp Petersdorff, Sebastian Fuhrmann, Anke Jonschker, Johanna Kroke, Thorsten Berger, Camilla Koziol, Fabian Klein, Martina Lewinski, Svenja Hoffmann, Roger Saha, Jana Kerzmann und Jan Luhrenberg

Deutschland schwitzt weiter!
Die Hitzewelle hat das Land fest im Griff. Wo es besonders heiß wird, welche Unwetter drohen und was jetzt im In- und Ausland wichtig ist, lest ihr in unserem Liveticker auf RTL.de.

Alles zur aktuellen Lage im Hitze-Ticker auf RTL.de

Wichtige Updates
Johanna Kroke

Zahl der Hitzetoten in Deutschland nochmals gestiegen

Die Zahl der Hitzetoten in diesem Sommer hat sich noch einmal erhöht. Mittlerweile liegt sie bei 12.500, wie aus dem am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Ausgewertet wurden Daten bis zum 2. August. 2026 ist laut RKI ein Rekordjahr, was hitzebedingte Sterbefälle angeht. Die bislang höchste Zahl an Hitzetoten wurde 2018 mit geschätzt 8900 Fällen registriert.
Allein 9.600 der 12.500 Menschen starben laut RKI dieses Jahr in der besonders heißen 26. Kalenderwoche, also zwischen dem 22. und dem 28. Juni. Damals hatte es Rekordtemperaturen von mancherorts mehr als 41 Grad Celsius gegeben.

Hitze führt sehr selten unmittelbar zum Tod. In den meisten Fällen ist es eine Kombination aus hohen Temperaturen und bereits bestehenden Vorerkrankungen wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungen- oder Nierenerkrankungen, die zum Tod führt. Daher wird Hitze auf dem Totenschein nicht als die Todesursache angegeben und taucht auch nicht in der Todesursachenstatistik auf. Das Ausmaß hitzebedingter Sterbefälle wird mit Hilfe von statistischen Methoden durch den Vergleich der Zahl von Sterbefällen in Sommerwochen mit und ohne Hitze berechnet.

Die Übersterblichkeit in der 31. Kalenderwoche vom 27. Juli bis zum 2. August wird dem RKI zufolge derzeit auf insgesamt 14.500 geschätzt. Übersterblichkeit bedeutet, dass in einem bestimmten Zeitraum mehr Menschen sterben, als normalerweise zu erwarten wäre.
Hitzeperioden führen in Deutschland regelmäßig zu einem Anstieg der Sterblichkeit. Das RKI veröffentlicht zwischen Juni und September wöchentlich einen Bericht über die aktuelle Lage. Parallel veröffentlicht auch das Statistische Bundesamt Daten zur hitzebedingten Sterblichkeit. 
Johanna Kroke

Zu wenig Wasser in der Donau! Rumänien schaltet AKW Cernavoda komplett ab

Wegen des zu niedrigen Wasserstands an der Donau schaltet Rumäniens das Kernkraftwerk Cernavoda ganz ab. Wie das Energieministerium nach Angaben der Nachrichtenagentur Mediafax mitteilte, wird auch der zweite Reaktor heruntergefahren, nachdem Ende Juli bereits der erste Reaktorblock wegen mangelnden Kühlwassers abgeschaltet worden war. 

Etwa ab 10.00 Uhr MEZ werde die Totalabschaltung abgeschlossen sein. Das AKW liegt im Osten des Landes an einem Donau-Arm und produziert normalerweise 20 Prozent des rumänischen Strombedarfs. Es bezieht sein gesamtes Kühlwasser aus dem Fluss.
Erst vor zehn Tagen hatte Rumänien versucht, durch die Sprengung eines Felsens in der Donau mehr Wasser nach Cernavoda zu leiten. Doch zur längerfristigen Versorgung des AKW mit Wasser reichte diese Operation nicht aus. 
Johanna Kroke

Ständig Blähbauch bei Hitze? Das kann helfen

Wenn es draußen heiß ist, fühlt sich bei vielen Menschen nicht nur der Kreislauf anders an – auch die Verdauung kann aus dem Takt geraten. Ein aufgeblähter Bauch, Völlegefühl oder mehr Darmgeräusche können im Sommer häufiger auftreten. Dahinter stecken oft veränderte Essgewohnheiten, viel Flüssigkeit oder schlicht die hohen Temperaturen. 

Warum Hitze den Bauch aufblähen kann

Bei hohen Temperaturen weiten sich die Blutgefäße, damit der Körper Wärme besser abgeben kann. Gleichzeitig können sich Flüssigkeitseinlagerungen verstärken. Das kann dazu führen, dass sich der Bauch gespannt oder aufgebläht anfühlt.
Hinzu kommt, dass sich im Sommer häufig die Ernährung verändert: Eis, kalte Getränke, Grillgerichte, größere Mengen Obst oder kohlensäurehaltige Getränke können bei empfindlichen Menschen Blähungen begünstigen. 

Kohlensäure und Strohhalme besser reduzieren

 Wer ohnehin zu Blähungen neigt, sollte bei hohen Temperaturen nicht ausschließlich auf Mineralwasser mit viel Kohlensäure setzen. Beim Trinken von Sprudel gelangt zusätzlich Gas in den Verdauungstrakt und kann das Völlegefühl verstärken. Auch durch Strohhalme oder hastiges Trinken kann mehr Luft geschluckt werden. Besser ist es, regelmäßig und langsam zu trinken. 

Nicht nur Salat und Rohkost essen

Ein großer Sommersalat wirkt leicht, kann bei empfindlicher Verdauung aber durchaus einen Blähbauch verursachen. Rohes Gemüse wird teilweise schwerer verdaut als gegartes. Wer merkt, dass der Bauch nach Rohkost regelmäßig rebelliert, kann einen Teil des Gemüses stattdessen kurz dünsten oder leicht anbraten. 
Bei Hitze fühlen sich große, schwere Mahlzeiten oft besonders unangenehm an. Mehrere kleinere Portionen über den Tag können angenehmer sein als ein sehr großes Essen. Auch sehr fettige Speisen können die Verdauung verlangsamen. Leichte Kombinationen aus Gemüse, Kartoffeln, Reis oder Getreide und einer Eiweißquelle sind für viele Menschen besser verträglich. 

Nicht jeder Blähbauch kommt von der Hitze

Leichte Bewegung kann gegen den Blähbauch helfen. Tritt der aufgeblähte Bauch regelmäßig auf, ist sehr stark ausgeprägt oder kommen Schmerzen, Durchfall, Verstopfung, Gewichtsverlust oder andere Beschwerden hinzu, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden. Auch Unverträglichkeiten oder andere Erkrankungen können hinter wiederkehrenden Verdauungsproblemen stecken. 
Johanna Kroke

Coolcation-Trend: Schwarzwald lockt mehr Südeuropäer an

Der Schwarzwald als kühlerer Gegenpol zum glühenden Süden Europas – mit dieser Absicht zieht es immer Spanier und Italiener in den Sommerurlaub nach Südbaden. „Es ist eine wunderschöne Region", sagt Rocío Hurtado zu dpa, die mit ihrem Mann und den beiden Töchtern von Barcelona aus mit dem Camper in den Schwarzwald gekommen ist. Der Temperaturunterschied zur noch heißeren Heimat Spanien war nach ihren Worten ein wichtiger Aspekt bei der Wahl des Urlaubsziels. Diesen Trend bezeichnen Tourismusverbände mittlerweile auch als „Coolcation“.

Auch in der Statistik macht sich dieser Trend bemerkbar. Die Schwarzwald Tourismus GmbH wertete Zahlen für den Schwarzwald aus, sie kommen vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg: Besonders dynamisch ist danach die Entwicklung bei Spaniern. 

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Der Sommer 2026 hat es wirklich in sich: Starke Hitzewellen bringen uns alle ordentlich ins Schwitzen und überziehen weite Teile Deutschlands mit Rekordtemperaturen. Die extreme Hitze fordert ihren Tribut: Mensch und Natur leiden unter der Trockenheit, die Landwirtschaft kämpft, und das Thema Wasserknappheit ist präsenter denn je. Dazu kommen immer wieder heftige lokale Gewitter und Starkregen, die das Bild eines sehr unbeständigen, aber vor allem extrem heißen Sommers abrunden.