Tödlicher Vorfall in SpanienStier spießt Ex-Matador auf

July 7, 2024, Pamplona, Navarre, Spain: Recortadores group performance in the bullring of the San Fermin Festival in Pamplona, northern Spain. (Credit Image: © Ruben Albarran/ZUMA Press Wire
Der Stierkampf ist seit Jahrhunderten fester Bestandteil der spanischen Kultur. (Archivbild)
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Kurz vor einem traditionellen Stierkampf in Málaga kommt es zu einem tödlichen Zwischenfall. Beim Transport der Tiere zur Arena attackiert ein Bulle einen der Helfer. Der frühere Matador stirbt an seinen Verletzungen.

Tödlicher Vorfall bei den Vorbereitungen für einen Stierkampf in Erinnerung an Pablo Picasso in Spanien: Beim Entladen der Tiere von einem Lastwagen in Málaga wurde einer der Helfer, ein landesweit bekannter früherer Matador, von einem Stier aufgespießt. Ricardo Ortiz sei dabei tödlich verletzt worden, teilten die Veranstalter mit.

Die „Corrida Picassiana“ in Erinnerung an Picasso soll am Abend stattfinden. Die Tiere dafür wurden am Freitagabend zur Arena La Malagueta gebracht, bei ihrer Entladung kam es zu dem tödlichen Zwischenfall. Der getötete 51-jährige Ortiz stammt aus einer Familie mit langer Stierkampf-Tradition. Der Matador hatte sich vor über zwanzig Jahren aus der Arena zurückgezogen, war aber weiterhin in die Betreuung der Stiere in Málaga eingebunden.

La Malagueta hat Platz für etwa 9000 Zuschauer. Bei der für heute geplanten „Corrida Picassiana“ werden traditionell die Arena, die Dekorationen und die Kostüme der Matadore von den Werken des weltbekannten Malers inspiriert, der in Málaga geboren wurde und ein großer Stierkampf-Fan war.

Der Stierkampf ist seit Jahrhunderten fester Bestandteil der spanischen Kultur und wurde 2013 von der damaligen konservativen Regierung sogar zum nationalen Kulturgut erklärt, das mit öffentlichen Mitteln finanziert werden darf. Jedes Jahr finden jährlich rund 1500 Stierkämpfe statt, die oft mit religiösen Festen zusammenfallen. Ihre Zahl ist laut offiziellen Angaben jedoch rückläufig. Vor allem unter jüngeren Menschen verlieren die Veranstaltungen immer mehr an Attraktivität. Gegner bezeichnen die Stierkämpfe als barbarisch, Befürworter verteidigen sie als tief verwurzelte Tradition.

Verwendete Quellen: jpe/AFP/dpa