Mega-Abzug vom Lohnzettel?Renten-Schock! Ab 2028 bleibt wohl deutlich weniger vom Gehalt übrig

Laut einer Renten-Prognose steigen die Rentenbeiträge ab 2028 deutlich. (Symbolbild)
Laut einer Renten-Prognose steigen die Rentenbeiträge ab 2028 deutlich. (Symbolbild)
Patrick Pleul/dpa

Das tut beim Hinsehen weh.
Viele Deutsche klagen schon jetzt über hohe Abgaben, doch ab 2028 steigt der Rentenbeitrag nach Informationen der Bild sprunghaft an. Um das Rentensystem zu stabilisieren, sollen Beschäftigte künftig deutlich mehr einzahlen. Für Millionen Arbeitnehmer bedeutet das Hunderte Euro weniger Netto im Jahr.

Renten-Beitrag springt so stark wie nie zuvor

Der Rentenbeitrag steigt laut Frühjahrsfinanzschätzung der Deutschen Rentenversicherung am 1. Januar 2028 von derzeit 18,6 auf 19,9 Prozent, also ein historischer Sprung um 1,3 Prozentpunkte. Das geht offenbar aus Daten hervor, die der Bild vorliegen. Und diese 1,3 Prozentpunkte machen sich auf dem Konto bemerkbar. Wer monatlich 3.500 Euro brutto verdient, zahlt ab 2028 jährlich 273 Euro mehr in die Rentenkasse. Bei 4.500 Euro brutto steigt die zusätzliche Belastung auf 351 Euro im Jahr.

Lese-Tipp: Riester-Rente vor dem Aus! So retten Sie Ihre Altersvorsorge

Besonders hart trifft es Gutverdiener: Bei einem Monatsgehalt von 8.500 Euro erhöht sich der jährliche Rentenbeitrag um 659 Euro. Insgesamt fließen dann laut Prognose 10.145 Euro pro Jahr in die Rentenkasse.

Video-Tipp: Rente erst mit 70? Experten planen großen Umbruch

Anzeige:
Empfehlungen unserer Partner

Arbeiten bis 70? Rentenkasse unter Druck

Hinter den steigenden Beiträgen steckt ein Problem, das Deutschland seit Jahren begleitet: Immer mehr Rentner stehen immer weniger Beitragszahlern gegenüber. Die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung, Gundula Roßbach, nennt mehrere Möglichkeiten, um das System langfristig zu stabilisieren. Dazu gehören höhere Löhne, mehr Beitragszahler – etwa durch die Einbeziehung von Beamten –, eine längere Lebensarbeitszeit bis 70 Jahre sowie eine Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze.

Renten-Kommission steht vor einer Mammutaufgabe

Wie die gesetzliche Rente in Zukunft gerettet werden soll, darüber berät derzeit eine 13-köpfige Rentenkommission in Berlin. Ende Juni will das Gremium seine Reformvorschläge vorstellen und den Abschlussbericht an Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas übergeben.

Streaming Tipp

Die Erwartungen sind enorm. Denn die Ergebnisse könnten nicht nur darüber entscheiden, wie viel Geld Arbeitnehmer künftig abgeben müssen. Beobachter sehen darin auch einen wichtigen Test für die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz. (nha)

Verwendete Quellen: Bild