Das steckt dahinterJetzt wird sogar die Kartoffel zum Preistreiber!

 Bauer Bernd Bellingröhr bei der Kartoffelernte ** NUR FÜR REDAKTIONELLE ZWECKE ** EDITORIAL USE ONLY **Bauer Bernd Bellingröhr bei der Kartoffelernte, am Dienstag, 29.09.2026 in Dinslaken-Eppinghoven. Wie läuft es nach der extremen Dürre im Sommer? Deutschland NRW Eppinghoven Copyright: MarkusxJoosten *** Farmer Bernd Bellingröhr harvesting potatoes ** FOR EDITORIAL USE ONLY ** EDITORIAL USE ONLY ** p Farmer Bernd Bellingröhr harvesting potatoes on Tuesday, September 29, 2026, in Dinslaken-Eppinghoven. How are things going after the extreme drought this summer in Germany, North Rhine-Westphalia, Eppinghoven? Copyright MarkusxJoosten Copyright: MarkusxJoosten doc87t9v734f7bh8urwny3 ,EDITORIAL USE ONLY
Wegen des knappen Angebots sind die Kartoffelpreise bereits deutlich gestiegen.
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Nach der üppigen Ernte im Vorjahr fällt die Kartoffelmenge 2026 deutlich geringer aus. Trockenheit und weniger Anbauflächen treiben zunächst die Erzeugerpreise nach oben. Im Supermarkt ist die Entwicklung bereits angekommen.

Kartoffeln werden deutlich teurer: Die geringe Ernte lässt in Deutschland die Preise für das Grundnahrungsmittel steigen. Im September mussten die Verbraucher bereits 11,3 Prozent mehr bezahlen als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Steigerung lag damit deutlich über der allgemeinen Inflation von 3,3 Prozent.

2025 hatte es mit 13,9 Millionen Tonnen noch eine herausragend gute Ernte gegeben. Im laufenden Jahr werden nach vorläufigen Ergebnissen nur 10,4 Millionen Tonnen Kartoffeln eingebracht, was einen Rückgang um rund ein Viertel bedeutet. Weniger Kartoffeln wurden zuletzt 2018 geerntet (8,9 Millionen Tonnen).

Die Gründe für die geringe Ernte 2026 sind eine um 11,1 Prozent verringerte Anbaufläche und die Dürre, in deren Folge die Kartoffeln kleiner ausfielen. Statt 46 Tonnen pro Hektar konnten die Landwirte im Schnitt aktuell nur 38,9 Tonnen ernten.

Wegen des knappen Angebots sind die Erzeugerpreise bereits deutlich gestiegen: Die Landwirte erhielten im August um 61,5 Prozent mehr Geld für ihr Produkt. So stark ist der Kartoffelpreis auf der Erzeugerebene seit drei Jahren nicht mehr gestiegen. Für sämtliche pflanzliche Produkte haben die Erzeugerpreise um 12,3 Prozent zugelegt. Preissteigerungen auf dieser Ebene werden in der Regel über den Handel an die Verbraucher weitergereicht. Grundsätzlich kann sich Deutschland bei Kartoffeln selbst versorgen.

In der Landwirtschaft beschäftigt man sich daher mit dem Thema, eine trocken- und stressresistente Sorte zu finden. Die Entwicklung dauere in der Regel zehn Jahre. „Das Thema Klima ist ein Dauerbrenner, wir müssen Sorten finden, die mit Extremen umgehen können“, sagt Jörg Renatus, Geschäftsführer der Europlant Pflanzenzucht GmbH in Lüneburg - einer der größten Kartoffelzüchter Europas.

Verwendete Quellen: mba/dpa