Aus einem ganz besonderen GrundMehr als 11.000 Flaschen und Dosen! Mann verbringt ZEHN Stunden am Pfandautomaten

Ärger mit der Pfandrückgabe (Symbolbild)
Erst sammelt er monatelang, dann verbringt der Pole Stunden vor dem Automaten. (Symbolbild)
Eva Manhart/APA/dpa

Hoffentlich hat sich niemand hinter ihm angestellt …
Fast zehn Stunden steht Paweł Mej in Polen an einem Rückgabeautomaten, wirft eine Flasche und Dose nach der anderen hinein. Am Ende zeigt der Zähler unglaubliche 11.218 Verpackungen – doch das Geld behält er nicht für sich.

Pole legt irren Pfand-Marathon hin

Am 17. September startet Mej gegen 8.05 Uhr mit seinem ungewöhnlichen Marathon in einem Supermarkt im polnischen Bochnia. Erst gegen 17.50 Uhr ist die letzte Verpackung abgegeben. Nach fast zehn Stunden am Automaten steht fest: 11.218 Flaschen und Dosen hat der Pole an nur einem Tag zurückgebracht, berichtet das Nachrichtenportal Bochnianin. Ganz allein kommt die gewaltige Menge allerdings nicht zusammen. 318 Verpackungen steuern Kunden des Geschäfts spontan bei. Den mit Abstand größten Teil hat Mej zuvor selbst gesammelt.

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Der Pole, in seiner Heimat auch als „Bosy Biegacz“ („Barfußläufer“) bekannt, beginnt damit bereits im März. Mit dem Fahrrad fährt er durch Orte rund um Bochnia und sammelt Flaschen und Dosen ein. Bis Ende Juli kommen so schon fast 8.000 Stück zusammen. Doch statt sie zurückzugeben, sammelt Mej weiter – bis sich schließlich mehr als 11.000 Verpackungen stapeln.

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Paweł Mej spendet seine Pfand-Einnahmen an Vereine

Hinter der ungewöhnlichen Aktion steckt mehr als der Versuch, eine möglichst beeindruckende Zahl auf den Automaten zu bekommen. Mej sammelt dem Bericht zufolge für Einrichtungen und Vereine aus der Region. Von den Einnahmen gehen umgerechnet rund 180 Euro an die Freiwillige Feuerwehr in Baczków. Weitere etwa 60 Euro bekommt ein örtlicher Landfrauenverein. Für die Schule und den Kindergarten in Baczków werden außerdem insgesamt 16 Fuß- und Volleybälle gekauft.

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Und selbst mit der eigentlichen Pfandrückgabe ist die Sammelaktion noch nicht komplett beendet. Die Deckel der Flaschen hebt Mej separat auf und spendet auch sie. Bereits im Sommer hatte er mehr als 15 Kilogramm davon zusammengetragen.

Pole verbindet sportliche Projekte mit sozialer Hilfe

Der Pole ist in seiner Region für ungewöhnliche Aktionen bekannt. Mit seinen Projekten verbindet er sportliche Herausforderungen und soziales Engagement. Dieses Mal will er gleichzeitig etwas gegen achtlos weggeworfenen Müll tun und Einrichtungen in seiner Heimat unterstützen. Nach fast zehn Stunden am Automaten dürfte allerdings auch für den erfahrenen Sammler erst einmal Schluss gewesen sein.

Sein Berg aus mehr als 11.000 Flaschen und Dosen ist jedenfalls verschwunden – und landet dort, wo er hingehört: im Recycling.

Verwendete Quellen: Bochnianin, Pilne24