Täter auf der FluchtUnbekannte erschießen Autofahrerin (†25) vor den Augen ihres Babys

Kugelhagel am Steuer!
Im südfranzösischen Nizza ist eine junge Mutter am Steuer ihres Autos von Unbekannten erschossen worden, während sie mit ihrem Baby unterwegs war. Das Baby sei unverletzt geblieben, sagte Nizzas Bürgermeister Christian Estrosi, der von einer „abscheulichen Tat” und von „Barbarei” sprach. Zeugen erleben dramatische Minuten – und die Täter sind weiter auf der Flucht.
Frau in Nizza im Auto erschossen
Von einem oder zwei Motorrollern aus sei am Mittwochabend (21. Januar) gegen 18 Uhr auf die junge Frau geschossen worden. Ein Augenzeuge sagte der Zeitung Nice-Matin, die Frau habe sich schützend über ihr in einem Kindersitz sitzendes Baby geworfen und sei von Schüssen in den Rücken und in die Seite getroffen worden. „Zuerst hörten wir etwa zehn Schüsse. Wir glauben, dass sie die ersten fünf Schüsse abgefeuert haben, und da sie noch atmete, feuerten sie fünf weitere ab“, erklärte ein Anwohner.

Mit der leblosen Frau hinter dem Steuer sei der BMW noch die abschüssige Straße heruntergerollt und in einen Pfosten gekracht. Mehrere Einschusslöcher seien laut BFMTV an ihrem Auto gefunden worden.
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Bestürzung und Wut nach Tod einer 25-Jährigen
Zeugen leisteten demnach Erste Hilfe und befreiten das Baby aus dem Wagen. Nach Angaben des Senders TF1 handelte es sich um ein sechs Monate altes Mädchen. „Das Opfer erlitt einen Herzstillstand, als die Rettungskräfte eintrafen, und ihre Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos“, sagte der örtliche Staatsanwalt Damien Martinelli Le Parisien.
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Von den Tätern fehle noch jede Spur, lediglich die beiden Motorroller seien in der Nähe des Bahnhofs entdeckt worden. Der Bürgermeister der Stadt fordert Aufklärung: „Die Nachricht vom Tod einer jungen Frau, die in Begleitung ihres Babys, das glücklicherweise wohlauf ist, durch Schüsse getötet wurde, löst immense Bestürzung und tiefe Wut aus“, zitiert Le Parisien Christian Estrosi.
Auch das Motiv für die Tat war zunächst offen. Es seien Ermittlungen wegen Mordes eingeleitet worden, so die Zeitung Le Parisien unter Verweis auf die Staatsanwaltschaft. Der französische Sender BFMTV berichtet, es deute alles auf eine Abrechnung hin und mutmaßt einen Zusammenhang mit möglichen Bedrohungen durch Drogenhandel oder Femizid. (lha)
Verwendete Quellen: dpa, Le Parisien, BFMTV


