Revolution auf Europas StraßenIm Nachbarland: Teslas dürfen jetzt allein fahren!

Konzept - Autonomes Fahren im Alltag - Ein Fahrer sitzt entspannt im Auto mit aktivem Assistenzsystem von Tesla und Händen weg vom Lenkrad, während das Fahrzeug mit Kamera selbstständig fährt und die Entwicklung moderner Mobilität und Technologie zeigt.
Hände weg vom Lenkrad - während das Fahrzeug, durch Kameras navigiert, selbstständig fährt.
picture alliance / CHROMORANGE / Michael Bihlmayer

Das Fahrerassistenzsystem des US-Autobauers Tesla darf in einem Nachbarland Deutschlands genutzt werden. Und damit erstmals in Europa. Die Funktion übernimmt Lenkung, Bremsen und Einparken. Die Aufmerksamkeit des Fahrers ist aber weiterhin nötig.

Als erstes Land in Europa erlauben die Niederlande den Fahrern von Tesla-Autos die Nutzung einer Selbstfahrfunktion. Voraussetzung sei, dass die Fahrer im Auto sitzen und das Manöver genau überwachen, erklärte die zuständige Straßensicherheitsbehörde RDW. Damit folgen die Niederlande dem Beispiel der USA, wo Tesla-Fahrer das System bereits nutzen können.

Konkret geht es um die Tesla-Funktion „FSD Supervised: volles autonomes Fahren (überwacht)“. „Das Fahrerassistenzsystem kann nun auch in den Niederlanden eingesetzt werden. Eine zukünftige Ausweitung auf alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union ist möglich“, erklärte die RDW.

Im sogenannten FSD-Supervised-Modus übernimmt das Tesla-System die Steuerung - einschließlich Lenkung, Bremsen und Einparken. Dies alles darf nur unter der aktiven Aufsicht des Fahrers erfolgen, der weiterhin am Steuer sitzt und bei Bedarf eingreifen muss.

Im März kündigte Volkswagen-Vorstandschef Oliver Blume an, dass ab 2027 die Serienproduktion des „ID. Buzz AD“ im Werk in Hannover starten werde - laut Konzernangaben das erste vollautonome Serienfahrzeug Europas. Im Werk laufe bereits die Vorserienproduktion des vollautonomen Bullis an, was aus VW-Sicht den nächsten Schritt auf dem Weg zur Industrialisierung autonomer Mobilität in Europa markiere.

Verwendete Quellen: bho/AFP/dpa