Schluss mit Vermittlern!Nahost-Krieg: USA, Iran & Pakistan verhandeln plötzlich miteinander!

ISLAMABAD, PAKISTAN, APRIL 11: A motorcade believed to be carrying US Vice President JD Vance makes its way ahead of US-Iran peace talks in Islamabad on April 11, 2026. Delegations from Iran and the United States headed by US Vice president JD Vance have arrived in Islamabad for talks hosted by Pakistani prime minister Shehbaz Sharif and Field Marshal Asim Munir in Islamabad. Muhammad Reza / Anadolu
Nach fünf Wochen Krieg einigten sich die Konfliktparteien am Dienstag auf eine zweiwöchige Feuerpause.
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Washington und Teheran verhandeln erstmals persönlich in Islamabad über ein Ende der Gewalt. Zuvor wurde nur über einen Vermittler kommuniziert. Hoffnung auf eine schnelle Einigung besteht aber nicht.

Die USA, Pakistan und der Iran haben direkte Dreiergespräche miteinander geführt, um den Nahost-Krieg zu beenden. Vertreter der drei Parteien hätten in Islamabad direkte persönliche Gespräche geführt, erklärte ein hochrangiger Beamter aus dem Weißen Haus. Dies stellt eine Abkehr von der bisherigen Praxis dar, bei der die Vertreter Washingtons und Teherans in getrennten Räumen saßen und nur über einen Vermittler verhandelten.

Die USA werden nach Angaben des Weißen Hauses von US-Vizepräsident JD Vance, dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner, dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, vertreten. Wer von iranischer und pakistanischer Seite an den Gesprächen teilnahm, teilte das Weiße Haus nicht mit.

Pakistans Regierungschef Shehbaz Sharif hatte die Delegationen der USA und des Iran zunächst getrennt voneinander empfangen, bevor er die Verhandlungen für eröffnet erklärte.

Die USA und Israel hatten am 28. Februar Angriffe auf den Iran gestartet. Nach fünf Wochen Krieg einigten sich die Konfliktparteien am Dienstag auf eine zweiwöchige Feuerpause. In dieser Zeit soll unter Pakistans Vermittlung über ein dauerhaftes Ende des Krieges verhandelt werden. Die Positionen der Kriegsparteien liegen aber extrem weit auseinander.

Verwendete Quellen: bho/AFP