„Ist es schon da?”Über-den-Wolken-Baby! Bei der Landung des Flugzeugs ist ein Passagier mehr an Bord

Bei der Landung war ein Passagier mehr an Bord
Bei der Landung in New York ist ein Passagier mehr an Bord (Symbolbild)
picture alliance / NurPhoto | Mike Campbell

Dieses Baby wird wohl Vielflieger!
Eine schwangere Frau bekommt während ihres Fluges am Samstag (4. April) plötzlich Wehen. Die Maschine ist schon im Anflug auf den New Yorker John F. Kennedy-Flughafen, doch das Kind will nicht auf die Landung warten.

„Eine schwangere Passagierin, die gerade in den Wehen liegt”

Es ist eigentlich ein völlig normaler Flug am Karsamstag (4. April). Caribbean Airlines Flug BW5 vom Kingston International Airport auf Jamaika hebt mit nur wenigen Minuten Verspätung annähernd pünktlich ab. Um 12 Uhr (Ortszeit) soll die Maschine (eine Boeing 737 Max 8 mit der Kennung 9Y-SUR) in New York landen. Bei der Ankunft befindet sich allerdings ein Passagier mehr an Bord. Das Baby kommt noch im Anflug auf den John F. Kennedy-Airport zur Welt.

Lese-Tipp: Schreck auf Mallorca! Feuerwehreinsatz an easyJet-Maschine

Als bei der Mutter kurz vor der Landung plötzlich die Wehen einsetzen, verwandelt sich die Maschine in einen improvisierten Kreißsaal. Die Piloten an Bord bitten den Tower um eine schnellere Landung. Zunächst gibt es ein Missverständnis, schreibt die New York Post. Der Fluglotse glaubt, es handele sich um eine schwer erkrankte Passagierin und fragt nochmals nach. „Wir haben eine Passagierin, eine schwangere Passagierin, die gerade in den Wehen liegt”, antwortet ihm der Pilot.

Video-Tipp: Kurz vor dem Start: Frau bringt Baby auf dem Rollfeld zur Welt

Anzeige:
Empfehlungen unserer Partner

Caribbean-Airlines-Besatzung hat besonnen gehandelt

Die Maschine erhält schließlich die Freigabe für den Direktanflug, und medizinisches Personal macht sich bereit, um die Schwangere am Gate sofort in Empfang zu nehmen. Gleich nachdem die Maschine am „JFK” aufgesetzt hat, erkundigt sich ein Mitarbeiter der Bodenkontrolle: „Caribbean 5, ground control. Ist es schon da?“

Die Antwort des Piloten fällt kurz und knapp aus: „Ja, Sir!” Der Fluglotse hat auch sofort einen kreativen Vorschlag für die Mutter: „Sagen Sie ihr, sie muss es ‘Kennedy’ nennen” – in Anlehnung an den Flughafen John F. Kennedy.

Lese-Tipp: Fast 450 Euro pro Person! Flüge nach Mallorca plötzlich hunderte Euro teurer

Caribbean Airlines bestätigt die Geburt während des Fluges auf seiner Webseite und schreibt: „Bei ihrer Ankunft wurden die Mutter und das Neugeborene vom medizinischen Personal versorgt und erhalten nun die notwendige Betreuung”. Die Fluggesellschaft lobt die Professionalität und das besonnene Handeln ihrer Besatzung, die „die Situation gemäß den festgelegten Verfahren bewältigt und so die Sicherheit und das Wohlbefinden aller Passagiere an Bord gewährleistet hat”.

Ob der neue Erdenbürger jetzt tatsächlich „Kennedy” heißt, ist leider nicht bekannt.

Verwendete Quellen: New York Post, Caribbean Airlines