Perfide Masche von Betrügern„Ihr Angehöriger ist krank!“ Polizei warnt vor falschen Ärzten am Telefon

Die Betrüger halten den Mann über Stunden am Telefon. (Symbolbild)
Die Polizei Münster warnt vor Betrügern, die sich am Telefon als Ärzte ausgeben.
picture alliance / dpa | Matthias Balk
von Emanuel Holz

Achtung, hier sind Betrüger am Werk!
Das Telefon klingelt, Krankenhausgeräusche im Hintergrund, ein angeblich todkranker Angehöriger – und plötzlich muss ganz schnell ein teures Medikament her. Betrüger setzen ihre Opfer mit einer neuen und perfiden Anruf-Masche unter Druck. Die Polizei Münster warnt jetzt die Bevölkerung.

Falsche Ärzte täuschen Krankheit von Angehörigen vor

So läuft der Betrug im Einzelnen ab: Ein vermeintlicher Arzt oder eine angebliche Ärztin meldet sich und behauptet, ein Familienmitglied sei schwer erkrankt. Die Betrüger erklären demnach, dass dringend ein teures Medikament aus Deutschland oder dem Ausland gekauft werden müsse, um dem Angehörigen helfen zu können. Ihr eigentliches Ziel: Nach dem Telefonat wollen sie Bargeld oder Wertgegenstände bei den Angerufenen abholen.

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Krankenhausgeräusche sollen Schockanruf glaubwürdig machen

Besonders perfide ist, wie die Täter ihre Geschichte offenbar inszenieren. Während des Gesprächs sollen im Hintergrund glaubwürdige Krankenhausgeräusche zu hören sein. Gleichzeitig bauen die Anrufer laut Polizei enormen emotionalen und zeitlichen Druck auf. So sollen die Opfer möglichst wenig Zeit bekommen, die angebliche Notlage zu hinterfragen oder selbst mit ihrem Familienmitglied Kontakt aufzunehmen.

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Polizei Münster warnt: Sofort auflegen

Die Polizei rät, bei solchen Schockanrufen grundsätzlich misstrauisch zu sein – selbst dann, wenn auf dem Display eine bekannte Telefonnummer erscheint. Betroffene sollten das Gespräch beenden und anschließend selbst ihre Angehörigen kontaktieren.

Außerdem gilt: Niemals Bargeld oder Schmuck an unbekannte Personen übergeben, keinen Zugriff auf das eigene Konto gewähren und keine persönlichen Daten wie Adresse, Telefonnummer oder Bankverbindung preisgeben. Wer Zweifel hat, sollte sich an die Polizei wenden.

Verwendete Quellen: Polizei Münster