Neue Hoffnung nach Unfall in MexikoKleiner Olli (2) schafft erste Bewegungen mit seinem Bein

Olli bewegt seine Beinmuskeln
Oliver Staub macht nach seinem Unfall wieder erste kontrollierte Bewegungen mit seinen Beinen.
Instagram/our.journey.with.oliver und fisio_marcoterriquez
von Emilio Nigrelli und Johanna Grewer

„Du bist einfach der Wahnsinn!“
Was Familie Staub auf ihrem Instagram-Account teilt, wäre vor ein paar Monaten noch völlig undenkbar gewesen. Olli (2) wurde von einem Spezialisten untersucht. „Dabei zeigte sich, dass Oliver bewusste Bewegungen in den Beinen hat und auch in den Armen, wenn auch schwächer“, schreibt die Familie des Kindes, das bei einem Autounfall im Urlaub lebensgefährlich verletzt wurde.

Olli kann Muskeln im Bein kontrolliert bewegen

„Heute hatten wir Besuch von Professor Marco Terriquez“, heißt es auf dem Account der Familie, wo die Staubs Ollis Behandlung und den Alltag nach dem schweren Unfall dokumentieren. Terriquez sei Physiotherapeut, der sich auf Neurorehabilitation spezialisiert habe. In einem Video ist zu sehen, wie er die Muskeln an Hüfte und Beinen des Zweijährigen lockert und dann ein paar Tests durchführt.

„Ich war schon ein bisschen nervös vor dem Termin”, sagt Papa Stefan Staub im RTL-Interview. Aber dann überrascht Olli wieder alle. Selbst der Experte staunt. „Für Dr. Marco ist es nicht erklärbar, dass es Olli so gut geht und dass er weiter Fortschritte macht”, berichtet Ollis Vater.

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Das Ergebnis der Untersuchung ist erstaunlich: Der Physiotherapeut stellt das Bein des Jungen gebeugt aufs Bett und Olli streckt es langsam von allein wieder aus. Das sei „mehr als nur ein Reflex“, ist sich der Spezialist sicher. „Diese Bewegungen sind da. Und sie sind kontrolliert“, verkünden die Staubs begeistert bei Instagram.

Familie Staub hat nach dem Unfall in Mexiko wieder Hoffnung

Auch ein weiterer Test macht der deutschen Familie in Mexiko Hoffnung. Der Therapeut hebt Ollis Bein hoch. Doch statt schlaff herunterzuhängen, ist sein Fuß einen Moment lang gerade nach vorn ausgestreckt! „Bei einer kompletten Rückenmarksverletzung würde ein angehobenes Bein einfach nach unten fallen“, erklären die Staubs. Olli habe das Bein langsam und kontrolliert abgesenkt. Auch das sei ein Zeichen dafür, dass die Muskeln aktiv arbeiten. „Es gibt keine Körperstelle, an der Olli nicht reagiert“, berichtet Stefan Staub stolz.

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„Für uns bedeutet das vor allem eines. Hoffnung. Und Erleichterung“, erklären die Staubs. Sie hatten Sorge, dass der Spezialist ihnen nach der Untersuchung auch mitteilen könnte, dass Olli keine Chance auf Besserung hat und er keine Perspektive sieht. „Gott sei Dank war es nicht so. Ganz im Gegenteil“, heißt es in dem Post.

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Olli (2) überrascht alle immer wieder

Und auch die Fans des tapferen Zweijährigen freuen sich mit. „Das sind wunderschöne Neuigkeiten, mir geht so das Herz auf“, schreibt eine Userin unter dem Post. „So klein und so stark“, heißt es in einem anderen Kommentar. Und noch jemand schreibt: „Niemals die Hoffnung verlieren.“

Ollis Familie ist auch weiterhin auf Spenden angewiesen, denn genau wie die Behandlungen und Therapien für den Zweijährigen gehen auch die Kosten immer weiter. Darum haben Freunde der Familie von Olli eine GoFundMe-Kampagne gestartet.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherchen, Instagram