Reparatur dauert mindestens halbes JahrMoskaus wichtigste Raffinerie! Nach Drohnen-Schlag: monatelang am Boden

Moscow oil refinery damaged again in UAV attack MOSCOW, RUSSIA - JUNE 18: Black smoke rises from the refinery where a fire broke out following a strike as firefighting efforts continue in Moscow, Russia on June 18, 2026. The Moscow Oil Refinery has reportedly been damaged again in an attack by unmanned aerial vehicles UAVs in Russia. Moscow Mayor Sergey Sobyanin said in a statement on social media that air defense systems continue to repel an intense UAV attack targeting the city. Noting that some UAVs reached the Moscow Oil Refinery, Sobyanin stated that necessary measures have been taken to address the consequences of the attack. Sefa Karacan / Anadolu Moscow Russia. Editorial use only. Please get in touch for any other usage. PUBLICATIONxNOTxINxTURxUSAxCANxUKxJPNxITAxFRAxAUSxESPxBELxKORxRSAxHKGxNZL Copyright: x2026xAnadoluxSefaxKaracanx
Dunkle Rauchschwaden über der Kapotnja-Raffinerie bei Moskau.
IMAGO/Anadolu Agency / IMAGO/Sefa Karacan

Die Ukraine versucht, die russische Bevölkerung die Invasion des Kremls ihrerseits spüren zu lassen. Das schaffen die Drohnenangriffe auf Ölraffinerien mittlerweile nachhaltig. Eine Anlage nahe der Hauptstadt Moskau droht einem Insider zufolge über Monate stillzustehen.

Die wichtigste Raffinerie für die russische Hauptstadtregion fällt Branchenkreisen zufolge nach ukrainischen Drohnenangriffen wahrscheinlich den Rest des Jahres aus. Die Anlage am südlichen Stadtrand von Moskau sei schwer beschädigt worden, sagten zwei Insider der Nachrichtenagentur Reuters. „Die Reparatur wird mindestens ein halbes Jahr dauern“, erklärte eine der mit den Vorgängen vertrauten Personen.

Der Betreiber Gazprom Neft reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme. Die Anlage war in den vergangenen Wochen zweimal angegriffen worden und musste den Betrieb einstellen. Der Ausfall der Raffinerie macht es für Russland schwerer, dem akuten Spritmangel im Land zu begegnen.

Die Ukraine hat ihre Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur mit Langstreckendrohnen zuletzt intensiviert. Russland greift seinerseits weiterhin Energie- und Rüstungsziele in und um ukrainische Städte mit Drohnen und Raketen an. Die ukrainischen Treffer haben jedoch einen erheblichen Teil der russischen Raffinerie-Kapazitäten lahmgelegt.

In vielen Regionen des riesigen Landes führte dies bereits zu Engpässen, steigenden Preisen und langen Schlangen an den Tankstellen. Die Raffinerie in Moskau produzierte den jüngsten verfügbaren Daten zufolge im Jahr 2024 fast drei Millionen Tonnen Benzin sowie 3,2 Millionen Tonnen Diesel.

Angesichts der Versorgungskrise erwägt die Regierung in Moskau ein Exportverbot für Diesel, wie der stellvertretende Ministerpräsident Alexander Nowak am Dienstag mitteilte. Einem Bericht der Zeitung „Wedomosti“ zufolge werden zudem Treibstoffimporte geprüft. Dies gelte insbesondere für die Halbinsel Krim, wo der Verkauf von Benzin an Privatkunden kürzlich bereits ausgesetzt wurde.

Verwendete Quellen: als/rts