„Wie schlimm muss diese Warterei sein, bis man endlich mehr weiß”Qualvolle Ungewissheit! Mutter äußert sich zu Missbrauchsfällen in hessischer Kita

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Es ist der blanke Horror: Ein Kita-Erzieher (34) aus dem hessischen Vogelsbergkreis soll während der Arbeit sechs Jungen sexuell missbraucht haben (Symbolbild)
dpa, picture alliance/dpa, Armin Weigel

Der Albtraum nach dem Albtraum!
Ein Kita-Erzieher (34) soll in einer Kita in Hessen mindestens sechs kleine Jungen sexuell missbraucht und dabei gefilmt haben. Derzeit ermittelt die Polizei, ob es noch weitere Opfer gibt. RTL trifft eine Mutter, deren Tochter die Einrichtung besucht.

„Da gibst du dein Kind ab, denkst, es ist in guten Händen – und dann das!“

„Es ist alles so schlimm. Am schlimmsten finde ich, dass jetzt ganz viele Eltern bangen und hoffen, dass ihr Kind nicht unter den Opfern ist. Wie schlimm muss diese Warterei sein, bis man endlich mehr weiß“, so die Mutter, die anonym bleiben möchte. „Da gibst du dein Kind ab, denkst, es ist in guten Händen – und dann das!“

In sechs Fällen soll der 34-jährige Erzieher aus dem hessischen Vogelsbergkreis Jungen sexuell missbraucht und Bildaufnahmen davon gemacht haben. Wie die Behörden mitteilen, könne noch nicht ausgeschlossen werden, dass es zu weiteren Übergriffen gekommen sei. Bis zu seiner Festnahme soll der Mann als Erzieher in einer Kita in Grebenhain gearbeitet haben. Bei einem Elternabend wurden die Eltern, deren Kinder die Einrichtung besuchen, von Seelsorgern und erfahrenen Polizisten über den Fall am Donnerstag (26. Februar) informiert.

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So gelangten die Ermittler auf die Spur

Der nicht vorbestrafte Verdächtige sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Laut Polizei Fulda und Staatsanwaltschaft Gießen soll der 34-jährige Erzieher mindestens sechs etwa vier Jahre alte Jungen während der Arbeit in einer Kita missbraucht und dabei Fotos und Videos gemacht haben.

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Auf seine Spur kamen die Ermittler, nachdem kinderpornografisches Material im Darknet aufgetaucht war. Bei einer Durchsuchung fanden sie zahlreiche Datenträger mit entsprechenden Aufnahmen. Bei seiner Vorführung beim Ermittlungsrichter habe sich der Mann zu den Vorwürfen nicht geäußert. Er sei bereits in einer Justizvollzugsanstalt, hieß es.

Wenn es in eurem Umfeld sexuellen Missbrauch von Kindern oder Jugendlichen gibt oder ihr selbst betroffen seid, findet ihr unter der Nummer 0800 – 22 55 530 oder unter www.hilfe-portal-missbrauch.de Menschen, mit denen ihr darüber sprechen könnt.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, dpa