Vater attackierte FamilieMesserangriff in Witten – Mutter (38) und Tochter (9) außer Lebensgefahr

Sie gewinnen den Kampf um ihr Leben!
Nach dem Messerangriff auf eine Familie in Witten bei Bochum sind die 38 Jahre alte Mutter und die neunjährige Tochter inzwischen außer Lebensgefahr. Das sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Bochum, Jan Finke, der Deutschen Presse-Agentur. Beide würden noch immer im Krankenhaus intensivmedizinisch behandelt, seien aber stabil, hieß es.
Vater greift Familie nach Streit an
Als tatverdächtig gilt der Vater der Familie. Er soll Mutter und Tochter sowie den 13 Jahre alten Sohn am Samstag während eines Streits mit einem Messer schwer verletzt haben. Der Junge starb kurz danach. Der 40 Jahre alte Mann wurde festgenommen. Wie die dpa aus Sicherheitskreisen erfuhr, wurde auch er im Krankenhaus behandelt, bevor er in Polizeigewahrsam genommen wurde.
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Das Motiv ist weiter unklar. Zu den Hintergründen der Tat macht die Polizei derzeit keine weiteren Angaben. Der Verdächtige ist laut Polizei bislang nicht auffällig geworden. Eine Mordkommission ermittelt wegen eines Tötungsdelikts. Die Staatsanwaltschaft Bochum leitet die Ermittlungen.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wird der 40-Jährige im Laufe des Nachmittags einem Haftrichter vorgeführt. Eine genaue Uhrzeit wurde nicht genannt. Der Haftrichter entscheidet, ob der Vater in Untersuchungshaft kommt. Aufgrund der Geschehnisse sei davon auszugehen, hieß es.
Im Video: Tödliche Attacke auf fünffache Mutter
Bürgermeister zeigt sich fassungslos
Die Stadt Witten hatte sich schwer betroffen gezeigt von dem Vorfall. „Die Nachricht von dieser schrecklichen Tat erschüttert uns alle zutiefst. Besonders der Tod eines Kindes macht uns fassungslos”, erklärte Bürgermeister Dirk Leistner laut Mitteilung.
„Wir wünschen den Verletzten von Herzen Kraft und eine schnelle Genesung.” Er dankte den Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten für ihre Arbeit. Die Stadt bittet darum, Rücksicht auf die Betroffenen und deren Angehörige zu nehmen und auf Spekulationen zu verzichten. (lha)
Verwendete Quellen: dpa


