Ukraine, Nahost, 9/11 im FokusMerz und Trump sprechen im Krisen-Telefonat über alles

Vor etwas mehr als einer Woche kommt es nicht wie geplant zu einem Telefonat zwischen Friedrich Merz und US-Präsident Donald Trump - weil der Bundeskanzler kurz vorher absagt. Nun führen die beiden aber doch noch ein Gespräch miteinander.
Bundeskanzler Friedrich Merz und US-Präsident Donald Trump haben am Donnerstag in einem Telefonat über die Anschläge vom 11. September, den Krieg in der Ukraine und die Lage in Nahost gesprochen. Beide hätten an die Anschläge vom 11. September 2001 in den USA erinnert, die sich in der vergangenen Woche zum 25. Mal gejährt haben, teilte Regierungssprecher Stefan Kornelius mit. Der Bundeskanzler habe die besondere Verbundenheit zwischen Deutschen und Amerikanern betont.
Merz und Trump hätten sich zudem über nächste Schritte zur Beendigung des Krieges in der Ukraine ausgetauscht. „Bundeskanzler Merz würdigte die Verabschiedung des Graham-Sanktionsgesetzes durch den Kongress“, teilte Kornelius weiter mit. In den USA hatte nach dem Senat auch das Repräsentantenhaus für das Sanktionsgesetz gestimmt, um Russland wegen des Ukraine-Kriegs stärker unter Druck zu setzen. Das Gesetz war vom unlängst gestorbenen US-Senator Lindsey Graham vorangetrieben worden.
Auch die Lage in der Straße von Hormus und im Roten Meer war den Angaben nach Gegenstand des Gesprächs. Es habe Einigkeit bestanden, dass es einer schnellen Öffnung beider Wasserwege bedarf. Wegen Kritik von Merz an den USA wegen des Iran-Kriegs hatte sich das Verhältnis zu US-Präsident Donald Trump zuletzt verschlechtert. Auch Zollkonflikte belasten die Beziehungen beider Länder.
Vor dem 11. September hatte Merz ein Telefonat mit Trump verschoben. Einen Grund dafür nannte Kornelius nicht. Er deutete aber an, dass es nicht an Terminkollisionen gelegen habe. Trump hatte zuvor für Verstimmung gesorgt, indem er der rechtsextremen AfD zum Wahlsieg in Sachsen-Anhalt gratuliert hatte.
Verwendete Quellen: rog/dpa


