Tragödie in IndienMassenpanik bei religiösem Fest – 17 Menschen sterben

Bei einem religiösen Fest in der indischen Millionenstadt Kolkata bricht eine Massenpanik aus. Nach Medienberichten kommen mindestens 17 Menschen ums Leben, viele werden verletzt. Auslöser soll eine irreführende Durchsage gewesen sein.
Bei einer Massenpanik während eines religiösen Fests in der indischen Millionenstadt Kolkata sind nach Medienberichten mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. 25 Personen seien verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden, berichteten der Sender NDTV und andere indische Medien. Die Opferzahl wurde laut der Zeitung „The Hindu“ vom Regierungschef des Bundesstaats Westbengalen, Suvendu Adhikari, bestätigt. Im zentralindischen Gwalior fuhr ein Lastwagen in eine Menge und tötete 13 Menschen.
Das Unglück ereignete sich den Berichten zufolge am Abend an einem Ausgang eines für das Fest aufgebauten Pavillons, vor dem eine große Menschenmenge zusammengekommen war. Viele Menschen hätten dort Schutz vor einem Regenschauer gesucht. Wie „The Hindu“ unter Berufung auf Adhikari berichtete, brach nach einer „irreführenden Durchsage“ unter den Menschen Panik aus. Weitere Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt.
Zahlreiche Besucher hätten in dem Gedränge das Bewusstsein verloren, zitierte die Zeitung „India Today“ einen Augenzeugen. Einige von ihnen seien mit Motorrädern weggebracht worden. Das Büro des indischen Ministerpräsidenten Narendra Modi kündigte auf der Plattform X Entschädigungen an. Die Hinterbliebenen der Todesopfer sollen jeweils 200.000 Rupien (rund 2100 Dollar) erhalten, den Verletzten wurden 50.000 Rupien zugesagt.
Vom 16. bis zum 21. Oktober wird in Westbengalen das Fest Durga Puja zu Ehren der hinduistischen Göttin Durga gefeiert. Dabei versammeln sich traditionell große Menschenmengen an temporären Schreinen, in denen Statuen der Göttin Durga aufgestellt sind.
Bei großen religiösen Festen oder anderen größeren Veranstaltungen kommt es in Indien immer wieder zu Unfällen. Bei einer Massenpanik während des weltweit größten Pilgerfests, Maha Kumbh Mela, waren im Januar 2025 in der nördlichen Stadt Prayagraj mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen.
Verwendete Quellen: uzh/AFP/dpa


