Streit um Rabatt eskaliertPassagierin prügelt mit Handy auf Flughafen-Mitarbeiterin ein

Plötzlich wird das Handy zur Waffe.
Am Flughafen von Palma de Mallorca ist ein Streit um einen vergünstigten Flugtarif völlig eskaliert. Eine Passagierin soll mehrfach mit ihrem Mobiltelefon auf eine Mitarbeiterin einer Fluggesellschaft eingeschlagen haben. Die Frau wird an Kopf und Schulter verletzt und muss sich anschließend krankschreiben lassen.
Passagierin kann Residentenrabatt nicht nachweisen
Eine Supervisorin einer Fluggesellschaft betreut vergangenen Freitag (28. August) eine Passagierin, bei der es Probleme mit dem sogenannten Residentenrabatt gibt. Bewohner der Balearen erhalten auf Flüge zum spanischen Festland einen Rabatt von 75 Prozent. Dafür müssen sie allerdings nachweisen können, dass ihr Erstwohnsitz auf den Inseln liegt.
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Genau diesen Nachweis kann die Passagierin offenbar nicht ordnungsgemäß erbringen. Als die Mitarbeiterin sie darauf hinweist, soll die Situation eskaliert sein.
Handy-Attacke trifft Mitarbeiterin an Kopf, Ohr und Schulter
Nach Angaben der Gewerkschaft UGT schlägt die Passagierin mehrfach mit ihrem Mobiltelefon auf die Supervisorin ein. Sie trifft die Mitarbeiterin demnach am Kopf, im Bereich des Ohrs und an der Schulter. Die Verletzungen sind so schwer, dass die Frau medizinisch behandelt werden muss. Anschließend wird sie krankgeschrieben.
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Gewerkschaft fordert besseren Schutz für Flughafenpersonal
Für die Gewerkschaft ist der Angriff offenbar längst kein Einzelfall mehr. UGT warnt vor einer „zunehmenden Gewalt gegen Beschäftigte“ an den Flughäfen der Balearen. In diesem Jahr seien bereits mehr als zehn Mitarbeiter angegriffen worden. Es sei „intolerabel“, dass alltägliche Situationen am Flughafen derart eskalieren könnten, erklärt UGT. Selbst die „Anwendung einer Vorschrift“ oder eine für Passagiere frustrierende Situation diene inzwischen als Anlass, „die Beschäftigten zu beleidigen, zu bedrohen oder sogar tätlich anzugreifen“.

Die Gewerkschaft sieht die Sicherheit des Personals zunehmend gefährdet und bezeichnet die Arbeit an Flughäfen inzwischen als „risikobehaftete Tätigkeit“. UGT fordert deshalb Fluggesellschaften, Flughafenbetreiber Aena und Behörden auf, Angriffe nicht länger als Einzelfälle zu behandeln. Stattdessen brauche es wirksame Präventionsmaßnahmen und klare Abläufe für den Ernstfall. Denn, so betont die Gewerkschaft: Die Beschäftigten selbst seien weder für Tarife und Ticketbedingungen noch für Residentenrabatte oder andere Vorgaben verantwortlich. (nha)
Verwendete Quellen: Mallorca Magazin






























