Alle Infos in unserem Hitze-TickerZu hoher Verbrauch! München erlässt Wasser-Verbote

Ohne Wasser wächst nichts: Der Klimawandel stellt auch Niedersachsen vor die Frage, wie die Ressource in Zukunft gesichert werden kann. (Symbolbild)
In München darf jetzt unter anderem nicht mehr tagsüber der Garten bewässert werden (Symbolbild).
Julian Stratenschulte/dpa

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Wichtige Updates
Jan Luhrenberg

Zu hoher Verbrauch! München erlässt Wasser-Verbote

Wegen des erneut gestiegenen Wasserverbrauchs infolge der aktuellen Hitzewelle hat die Stadt München neue Regeln für die Nutzung von Trinkwasser, die Entnahme von Grundwasser sowie die Entnahme aus oberirdischen Gewässern aufgestellt. Dazu gehören auch etliche Verbote, bei denen Geldbußen von bis zu 50.000 Euro drohen! Hier der Überblick:
 
  • Die Entnahme von Wasser zum Befüllen und zum Betrieb von privaten Pools und sonstigen Badebecken, privaten Springbrunnen, Wasserspielanlagen, Wasserbehältern (z. B. Tonnen) und ähnlichen Einrichtungen ist verboten.
  • Bewässerung, Gießen und Beregnung von Haus- und Kleingärten oder Schrebergärten (z. B. Gehölze, Hecken, Stauden, Beete, Zierpflanzen u.ä.) in der Zeit von 9 Uhr bis 19 Uhr ist verboten, soweit diese nicht einer gewerblichen oder öffentlichen Nutzung dienen. Ausgenommen von dieser zeitlichen Beschränkung ist die Bewässerung und Beregnung mit wassersparender Tröpfchenbewässerung. Ebenso sind ausgenommen land- und forstwirtschaftliche Flächen und Friedhöfe.
  • Bewässerung, Gießen und Beregnung von Rasenflächen und sonstigen Grünflächen ist verboten, soweit diese nicht einer gewerblichen oder öffentlichen Nutzung dienen. Ausgenommen von dieser Beschränkung sind insbesondere Sportplätze.
  • Waschen von Fahrzeugen außerhalb gewerblicher Waschanlagen ist verboten, soweit dies nicht aus Gründen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung erforderlich ist (z.B. Einsatzfahrzeuge).
  • Das Befeuchten von Baustraßen und Baustellen zur Verminderung von Staubentwicklung ist verboten, soweit dies nicht durch behördliche Vorgaben vorgeschrieben ist.
  • Abspritzen oder Bewässern (z.B. mit Hochdruckreinigern, Bürsten) von Terrassen, Wänden, Straßen, Hof- und Wegflächen, Dächern und nicht gewerblich genutzten technischen Anlagen durch Privatpersonen ist verboten.
  • Die Entnahme von Wasser aus Oberflächengewässern im Stadtgebiet der Landeshauptstadt München für die oben genannten Zwecke wird vollständig untersagt. Ausgenommen von diesem Verbot ist der Gemeingebrauch nach Art. 18 BayWG (wie z.B. das Schöpfen mit Handgefäßen), die Entnahme zum Tränken von Vieh und für den Bedarf in der Landwirtschaft sowie Entnahmen, bei denen das entnommene Wasser vollständig wieder in das Gewässer zurückgeleitet wird (insbesondere thermische Nutzungen).
Zuletzt lag der Wasserverbrauch nach Angaben der Verwaltung wieder bei über 360 Millionen Liter pro Tag; der Durchschnittswert liege normalerweise bei 300 Millionen Litern. Die Wassersituation ist daher angespannt, auch wenn für die kommenden Tage Gewitter und Regen vorhergesagt werden, denn diese Niederschläge hätten keine ausreichende Wirkung. Die neue Wasserstrategie soll die Versorgung nun dauerhaft gewährleisten. Sie gilt ab sofort bis zum 1. August 2026, eine Verlängerung ist möglich.

Oberbürgermeister Dominik Krause sagt: „Der Wasserverbrauch ist in den vergangenen Tagen wieder deutlich angestiegen. Nach einem außergewöhnlich trockenen Winter und Frühling sind die vorhandenen Ressourcen der Wasserversorgung Münchens derzeit äußerst strapaziert. Ich habe deshalb in Abstimmung mit den SWM und dem RKU entschieden, weitergehende, verpflichtende Sparmaßnahmen zu ergreifen. Ich bitte alle Münchnerinnen und Münchner, sich an die Regeln zu halten, damit sich die Grundwasserpegel erholen. Wasser ist unser kostbarstes Lebensmittel, lassen Sie uns damit sorgsam umgehen.“
Rouven Schroth

Waldbrand im Müritz-Nationalpark – Ort wird evakuiert 

Dramatische Lage im Müritz-Nationalpark: Im Bereich Speck/Kratzeburg brennt es derzeit auf mindestens 3000 Quadratmetern. Dutzende Feuerwehrleute, Rettungswagen und Polizei sind im Einsatz. Die Brandursache ist noch unklar. Das berichtet die Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern.

Weil sich die Flammen ausbreiten, wird aktuell der gesamte Ort Granzin bei Kratzeburg evakuiert. Bewohner sollen ins Gemeindehaus nach Peckatel gebracht werden. Rettungswagen helfen vor allem älteren und kranken Menschen.

Zusätzliche Gefahr: In dem Gebiet liegt Munition. Deshalb ist auch der Munitionsbergungsdienst im Einsatz. Verletzte sind bislang nicht bekannt.
Rouven Schroth

DWD: Juni-Hitze bricht reihenweise Rekorde

Das war nicht einfach nur heiß – das war historisch: Die Hitzewelle Ende Juni hat in Deutschland nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes neue Maßstäbe gesetzt. An 467 von 488 Messstationen wurden Allzeit- oder Monatsrekorde bei der Höchsttemperatur gemessen.

Besonders extrem war das letzte Juni-Wochenende: Erst wurden in Saarbrücken-Burbach 41,3 Grad registriert, einen Tag später dann 41,8 Grad in Möckern-Drewitz – neuer deutscher Temperaturrekord. Insgesamt erreichten oder überschritten 54 Stationen mindestens einmal die 40-Grad-Marke.

Der DWD warnt: Vor allem die fehlende Abkühlung in den Nächten machte die Hitze für viele Menschen gefährlich. Deutschland stehe beim Hitzeschutz inzwischen vor ähnlichen Herausforderungen wie Frankreich oder Spanien.

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