Alle Infos in unserem Hitze-TickerWaldbrände bedrohen Vororte von Bordeaux – Touristen auf der Flucht

Die Hitze hat Europa fest im Griff!
Alles, was ihr rund um die Hitze und die gefährlichen Waldbrände in vielen südlichen Ländern wissen müsst, lest ihr in unserem Ticker auf RTL.de.

Alles zur aktuellen Lage im Hitze-Ticker auf RTL.de

Wichtige Updates
Thorsten Berger

Inzwischen mehr als 260.000 Menschen auf der Flucht - darunter viele Urlauber

 
In Frankreich und Spanien versuchen die Behörden weiterhin mit aller Kraft, die beispiellosen Waldbrände unter Kontrolle zu bringen. Frankreichs Regierung setzte am Samstag weitere 500 Soldaten sowie ein Militärflugzeug vom Typ A400M für die Löscharbeiten ein. Im Südwesten des Landes mussten 200.000 Menschen vor den Flammen in Sicherheit gebracht werden, im Nachbarland Spanien 60.000. Unter den Evakuierten sind viele Urlauber aus der bei Touristen beliebten Küstenregion rund um das Bassin d'Arcachon. Schiffe wurden eingesetzt, um Menschen unter anderem von der Halbinsel Cap Ferret in Sicherheit zu bringen. 

Der französische Premierminister Sébastien Lecornu warnte am Abend wegen sich verschlechternder meteorologischer Bedingungen vor "schwierigen Stunden".

Ähnlich äußerte sich sein spanischer Amtskollege Pedro Sánchez. "Wir stehen vor einigen schwierigen Stunden, denn auch wenn die Temperaturen gesunken sind, wissen wir nicht genau, wie sich der Wind entwickeln wird, wie stark er sein wird", sagte Sánchez bei einem Besuch im Dorf Cenicientos in der Brandzone nahe Madrid. Priorität sei es, "Leben zu retten".
Wegen der Brände nahe Madrid mussten nach Angaben des Innenministeriums rund 60.000 Menschen ihre Häuser verlassen - 30.000 in der Region Madrid und 30.000 in der Provinz Ávila. Zuvor hatte Madrid die Zahl der Evakuierten mit 70.000 beziffert. 8000 Menschen in Madrid und 20.000 in Ávila wurden zudem angewiesen, in ihren Häusern zu bleiben.
Die Menschen aus den von Evakuierungen betroffenen Dörfern wurden mit Bussen in Sporthallen und Notunterkünfte rund um die Hauptstadt gebracht. Im Zentrum Madrids herrschte am Samstagmorgen Brandgeruch. Das Gesundheitsministerium forderte die Menschen im Onlinedienst X auf, sich wegen der schlechten Luft nicht zu lange im Freien aufzuhalten. 
Johanna Grewer

Waldbrand im Kreis St. Wendel weitgehend gelöscht 

Nach einem größeren Waldbrand im Kreis St. Wendel sind die Flammen laut Feuerwehr weitgehend gelöscht. Die rund 30 als Brandwache eingesetzten Feuerwehrleute hätten noch in der Nacht zwischen Primstal und Kastel verschiedene Glutnester gelöscht, teilte der Brandinspekteur des Kreises, Dirk Schäfer, mit. 
Johanna Grewer

Frankreich setzt Militärflugzeug im Kampf gegen Wadbrand ein 

Zur Bekämpfung der Waldbrände im Südwesten Frankreichs soll ab Samstag ein militärisches Transportflugzeug vom Typ A400M eingesetzt werden. Premierminister Sébastien Lecornu habe den Streitkräften die Entsendung der Maschine angeordnet, teilte sein Büro mit. Zudem sollen 100 Feuerwehrleute aus Paris bei der Brandbekämpfung helfen, erklärte der Kommandeur der Pariser Feuerwehrbrigade, Arnaud de Cacqueray, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.
Das A400M-Flugzeug soll mit einem versuchsweise entwickelten System ausgestattet werden, mit dem es 20 Tonnen Löschmittel abwerfen kann. Dies entspricht nach Regierungsangaben etwa der Kapazität von zwei Löschflugzeugen vom Typ Dash. Der Einsatz war wegen technischer Vorbereitungen und Tests ursprünglich erst für Ende dieses Monats vorgesehen. 
Johanna Grewer

Dichter Rauch über Madrid 

Bei dem Großfeuer nahe Madrid gibt es trotz verbesserter Löschbedingungen vorerst keine Entwarnung: Teile der Gegend westlich der spanischen Hauptstadt waren am Samstag weiter in Rauch gehüllt. Rauchgeruch drang bis ins Zentrum Madrids vor. Nach Regierungsangaben breiteten sich die Flammen aufgrund "erheblich" besserer Bedingungen nur noch wenig aus. 

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