Alle Infos in unserem Hitze-TickerStrafanzeige gegen den Bundeskanzler! Rentner macht Merz für tausende Hitzetote verantwortlich

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) während zu einer Pressekonferenz im Kanzleramt in Berlin zu personellen Veränderungen in Regierung und CDU.
Der Rentner aus Hamburg verklagt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).
picture alliance/dpa / Sebastian Gollnow

Wir kratzen wieder an der 40-Grad-Marke!
Das Hoch „Olaf” kommt auf Deutschland zu – lässt uns schwitzen und ächzen. Alles, was ihr rund um die Hitze und die Folgen wissen müsst, lest ihr in unserem Ticker auf RTL.de.

Alles zur aktuellen Lage im Hitze-Ticker auf RTL.de

Wichtige Updates
Jan Luhrenberg

Strafanzeige gegen Bundeskanzler Friedrich Merz – wegen tausender Hitzetote!

Mehr als 5000 Menschen sollen im Juni infolge der extremen Hitze gestorben sein. Ein Hamburger Rentner erhebt deshalb schwere Vorwürfe gegen Bundeskanzler Friedrich Merz und drei Minister – und geht zur Polizei. Das berichtet der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag.

5100 Tote in nur wenigen Tagen. Diese Zahl lässt Mark Roach nicht mehr los. Der 71-jährige Rentner aus Hamburg-Bergedorf hat nach der extremen Hitzewelle Strafanzeige gegen Friedrich Merz und drei Mitglieder der Bundesregierung erstattet. Sein Vorwurf lautet, die Politiker hätten trotz der bekannten Gefahren des Klimawandels nicht ausreichend gehandelt. Wie der Bericht schildert, richtet sich die Anzeige neben dem Bundeskanzler auch gegen Finanzminister Lars Klingbeil, Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und Umweltminister Carsten Schneider. Roach wirft ihnen unterlassene Hilfeleistung sowie unterlassene Diensthandlungen vor. 

„Ich will ein Zeichen setzen“, erklärt Roach. Dabei kritisiert er nicht nur das Vorgehen während der akuten Hitzewelle. Aus seiner Sicht hätte die Politik schon deutlich früher reagieren müssen. Roach hält weitreichende Schritte wie Fahrverbote, Tempolimits und weitere Notfallmaßnahmen für notwendig. „5100 Tote in wenigen Tagen! Das gab es nur in der höchsten Coronawelle, und was hat der Staat damals für Anstrengungen unternommen“, sagt er. 

Die von Roach genannte Zahl stammt laut dem Bericht vom Robert Koch-Institut. Demnach registrierte das RKI während des tagelangen sogenannten Hitzedoms eine hohe Übersterblichkeit. 

Der frühere Gewerkschaftssekretär war nach eigenen Angaben zunächst Mitglied der SPD und gehört inzwischen seit vielen Jahren der Linken an. Bei den Bundestagswahlen 2009 und 2025 trat er in Bergedorf als Direktkandidat seiner Partei an. Mit seiner Anzeige rechnet der zweifache Großvater offenbar nicht zwingend mit einem schnellen juristischen Erfolg.

Sein persönlicher Antrieb reicht für ihn weit über die aktuelle Debatte um die Hitzetoten hinaus. „Die Politik soll wenigstens merken, dass die Einschläge näherkommen. Ich mache das für meine Enkel und deren Nachfahren.“ Ob die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren einleitet, ist bislang offen. Eine Strafanzeige allein bedeutet noch nicht, dass sich die darin erhobenen Vorwürfe rechtlich bestätigen.
Jan Luhrenberg

Heftige Unwetter drohen! Wetterdienst warnt vor Aufenthalt im Freien

Es wird sehr heiß, doch das ist nicht alles: Der Deutsche Wetterdienst warnt zugleich vor Unwettergefahr und kräftigen Gewittern, besonders im Norden.

Mit stellenweise fast 40 Grad steht Deutschland am Donnerstag der heißeste Tag der aktuellen Hitzewelle bevor. Die Temperaturen steigen auf 26 bis 31 Grad an der See, sonst auf 32 bis 39 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) vorhersagt. Neben der Hitze bestehe stellenweise die Gefahr von Sturm- oder sogar Orkanböen. 

Im Südosten wird es laut DWD ein sonniger Tag, doch von Südwesten und Westen bilden sich Schauer und einzelne Gewitter, die sich bis zum Abend in die Mitte und in den Norden ausbreiten. „Dabei gilt bei Aufenthalt im Freien Obacht“, erklärte DWD-Meteorologe Nico Bauer. Denn verbreitet können gleichzeitig stürmische Böen oder Sturmböen wehen. 

Vor allem im Norden können die Gewitter der Vorhersage zufolge kräftig ausfallen und schwere Sturmböen und vereinzelt sogar orkanartigen Böen mit sich bringen. „Bei diesen Windgeschwindigkeiten können Bäume entwurzelt werden und größere Gegenstände umherfliegen“, mahnt Bauer.

Der DWD warnt auch vor den Folgen der Hitze. Am Mittwoch müsse im Südwesten, Westen und Nordwesten mit verbreitet starker, gebietsweise extrem starker Wärmebelastung gerechnet werden. Am Donnerstag sei dies in Deutschland verbreitet der Fall. Der Wetterdienst empfiehlt, die Hitze nach Möglichkeit zu meiden, ausreichend Wasser zu trinken und die Innenräume kühl zu halten.
Jan Luhrenberg

Evakuierung nötig! Kreuzfahrtschiff bei Niedrigwasser auf Grund gelaufen

In Bulgarien haben 186 Passagiere und 52 Besatzungsmitglieder ihr Kreuzfahrtschiff verlassen müssen, nachdem es in der Donau auf Grund gelaufen ist. Einsatzkräfte begannen am späten Dienstagnachmittag mit der Evakuierung der „Viking Ullur“ im Nordwesten Bulgariens, wie das Innenministerium in Sofia mitteilte. Noch am Abend sollten alle Menschen das Schiff mit Hilfe der bulgarischen Grenzschutzpolizei verlassen haben.

Das unter Schweizer Flagge fahrende Kreuzfahrtschiff ist normalerweise auf der Donau zwischen der ungarischen Hauptstadt Budapest und Rumänien unterwegs. Es lief nach Angaben des Innenministeriums in der Nacht zum Dienstag rund 25 Kilometer vor der Stadt Widin auf Grund, wo es mit Nahrungsmitteln und frischem Trinkwasser versorgt werden sollte. Alle Passagiere an Bord stammen den Angaben zufolge aus der EU.

Grund für das Auflaufen seien eine schlechte Sicht und „der niedrige Wasserstand der Donau", teilte das Ministerium weiter mit. Aus Sicherheitsgründen wurde die Grenzschutzpolizei eingeschaltet. In Aufnahmen der Polizei war zu sehen, wie Einsatzkräfte Menschen in Schwimmwesten beim Besteigen eines Schnellboots halfen.

Wegen mehrerer Hitzewellen ist der Pegel in der Donau gesunken. Der niedrige Wasserstand im zweitgrößten Fluss Europas macht der Schifffahrt zu schaffen. Auch ein zweites Schiff, das die Passagiere der „Viking Ullur“ aufnehmen sollte, konnte nicht bis zu dem auf Grund gelaufenen Schiff vordringen. 
Jan Luhrenberg

Wetter heute: Fast überall über 30 Grad, im Südwesten bis zu 38 Grad

Deutschland steht wieder ein sehr heißer Tag bevor: In fast allen Regionen wird es sonnig und vielerorts dürfte es über 30 Grad heiß werden. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) werden in weiten Teilen des Landes Höchstwerte von 31 bis 35 Grad erwartet, im Westen und Südwesten teils sogar 34 bis 38 Grad. 

An den Küsten wird es bei auflandigem Wind nicht ganz so warm, im Nordosten liegen die Werte demnach bei 26 bis 31 Grad. Meist bleibt es überall sonnig, nur an den Alpen können sich mehr Quellwolken bilden; zum Abend hin sind einzelne Gewitter nicht ausgeschlossen, wie der DWD mitteilte. 

Auch in der Nacht zum Donnerstag bleibt es vielerorts warm: In den Ballungszentren im Westen und Südwesten sinken die Temperaturen laut DWD teils nur auf 24 bis 20 Grad. Sonst werden 20 bis 15 Grad erwartet. 

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