Alle Entwicklungen im LivetickerWende nach Stade-Bluttat! Jetzt auch Mordermittlungen gegen die Mutter und die Patentante

Eine Stadt steht unter Schock!
Bei Schüssen in einem Mutter-Kind-Heim im niedersächsischen Stade sind sechs Erwachsene getötet worden. Immer mehr Details zum mutmaßlichen Täter und zum Tatablauf werden bekannt. In unserem Live-Ticker informieren wir über alle Entwicklungen und Hintergründe.
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Wende nach Stade-Bluttat! Jetzt auch Mordermittlungen gegen die Mutter und die Patentante
Wollte sich der Stade-Killer eigentlich auch selbst richten?
Der Mann soll im Kontext eines Sorgerechtsstreites um seine kleine Tochter plötzlich eine Waffe gezogen und geschossen haben, vier Frauen und zwei Männer wurden brutal aus dem Leben gerissen. Seine eigene Frau soll er zuvor aus dem Besprechungsraum geschickt haben, so die Erkenntnis der Polizei laut Spiegel. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm sechsfachen Mord vor.
Wie das Magazin weiter erfuhr, geht die Polizei zurzeit davon aus, dass der mutmaßliche Killer das Magazin seiner Waffe zunächst leer schoss. Dann soll er es aus der Waffe genommen und mit neuen Patronen bestückt haben, um weiterzuschießen. Die Patronen soll er lose in seiner Tasche gehabt haben.
Hier findet ihr Hilfe in schwierigen Situationen
Solltet ihr selbst von Suizidgedanken betroffen sein, sucht euch bitte umgehend Hilfe. Versucht, mit anderen Menschen darüber zu sprechen! Das können Freunde oder Verwandte sein. Es gibt aber auch die Möglichkeit, anonym mit anderen Menschen über Ihre Gedanken zu sprechen. Das geht telefonisch, im Chat, per Mail oder persönlich. Wenn ihr schnell Hilfe braucht, dann findet ihr unter der kostenlosen Telefon-Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 Menschen, die euch Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.
Mehr als 600.000 Euro: Riesige Spendenbereitschaft für die beiden Waisenkinder
Im Spendenaufruf wird die 32-Jährige als „eine außergewöhnliche Frau. Eine liebevolle Mutter, eine starke Persönlichkeit und ein Mensch mit einem unglaublich großen Herzen“ beschrieben. Besonders tragisch: Nur wenige Wochen vor der Bluttat hatten die beiden Kinder bereits ihren Vater verloren. Mit den Spenden sollen unter anderem ihre Versorgung, Betreuung, Bildung, mögliche therapeutische Unterstützung sowie Kosten rund um die Beerdigung und die Folgen des schweren Verlustes finanziert werden.
Mutmaßlicher Stade-Schütze soll in der Türkei gesucht worden sein
Eine Bestätigung der Vorwürfe gibt es von deutscher Seite bislang nicht. Auf Nachfrage der Bild erklärte die Staatsanwaltschaft Stade, ihr lägen keine Erkenntnisse über Straftaten des 45-Jährigen in der Türkei vor. Hintergrund sei unter anderem, dass der Informationsaustausch zwischen deutschen und türkischen Ermittlungsbehörden schwierig sein könne. Die Ermittlungen zu der Bluttat in Stade dauern unterdessen an.
Schwiegermutter von SPD-Landtagsabgeordnetem Deniz Kurku (43) fuhr den Fluchtwagen
Bei der 65 Jahre alten Fahrerin des Fluchtwagens nach der Gewalttat von Stade handelt es sich um die Schwiegermutter des niedersächsischen Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe Deniz Kurku. Das ließ der SPD-Politiker aus Delmenhorst in einer Stellungnahme über einen Rechtsanwalt mitteilen. "Unmittelbar nachdem ich aufgrund von Medienberichten von der Betroffenheit meiner Schwiegermutter Kenntnis erhalten hatte, habe ich dieses den Ermittlungsbehörden und weiteren Stellen in meinem beruflichen Umfeld mitgeteilt", heißt es in der persönlichen Stellungnahme, die RTL vorliegt. Deniz Kurku (geboren 1982, verheiratet, zwei Kinder) ist auch Landtagsabgeordneter der SPD in Niedersachsen.
Staatsanwaltschaft ermittelt zum Tathergang
Der genaue Tatablauf und welche Rolle dabei die Frau spielte, sind bislang unklar. Die Polizei befragte sie nach der Tat. Die Tatbeteiligung sei weiter Gegenstand der Ermittlungen, teilte die Staatsanwaltschaft Stade auf dpa-Anfrage mit.
Wie die SPD-Fraktion reagiert
"Spekulationen und pauschale Schuldzuweisungen gegenüber unbeteiligten Angehörigen sind unangemessen und werden der Schwere der Tat nicht gerecht", sagte der Fraktionsvorsitzende.
Der mutmaßliche Schütze, ein 45-Jähriger mit türkischer Staatsangehörigkeit, sitzt in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm sechsfachen Mord vor. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass das Motiv für die tödlichen Schüsse ein Sorgerechtsstreit ist.
„Lange Nacht" wird zum Gedenkabend
Hunderte demonstrieren in Hamburg gegen Gewalt
Trauer und Solidarität in Stade
Bewegende Momente des Abschieds in der Marktkirche
Beiden Elternteilen wurde die Gesundheitssorge entzogen
Hannover trauert um drei Mitarbeitende der Jugendhilfe
Zahlreiche Angehörige, Kolleginnen und Kollegen sowie Bürgerinnen und Bürger nahmen an der Andacht teil und setzten mit Kerzen und Gebeten ein Zeichen der Anteilnahme.
Stadtsuperintendent Rainer Müller-Brandes hat die Andacht gestalten. Ein Kondolenzbuch lag aus. In der Gebetsecke gab es zudem die Möglichkeit, eine Kerze anzuzünden. Auch Belit Onay, Oberbürgermeister von Hannover, bekundete seine Betroffenheit.
Onay sprach von einer „entsetzlichen, kaum erklärbaren Tat“. Zugleich kündigte er an, die Ereignisse aufzuarbeiten und die bestehenden Sicherheitskonzepte – etwa mit Blick auf Notfallknöpfe, Fluchtwege und Gefährdungsbewertungen – zu überprüfen. Gleichzeitig betonte Onay, dass die Arbeit der Jugendhilfe auf Vertrauen und persönlicher Nähe zu Kindern und Familien beruhe und sich dieses nur begrenzt durch Sicherheitsmaßnahmen ersetzen lasse. (dnf)
Staatsanwaltschaft bestätigt Ermittlungen nach Schütteltrauma des Babys
Als Motiv für die Tat mit sechs Todesopfern gilt weiterhin der Sorgerechtsstreit um das Kind. Der Tatverdächtige sitzt in Untersuchungshaft. Zudem wird weiter geprüft, ob die Mutter des Babys und eine Begleiterin an der Tat beteiligt waren. (dpa)
Forderungen nach besserem Schutz für Jugendhilfe-Mitarbeitende
Das niedersächsische Sozialministerium betonte, Hilfeplangespräche in Einrichtungen seien üblich. Ob nach der Tat zusätzliche Sicherheitsvorgaben nötig sind, müsse nun geprüft werden. Zugleich warnen Gewerkschaften davor, Schutzräume durch zu hohe Sicherheitsbarrieren für Hilfesuchende unzugänglich zu machen. (dpa)
Tatverdächtiger wegen sechsfachen Mordes in U-Haft
Hintergrund der Tat soll ein Sorgerechtsstreit um die gemeinsame drei Monate alte Tochter sein, über den das OLG Celle demnächst entscheidet. Eine Mordkommission ermittelt, die Polizei wertet Hinweise sowie Foto- und Videomaterial aus der Bevölkerung aus. Die Mutter des Kindes und eine Begleiterin des Tatverdächtigen wurden aus dem Gewahrsam entlassen. Unter den sechs Opfern sind drei Mitarbeitende des Jugendamts der Region Hannover und drei Beschäftigte der Jugendhilfeeinrichtung.
Gewerkschaften fordern nach der Tat eine Debatte über bessere Sicherheitskonzepte für Beschäftigte in der Jugendhilfe. (dpa)


