Alle Entwicklungen im Live-TickerTerroranschlag, Amoklauf oder Milieu-Abrechnung – Motiv der Schießerei bei „Aarauer Rave” noch unklar

von Philipp Petersdorff, Linda Görgen und Jan Luhrenberg

Schock in der Nacht auf Sonntag in der Schweiz.
Bei einem Techno-Rave in Aarau fallen mindestens ein Dutzend Schüsse. Es gibt sechs Opfer. Eine 22-jährige Frau erliegt vor Ort ihren Verletzungen. Vier Männer und eine Frau im Alter zwischen 24 und 27 Jahren mussten zum Teil schwer verletzt in ein Krankenhaus.

Schüsse bei Rave in Aarau (Schweiz) – alle Entwicklungen in unserem Live-Ticker

Wichtige Updates
Philipp Petersdorff

Was die Behörden wissen und was sie nicht wissen

Nach der Pressekonferenz der Ermittlungsbehörden ergibt sich ein deutlich schärferes Bild der Lage. Am Tatort wurden Hülsen unterschiedlicher Kaliber gefunden, die auf den Einsatz von mindestens zwei verschiedenen Waffen hindeuten. Zeugenaussagen sprechen zudem dafür, dass zwei Täter geschossen haben könnten. Gesichert ist das bislang nicht.
Fest steht dagegen, dass an zwei verschiedenen Orten geschossen wurde. Die 22-jährige Italienerin wurde in der Nähe der Bühne getötet. Zwischen den Opfern besteht nach bisherigen Erkenntnissen keine Verbindung, weshalb die Ermittler derzeit von Zufallsopfern ausgehen. Die Täter flüchteten mit Fahrzeugen.
Beim möglichen Motiv halten die Behörden drei Szenarien für gleichermaßen denkbar: einen Terroranschlag, einen Amoklauf oder eine Tat aus dem kriminellen Milieu z.B. eine persönliche Abrechnung. Keine dieser Hypothesen hat sich bislang erhärtet.
Besonders wichtig ist die neue Gefahreneinschätzung. Solange die Täter nicht identifiziert und gefasst sind, geht die Polizei weiterhin von einem Risiko aus. „Solange die Täterschaft nicht identifiziert ist, sind wir im Stadium der Gefahrenabwehr, es gibt also immer noch Risiken“, stellte Polizeikommandant Leupold klar. 130 zusätzliche Polizisten sollen deshalb den öffentlichen Raum schützen. 
Philipp Petersdorff

Die Pressekonferenz ist beendet


Zum Schluss sagten die Behörden, dass sie froh sind, wenn möglich wenig Videos online kursieren, und würdigten die Einsatzkräfte, die 15 Stunden durchgearbeitet haben. 
Philipp Petersdorff

Schüsse fielen an zwei verschiedenen Orten

Die Polizei weiß inzwischen, dass an zwei verschiedenen Orten Schüsse abgegeben wurden. Die genaue Reihenfolge ist allerdings weiterhin unklar. „Wir haben noch keine gesicherten Erkenntnisse, wo zuerst geschossen wurde“, erklärt der Polizeikommandant. Damit ist noch offen, ob zunächst in Bühnennähe oder im Bereich der Fahrenden geschossen wurde. Die Italienerin wurde in der Nähe der Bühne erschossen.
Philipp Petersdorff

Keine Verbindung zwischen den Opfern

Die Ermittlungsbehörden gehen von Zufallsopfern aus, weil es zwischen ihnen keine Verbindung gibt. Die Täter sind mit Fahrzeugen geflüchtet, es ist aber unklar, ob aus Fahrzeugen geschossen worden ist. 
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Was ist der Aarauer Rave?

Der Aarauer Rave ist eine Techno-Veranstaltung auf der Pferderennbahn im Aarauer Schachen und hat sich zu einem größeren Treffpunkt der regionalen Elektroszene entwickelt. Die Ausgabe am 29. August 2026 wurde als „Aarau Rave VOL. 7“ veranstaltet. Rund 3500 Raver sollten dort zu internationalen und regionalen DJs feiern. Der Veranstalter bezeichnet das Event als größten Dayrave im Aargau. Gefeiert wird auf der größten Pferderennbahn der Schweiz.

Verwendete Quellen: Aargauer Zeitung, 20min.ch, Blick