Live-Ticker zum Anschlag auf Berliner CSDTodesopfer des CSD-Anschlags soll Mutter (65) aus Polen sein

Der mutmaßliche Attentäter Abdul B. ist tot.
Der mutmaßliche Attentäter Abdul B. ist tot.
Polizei / dpa
von Roger Saha, Nele Balgo, Doro Steitz und Dimitri Blinski

Horror beim CSD in Berlin!
Am Samstagabend ist ein weißer Mini-Van durch den Großen Tiergarten in eine Menschenmenge gerast. Es gibt mindestens eine Tote und 29 Verletzte. Der Attentäter kann fliehen. Am Sonntagabend gelingt der Polizei in Berlin-Spandau dann der Zugriff - bei dem der mutmaßliche Attentäter stirbt.

Anschlag auf CSD in Berlin: Hier im Live-Ticker die Entwicklung verfolgen

Wichtige Updates
Lynn Michel

Todesopfer ist Mutter (65) aus Polen

Die Frau, die bei dem mutmaßlich islamistischen Anschlag am Rande des Berliner Christopher Street Day getötet wurde, stammte aus Polen. Das bestätigte Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner. Demnach war die polnische Staatsangehörige gemeinsam mit ihrer Tochter nach Berlin gereist, um den CSD zu feiern. Wegner sprach der Familie sein Mitgefühl aus: Seine Gedanken seien bei der Tochter und den Angehörigen der getöteten Frau.
Lynn Michel

Charité: Vier Schwerverletzte nach CSD-Anschlag auf dem Weg der Besserung

Die Berliner Charité hat ein Gesundheitsupdate zu den Opfern des CSD-Anschlags veröffentlicht. Vier Schwerverletzte waren in der Nacht zum Sonntag (26. Juli) in die Klinik eingeliefert worden und mussten teilweise notoperiert sowie intensivmedizinisch versorgt werden. Sie erlitten vor allem Stichverletzungen, teils aber auch mehrere Knochenbrüche infolge des Zusammenstoßes mit dem Fahrzeug. Inzwischen konnten drei Patienten auf eine Normalstation verlegt werden. Ein Patient wird weiterhin auf der Intensivstation behandelt, befindet sich laut Charité aber ebenfalls auf dem Weg der Besserung.
Lynn Michel

Polizei zählt mehrere Dutzend islamistische Gefährder in Berlin

Nach Angaben der Berliner Polizei werden in der Hauptstadt derzeit eine mittlere zweistellige Zahl von Menschen als islamistische Gefährder eingestuft. Hinzu kommt eine ähnlich große Zahl sogenannter relevanter Personen aus dem islamistisch-terroristischen Spektrum. Das geht aus einer Antwort des Berliner Senats auf eine parlamentarische Anfrage hervor. Ein Teil der Betroffenen sitzt derzeit im Gefängnis, andere befinden sich auf freiem Fuß.
Der Berliner Verfassungsschutz geht von insgesamt rund 2.600 Anhängern islamistischer Ideologien aus. Davon gelten 980 als gewaltorientiert – also als gewaltbereit, gewaltunterstützend oder gewaltbefürwortend. Die Sicherheitsbehörden warnen seit Jahren besonders vor Anschlägen auf sogenannte weiche Ziele wie Volksfeste, Konzerte oder andere Großveranstaltungen mit vielen Menschen. (dpa)
Lynn Michel

Ellen DeGeneres reagiert auf Berliner CSD-Anschlag

US-Moderatorin Ellen DeGeneres hat sich auf Instagram zum mutmaßlichen Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day geäußert. „Liebe ist niemals falsch und Gewalt wird die Liebe niemals aufhalten“, schreibt sie. Ihre Gedanken seien bei den Opfern und allen Menschen, die durch den Angriff traumatisiert wurden. 

Am Samstag hatten hunderttausende Menschen unter dem Motto „Haltung ist hot” am Christopher Street Day in Berlin teilgenommen. Die jährlich organisierten CSD-Kundgebungen erinnern an den 28. Juni 1969, als die Polizei die Schwulenbar „Stonewall Inn” in der Christopher Street New York stürmte. Es folgten tagelange gewaltsame Auseinandersetzungen mit Aktivsten, die als Geburtsstunde der modernen Schwulen- und Lesbenbewegung gelten.