Live-Ticker zum Anschlag auf Berliner CSDZugriff in Gartenlaube! Polizei erschießt CSD-Atentäter

Tatverdächtiger Abdul B.
Offenbar gab es einen Zugriff in Berlin
Polizei/picture alliance / Anadolu | Volodymyr Sindieiev
von Roger Saha, Nele Balgo, Doro Steitz und Dimitri Blinski

Horror beim CSD in Berlin!
Am Samstagabend ist ein weißer Mini-Van durch den Großen Tiergarten in die Menschenmenge gerast. Es gibt mindestens eine Tote und 16 Verletzte. Die Zahl der Opfer hat die Polizei am Abend bestätigt. Mehrere Menschen wurden „durch Stichwerkzeuge verletzt”. Die Beamten fahndeten nach einem oder mehreren Verdächtigen. Einer sei identifiziert. Er ist polizeibekannt und wird laut der Ermittler der islamistischen Szene zugerechnet.

Möglicherweise Anschlag auf CSD in Berlin: Hier im Live-Ticker die Entwicklung verfolgen

Wichtige Updates
Denise Gatzweiler

Mutmaßlicher Täter nach CSD-Anschlag getötet

Nach dem mutmaßlich islamistischen Terroranschlag am Rande des Christopher Street Days (CSD) in Berlin ist der Tatverdächtige bei einem Polizeieinsatz getötet worden. Das bestätigte die Senatsinnenverwaltung. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.

Zuvor kam es in einer Gartenlaube in Berlin Spandau zu einem SEK-Einsatz samt Schusswechsel. 
Lea Haberbosch

Mutmaßlicher CSD-Täter soll Polizisten angegriffen haben

Der mutmaßliche Täter des Anschlags am Rande des Berliner Christopher Street Day (CSD) hat nach bisherigen Erkenntnissen Polizisten mit einer Stichwaffe angegriffen. Daraufhin sei auf ihn geschossen worden und der Mann sei trotz Reanimationsversuchen gestorben, teilte die Berliner Polizei via WhatsApp und auf der Plattform X mit. 

„Gegen 18.00 Uhr konnte der Tatverdächtige des gestrigen Anschlags im Großen Tiergarten in einer Kleingartenanlage in Spandau lokalisiert werden", teilte die Polizei mit. Der Mann sei dann mit einer Stichwaffe auf die Einsatzkräfte zugelaufen, daraufhin sei es zum Schusswaffengebrauch durch das Berliner SEK gekommen. "Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen durch die Berliner Feuerwehr verstarb er noch am Einsatzort", so die Polizei. 
Lea Haberbosch

Hamburg gedenkt der Opfer des Berliner CSD-Angriffs

Nach dem mutmaßlich islamistischen Terroranschlag am Rande des Berliner Christopher Street Days (CSD) sind in Hamburg rund 800 Menschen zu einer Kundgebung zusammengekommen. „Wir sind in Gedanken bei der Berliner Community", hieß es in einem Instagram-Beitrag des Vereins Hamburg Pride, der zu der Versammlung aufgerufen hatte. Ein Mitarbeiter des Polizeilagezentrums sagte, die Eilversammlung sei nach rund 45 Minuten beendet worden. Der Hamburger CSD ist für Samstag geplant. 
Wie der Mitarbeiter weiter sagte, kam es während der Versammlung zu kleineren Vorfällen. Die Polizei sprach demnach ein Aufenthaltsverbot aus und stellte eine Identität fest. Details nannte die Polizei nicht. 

Am Abend fand zudem ein Eilaufzug unter dem Motto „Gegen die Gewalt beim CSD" statt. Der Demonstrationszug führte von der Fuhlsbüttler Straße in Hamburg-Barmbek bis zur S-Bahn-Station Rübenkamp. Die Polizei rechnete mit einer hohen zweistelligen Zahl von Teilnehmern.
Denise Gatzweiler

Medienbericht: Versteckt sich Abdul Ballout in Spandauer Gartenlaube?

Laut B.Z.-Informationen soll sich Abdul Ballout in einer Gartenlaube in Berlin Spandau aufgehalten haben. Vor Ort soll es zu Schüssen gekommen sein. Ob es sich tatsächlich um den Tatverdächtigen handelt, ist unklar. Wie die B.Z. weiter berichtet, soll es sich bei der Laube um das Gartengrundstück des Vaters von Abdul Ballout handeln. Auf RTL-Anfrage bestätigt die Polizei zumindest den örtlichen SEK-Einsatz sowie den polizeilichen Schusswaffengebrauch.

Laut Tagesspiegel und rbb soll der mutmaßliche Täter bei dem Einsatz offenbar erschossen worden sein. In einer Live-Schalte des ZDF bestätigt Alexander Dobrindt, dass eine Person gestorben sei. Um wen es sich dabei handelt, ist unklar.

Am Samstag hatten hunderttausende Menschen unter dem Motto „Haltung ist hot” am Christopher Street Day in Berlin teilgenommen. Die jährlich organisierten CSD-Kundgebungen erinnern an den 28. Juni 1969, als die Polizei die Schwulenbar „Stonewall Inn” in der Christopher Street New York stürmte. Es folgten tagelange gewaltsame Auseinandersetzungen mit Aktivsten, die als Geburtsstunde der modernen Schwulen- und Lesbenbewegung gelten.

Verwendete Quellen: mpa/dpa/AFP