Frau stürzt nach Gruppenvergewaltigung von Balkon Alena (14) sah, wie vor dem Haus eine Frau geschlagen wurde

Zeugin spricht im RTL-Interview über ihre Beobachtungen in der Tatnacht
Vor der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung in Berlin sah Alena (14) zwei Männer und eine Frau auf der Straße.
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Was ist in der Wohnung in Berlin-Marzahn passiert?
Alena (14) wollte am späten Montagabend (11. Mai) noch mal kurz mit dem Hund raus. Doch vor einem der Häuser in der Nachbarschaft war plötzlich Aufruhr. Nur ein paar Stunden später stürzt plötzlich eine Frau von einem der Balkons dort – offenbar nachdem sie Opfer einer Gruppenvergewaltigung wurde. Die jugendliche Zeugin erinnert sich im RTL-Interview, was sie beobachtet hat.

Frau lief weinend ins Haus, erinnert sich die Zeugin

Sie habe eine Frau und zwei Männer vor dem Haus in Marzahn gesehen, berichtet Alena. Die Frau habe geschrien. Einer der Männer habe die Frau dann plötzlich geohrfeigt, die daraufhin angefangen habe, zu weinen. Die beiden Männer seien ins Haus gegangen, die Frau habe ihr Auto geparkt und sei ihnen dann gefolgt.

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„Den Mann würde ich auf jeden Fall wiedererkennen“, ist sich Alena sicher. Er habe blonde Haare und helle Augen gehabt und sei etwa 1.80 Meter groß und schlank gewesen. „Der andere Mann hatte schwarze Haare“. Er sei etwas dicker und kleiner gewesen – „so um die 170 vielleicht“, schätzt die Jugendliche. Sie hatte den Eindruck, dass der blonde Mann und die Frau sich kannten.

Tatort der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung in Berlin
Hinter dieser Tür soll sich die Tat in Berlin abgespielt haben.
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Alena holt sofort ihren Vater, aber auf der Straße ist niemand mehr zu sehen

„Ich hatte Angst um die Frau“, erinnert sich die 14-Jährige. Und auch ihr Hund habe angefangen zu knurren. Sie sei darum sofort nach Hause gelaufen und habe ihren Vater alarmiert. Doch als ihr Papa Serdar kurz danach auf der Straße nach dem Rechten sieht, ist alles wieder ruhig. Die Frau und die Männer sind offenbar in einer der Wohnungen verschwunden.

Was dann passiert, ist noch nicht ganz klar. Die Ermittlungen nach der Tat laufen noch. Ein Feuerwehrsprecher sagte, die Frau sei dann am Dienstag mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gekommen. Die Polizei prüft eine mögliche Vergewaltigung. „Es wird ermittelt wegen des Verdachts eines Sexualdelikts“, sagte eine Sprecherin.

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Frau soll auf der Flucht vor ihren Vergewaltigern vom Balkon gestürzt sein

Die Zeitungen B.Z. und Bild berichteten, eine junge Frau sei in der Nacht zum Dienstag mutmaßlich von mehreren Männern in einer Wohnung vergewaltigt und beim Fluchtversuch aus dem ersten Obergeschoss schwer verletzt worden. Zeugen hätten berichtet, fünf Männer hätten sie nach dem Sturz wieder in die Wohnung gebracht. Dann sei ein Notarzt gerufen worden.

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Wie es der Frau inzwischen geht, will die Polizei nicht sagen. Nach RTL-Informationen soll sie im Krankenhaus liegen, aber ansprechbar sein. Sie stürzte offenbar bei dem Versuch, zu flüchten, vom Balkon.

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Nachbarn bemerken laute Musik, Partys, Alkohol

Wie RTL von Anwohnern erfährt, soll es in der Tatwohnung regelmäßig Partys gegeben haben. Auf dem Balkon hätten häufig mehrere Männer gesessen und Alkohol getrunken. Auch am Freitag (15. Mai) sind immer noch mehrere Bierkästen dort. Angeblich soll der Mann, der die Wohnung angemietet hat, sie an mehrere ausländische Arbeiter untervermietet haben.

Vater der Zeugin Alena
Alenas Vater berichtet, dass er und seine Familie noch nicht lange in der Nachbarschaft wohnen
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Serdar und seine Familie erzählen, dass sie noch nicht lange in der Nachbarschaft wohnen. Sie seien erst im Winter aus Neukölln hergezogen und würden noch nicht viele Nachbarn kennen. „Wir wissen ja gar nicht, was ist“, meint der Vater. „Schrecklich…Berlin!“, fügt er hinzu. (mit dpa)

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherchen, dpa