Todesangst in KölnFrau übergießt Ordnungsamts-Mitarbeiter mit Benzin, dann zückt sie ein Feuerzeug

Mit einem Feuerzeug hat ein unbekannter ein Hakenkreuz in eine Tür gebrannt. (Symbolbild)
Frau übergießt Mitarbeiter vom Ordnungsamt mit Benzin. Dann droht sie it einem Feuerzeug (Symbolbild)
Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Schock am Bahnhof Köln-Ehrenfeld: Eine 49-Jährige soll einen Mitarbeiter des städtischen Ordnungsdienstes mit Benzin übergossen und ihn mit einem Feuerzeug bedroht haben. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln jetzt wegen eines versuchten Tötungsdelikts und suchen dringend Zeugen.

Wollte sie den Ordnungsamts-Mitarbeiter töten?

Mitten am Mittwochnachmittag eskaliert die Lage in Köln-Ehrenfeld plötzlich. Wie Staatsanwaltschaft Köln und Polizei Köln mitteilen, haben Einsatzkräfte am Mittwoch (8. April) eine 49 Jahre alte Frau festgenommen. Sie soll zuvor im Bereich des Bahnhofs Ehrenfeld einen 33-jährigen Mitarbeiter des städtischen Ordnungsdienstes mit Benzin übergossen und mit einem Feuerzeug bedroht haben.

Zuvor hatten Passanten drei Mitarbeitern des Ordnungsamtes (37, 39, 33) mitgeteilt, dass die 49-Jährige und ihre 24-jährige Tochter im Bereich des Bahnhofs Ehrenfeld verfassungsfeindliche Symbole sprühen würden.

Für die Kölner Kriminalpolizei ist der Fall besonders schwerwiegend. Die Beamten haben die Ermittlungen wegen eines versuchten Tötungsdelikts aufgenommen. Nach Angaben der Behörden spielte sich das Geschehen im Bereich des Bahnhofs Ehrenfeld sowie in der Senefelderstraße ab.

Polizei Köln bittet dringend um Hinweise

Jetzt hoffen die Ermittler auf Zeugen, die den Angriff beobachtet haben. Besonders wichtig sind laut Polizei Menschen, die Angaben zu der Benzinflasche machen können. Auch Passanten, die die Situation womöglich mit dem Smartphone gefilmt oder fotografiert haben, sollen sich melden und ihr Material zur Verfügung stellen. Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat Staatsschutz 3 unter der Telefonnummer 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de entgegen.

Die Staatsanwaltschaft hat eine psychiatrische Untersuchung der 49-Jährigen in Auftrag gegeben und prüft derzeit, ob die Voraussetzungen für eine dauerhafte Unterbringung der Frau in einem psychiatrischen Krankenhaus vorliegen.

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Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) zeigte sich auf Instagram geschockt. Er schreibt: „Ein solcher Angriff ist durch nichts zu rechtfertigen. [...] Das dulde ich nicht. Ich verurteile diese Tat und spreche den Einsatzkräften meine volle Solidarität und Unterstützung aus. Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger und meiner Mitarbeitenden hat höchste Priorität für mich.”

Verwendete Quelle: Polizei Köln, Stadt Köln